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DOOM Eternal

DOOM Eternal ist endlich da. DOOM hat 2016 viele Gamer positiv überrascht und geradezu umgehauen. Nachdem id Software die vergangenen Jahre abgesehen von RAGE nichts nennenswertes veröffentlicht hatte, stand die kultige Spieleschmiede aus Texas bei niemandem mehr hoch im Kurs. Nach DOOM’s Cliffhanger konnte niemand schnell genug den Nachfolger in den Händen halten. Endlich ist es soweit…

Blutiges Ballet

Nachdem wir uns durch die Hölle und den Mars gemetzgert haben, müssen wir nun die Erde und ihre Bewohner retten. Über 36 % der Bevölkerung wurde bereits ausgerottet und die einst futuristischen Städte sind überrannt von Dämonen und liegen in Schutt und Asche. Als der Terror auf zwei Beinen haben wir aber auch noch ein Wörtchen mitzureden.

DOOM Eternal – Cacodemon is not amused

Zunächst seid ihr „nur“ mit einer Schrotflinte bewaffnet und das blutige Ballet beginnt – die Pistole hat id gleichmal aus dem Fenster geworfen, um eine Ansage zu machen.

Später kommen noch die Super Schrotflinte, Raketenwerfer, Plasmakanone und mehr dazu.

Ihr werdet schnell merken, dass es für jeden Dämon die passende Waffe gibt. Merkt euch schnell, welche Waffe euch in den haarigen Feuergefechten am besten aus der Patsche hilft, sonst seid ihr in den höheren Schwierigkeitsgraden schneller tot als ihr schauen könnt.

Bereits DOOM hat vorgemacht, welch eine brutale und gleichzeitig ausgewogene Symphonie zwischen den Monstern und den Waffen herrschen kann.

Kein Egoshooter hat es bisher so gekonnt umgesetzt, einen stetigen Fluss an Bewegung, Widersachern und der passenden Waffe zu entwickeln. In DOOM Eternal setzen id sogar noch eins drauf. Der Doom Slayer ist nun noch agiler, die Monster noch unbarmherziger und eure Methoden noch blutiger.

DOOM Eternal – So gibt’s Munition zurück

Ihr könnt nun von Beginn an den Doppelsprung ausführen, klettert bestimmte Wände hoch oder schwingt euch an Stangen entlang. Es ist unglaublich, wie vielseitig ein und die gleiche Kampfarena sein kann wenn man so viele Variablen berücksichtigt. DOOM Eternal ZWINGT euch in Bewegung zu bleiben. Wer stehen bleibt, stirbt. So einfach ist die Devise.

Der DOOM Slayer ist zurück

Hinzu kommt noch die Tatsache, dass ihr Energie und Munition abgesehen von gelegentlichen Pickups nur durch zwei Möglichkeiten bekommt. Ihr seid kurz vor dem sterben? Rein ins Gemüse, ballert den Gegner ab, bis dieser blinkt und befördert ihn mit den blutigen Takedowns ins Jenseits. Hierfür winkt euch Energie. Zersägt ihr Gegner mit eurer Kettensäge winkt euch die so bitter nötige Munition. Zündet Gegner an mit eurem Flammenwerfer und es regnet Rüstungsteile.

Durch diese simplen Gameplayelemente entsteht eine Dynamik, die ihr in keinem anderen Shooter finden werdet. DOOM Eternal ist ein wegweisendes Spiel wie es zuletzt DOOM aus dem Jahr 1993 war. All diese langweiligen, ausgelutschten Militärshooter mit ihren Schlauchlevels und ständig geskripteten Sequenzen der letzten 15 Jahre müssen endlich umdenken und sich genau ansehen, was id Software hier geliefert hat.

Neben eurem Doppelsprung verfügt ihr nach kurzer Zeit auch über einen Dash, den ihr zweifach in jede Richtung ausführen könnt. Danach dauert es wenige Sekunden, bis sich dieser wieder auflädt.

DOOM Eternal – Eternal Kopfschmerzen

Hinzu kommt noch das hochziehen an Kanten, das wir bereits aus DOOM (2016) kennen und zwei Neuerungen, die für die enorm vertikalen Level und Kämpfe gesorgt haben. Ihr könnt an einigen Wänden hochklettern und euch von Stangen in die Lüfte schwingen.

Das sorgt gerade in der Hölle für einige Lacher, da das Springen über Lavapools und an sich drehenden Flammenstangen enorm an eine Stage aus Super Mario Bros. erinnert. Bowser lässt grüßen.

Durch die neuen Bewegungsmöglichkeiten sind die Level in jegliche Richtung verwinkelt und bieten viel Platz für versteckte Goodies. Schallplatten, Figuren, Cheatcode Disketten, Upgradepunkte und Kampf-Herausforderungen warten nur von euch gefunden zu werden.

Dank der übersichtlichen 3D Karte lässt sich die Umgebung gut absuchen, um mögliche Orte ausfindig zu machen, an denen sich Gegenstände befinden könnten.

Ihr solltet euch die Mühe machen, um nach Upgradepunkten zu suchen, beziehungsweise die Waffenherausforderungen zu meistern. Denn so spaßig das Gameplay und die Kämpfe auch sind, so nervig sind sie stellenweise in den ersten paar Stunden.

Euer Kampfanzug verfügt über sehr wenig Munitions, Rüstungs- und Energiekapazität, sodass euch alle zwei Minuten die Munition ausgehen kann, selbst wenn ihr wenig feindliches Feuer abbekommen solltet. Oft findet ihr hier und da zwar Munition, allerdings ist euere Hauptquelle schwache Dämonen, die nach einem gezielten Kettensägenangriff Munition ausspucken.

DOOM Eternal – Höllisch heiß

Wie im Vorgänger lassen sich eure Waffen bis zu einem bestimmten Punkt aufleveln und im Anschluss wird euch eine Aufgabe mit besagter Waffe gestellt, um diese zu meistern. Die Verbesserungen beziehen sich meist auf sekundäre Angriffsmöglichkeiten (aufgeladener Schuss, explosive Geschosse oder schneller verfügbare Spezialangriffe).

Zuhause ist es am schönsten

Der Doom Slayer hat nun auch eine große Raumstation. Diese dient nicht nur als großes HUB, aus dem er die unterschiedlichen Level betritt, sondern auch als Rückzugsort (inklusive unzähliger Eastereggs), um dort DOOM 1 und DOOM 2 zu spielen, seine Figurensammlung anzusehen, weitere Kostüme, Upgradepunkte & Waffen freizuschalten, Musik zu hören und die Cheatcodes zu aktivieren.

Die Entwickler haben sich besonders viel Mühe gegeben, euch einen Ort zu geben, an dem es etwas entspannter zugeht. Es ist jedoch unglaublich interessant, die Raumstation zu erforschen und sich in den weiten Fluren zu verlieren. An fast jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. Sei es eben ein Upgrade, eine Herausforderung oder ein Easteregg aus id Softwares langjähriger Geschichte.

Multiplayer etwas anders

Doom Eternal verfügt auch dieses Mal über einen Multiplayermodus. Allerdings erwartet euch mit dem Battlemodus nicht gerade der typische Deathmatch oder Capture the Flag Modus.

Im Battlemodus steuern zwei Spieler jeweils einen Dämonen, jeder mit besonderen Fähigkeiten, Gesundheitspool und Waffen. Diese müssen den von einem anderem Spieler gesteuerten Doom Slayer erledigen.

DOOM Eternal – Blutiges Schauspiel

Alle Spieler, die Dämonen kontrollieren, können Fallen legen und von der KI kontrollierte kleinere Dämonen beschwören. Diese KI-gesteuerten Dämonen agieren wie ihre Geschwister in der Kampagne und sollen den Slayer ablenken.

Befindet sich der Slayer in Sichtweite eines Dämons, wird dieser für die Dämonen umrandet und von Weitem sichtbar. Nur wenn die Sichtlinie unterbrochen wird, kann sich der Slayer unbemerkt bewegen. Der Slayer hat außerdem Zugang zu Portalen, die auf der Karte verteilt sind.

Der Spielablauf ist ein blutiges und äußerst dynamisches Katz-und-Maus-Spiel.

Grafik & Sound

DOOM Eternal ist ein absolutes Powerhouse an Optik. Die Level bieten einen enormen Detailreichtum und viele Einzelheiten kommen erst zur Geltung wenn ihr euch wirklich die Zeit nehmt diese zu betrachten. Große Eisentüren haben zahlreiche Verschnörkelungen und Insignien, die Texturen sind deutlich hochauflösender als in DOOM (2016) und die Partikel- und Feuereffekte haben ebenfalls eine große Schippe draufgelegt.

Man kann vor id nur den Hut ziehen, dass sie gegen „Ende“ der aktuellen Konsolengeneration nochmal soviel aus den Geräten rausholen können. Hinzu kommt eine butterweiche Framerate, die während unseres Durchspielens selbst in den hektischsten Momenten nicht ins stocken geriet.

Erfreuliches gibt es auch über den Soundtrack zu berichten. Zugegeben, ich war kein großer Fan von Mick Gordons Soundtrack des Erstlings. Vieles war mir zu viel Gitarrengeschradder und Dubstep, ohne wirkliche Melodie oder Ohrwurmqualität wie man sie von Klassikern wie E1M1 oder Into Sandy’s City gewohnt war.

DOOM Eternal – Pain Elementals sind weitaus weniger nervig als früher

Man kann erfreulicherweise verkünden, dass Mick Gordon in DOOM Eternal mehr Wert auf Melodien und Abwechslung gelegt hat als beim letzten Mal. Es sind zwar immer noch Gitarrenschraddertracks auf dem Soundtrack, allerdings bieten sie mehr Rhythmus.

Die Synchronisation ist im deutschen, typisch für Bethesda wirklich mau… lernt es doch bitte und lasst die Synchronisation einfach auf Englisch. Diese ist im Meilen besser und Samuel Hayden Stimme kann mir im Original gerne Gute-Nacht-Geschichten vorlesen.

  • Plattform: PlayStation 4, Xbox One, PC
  • Publisher: Bethesda Softworks
  • Entwickler: id Software
  • Genre: Ego-Shooter
  • Release: 20. März 2020
  • USK-Freigabe: 18
DOOM Eternal ist endlich da. DOOM hat 2016 viele Gamer positiv überrascht und geradezu umgehauen. Nachdem id Software die vergangenen Jahre abgesehen von RAGE nichts nennenswertes veröffentlicht hatte, stand die kultige Spieleschmiede aus Texas bei niemandem mehr hoch im Kurs. Nach DOOM’s Cliffhanger konnte niemand schnell genug den Nachfolger in den Händen halten. Endlich ist es soweit… Blutiges Ballet Nachdem wir uns durch die Hölle und den Mars gemetzgert haben, müssen wir nun die Erde und ihre Bewohner retten. Über 36 % der Bevölkerung wurde bereits ausgerottet und die einst futuristischen Städte sind überrannt von Dämonen und liegen in Schutt…

Was erwartet ihr nach diesem Test noch für ein Fazit? Nach Half Life 2 und Call of Duty Modern Warfare (2007) haben wir endlich wieder einen Meilenstein des Egoshooter Genres. Sämtliche Shooter müssen sich in Zukunft mit ids Meisterwerk messen. Soviel Abwechslung, geniales Leveldesign, Gameplayflow, Grafik- und Sounddesign sind im Einklang miteinander und bieten euch in der Kampagne rund 15 Stunden beste Unterhaltung. Vielleicht setzt sich DOOM Eternal gegen Fortnite und Konsorten durch und läutet ein neues Zeitalter für Shooter ein. Absolute Kaufpflicht.

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