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Doom

Ganze 12 Jahre hat es gedauert, bis uns id Software mit einem neuen Doom Titel beglückt hat. Das original Doom war seinerzeit auf mehr PCs installiert als „Windows 95“ und sorgte neben „Mortal Kombat“ für hitzige Diskussionen über Gewalt in Videospielen.

Mit dem neusten Teil, der simpel genug nur „Doom“ genannt wurde, kehrt der Ego-Shooter Opa zurück zu seinen Wurzeln und lässt den Survival-Horror-Aspekt von „Doom 3“ weit hinter sich. Doom steht nämlich nur für eines – kompromisslose Shooter-Action mitten in die Fresse.

Like a bat out of hell

Wer bist du? Doom-Guy, wer sonst?! Unser stummer, aber macho-männlicher Macho-Mann mit dem männlichsten Y-Chromosom das ihr je gesehen habt, findet sich auf einem Opferaltar wieder, bevor er sich befreien kann und dem ersten Dämonerst mal den Kopf verdreht.

Von nun an geht es nur noch um eine Sache für euch… Schickt die Dämonen zurück in die Hölle. Kein Bullshit, keine Videosequenzen und keine ausgedehnten Konversationen. Schnappt euch das enorme Arsenal an Waffen und ballert und sägt euch durch Haufen an Dämonen-Innereien.


Um den zahlreichen Wesen der Hölle Einhalt zu gebieten, habt ihr traditionsgemäß eine große Auswahl an Waffen zur Verfügung. Hier sind euch keine Limits gesetzt. Hier gibt es keine zwei Waffen-Regel. Doom-Guy hat seinen großen Rucksack eingepackt in dem ihr Schrotflinten, MG’s, Pistolen, Handgranaten, die allseits beliebte Kettensäge und einige futuristische Waffen neben der BFG findet.

Habt ihr den Gegnern genügend Schaden zugefügt, beginnen sie blau zu leuchten, steht ihr dann noch in Reichweite könnt ihr mit Druck auf den R3 Stick einen ziemlich blutigen Finnisher ausführen. Diese Technik wird im späteren Spielverlauf überlebenswichtig für euch.

Die Entwickler haben in den Leveln so einige Healthpacks und Munition verteilt, jedoch kommt es oft genug vor, dass ihr mitten im Kampf um Rüstung oder Energie bettelt. Der beste Weg um euch während den tödlichen Konfrontationen über Wasser zu halten sind also die Finishing-Moves.

Was allerdings nach kurzer Zeit bereits auffällt, ist die vorhersehbare Dynamik von „Doom“. Sobald ihr einen engen Korridor entlanglauft an dem sich etliche Items erstrecken oder ihr ein weitläufiges Feld entdeckt, auf dem sich Gegenstände verteilen, könnt ihr euch darauf einstellen, dass es zu einer großen
Konfrontation mit Dämonen aus der Hölle kommen wird.

So unterhaltsam die Kämpfe auch sind, so vorhersehbar sind sie auch. Dies nimmt dem Spiel etwas die Dynamik und den Spaß. Eine Aneinanderreihung von Laufe von A nach B ist bei Shootern zwar nicht ungewöhnlich, jedoch ärgerlich wenn es so vorhersehbar wird.

Doom: Genügend Waffen zur Auswahl

Keycards & Upgrades

Um durch die Level zu kommen, benötigt ihr sehr oft eine farbige Keycard. Ohne sie hilft euch selbst eure immense Feuerkraft nicht durch die Panzertüren. Also macht euch auf die Suche nach den Leichen der gefallenen Soldaten und Stationsmitarbeiterin, um die Karten einzusammeln.

Hin und wieder stolpert ihr dabei auch sicherlich über gefallene Soldaten, die Upgradechips an ihrer Rüstung haben. Diese könnt ihr verwenden, um eure Doom-Guy-Rüstung zu verbessern. Ihr könnt mehr einstecken, eure HP- und Rüstungsleiste verbessern, mehr Items finden oder unempfindlich gegenüber
explodierenden Fässern werden.

Benutzt ihr eure Waffen in verheerender Weise und erfüllt euch vorgegebene Tötungsmethoden, erhaltet ihr Upgradepunkte, die ihr in Verbesserungen eurer Waffen stecken könnt. Hierzu gehören schnelleres Nachladen, Zweitfunktionen für explosive Geschosse oder höhere Munitionskapazität. Ein weiterer interessanter Aspekt von „Doom“ ist – ihr müsst nicht nachladen. Ihr könnt ballern, bis die Waffe leer ist, ohne auch nur ein mal zu unterbrechen.

Multiplayer und SnapMaps

Damit sich Doom-Spieler auch ohne Mod-Tools austoben können, gibt es den SnapMap-Baukasten. Mit diesem könnt ihr eure eigenen Level basteln und diese mit Regeln, Waffen und Hindernissen versehen. Sollte euch dies über den Kopf wachsen, gibt es ein ausführliches Tutorial, dass euch in die Feinheiten des
SnapMap einführt.

Ist die Arbeit getan, könnt ihr das Level vor der Veröffentlichung natürlich selbst auf Herz und Nieren prüfen. Interessant ist auch das Plattform-übergreifende Teilen der erstellen Maps. Reaktionstests, Bossmarathons oder Sprungherausforderungen lassen sich Solo oder im Koop sowohl über die PS4
als auch auf dem PC oder der Xbox One erreichen.


Der Multiplayer ist straight forward wie der Singleplayer. Das „Original-Doom“ sorgte für enorme Produktivitätseinbussen auf der ganzen Welt, da vernetzte PCs in Büros für den Multiplayer missbraucht wurden. Im Jahr 2016 wird dies sich nicht mehr der Fall sein. Überraschungen bleiben hier aus. Standart Modi wir Death-Match und Vorherrschaft und auflevelbare Profile sind Aspekte, die ihr bereits aus der Call of Duty- oder Battlefield-Serie kennt.

Spaß machen die Modi dennoch und erhöhen eure Spielzeit nochmals.

Grafik & Sound

Das Team um John Carmack war immer dafür bekannt, eine Engine an den Tag zu legen, die meist um eine Generation besser aussah als die der Konkurrenz. Heute ist dies nicht mehr der Fall. „Doom“ sieht sehr gut aus, hat jedoch seine kleinen Probleme und setzt sich nicht von der Konkurrenz ab.

Meist sorgt das unansehnliche Nachladen von Texturen für ein Naserümpfen oder die ein oder andere verwaschene Textur. Ansonsten strotzt der Shooter-Opa mit 60 Bildern pro Sekunde, hervorragenden Partikeileffekten sowie Licht- und Schatteneffekten für herausragende Gruselstimmung in den Tiefen der Hölle.

Das Spiel ist auch vollkommen ungeschnitten und bietet euch sämtliche grausigen und blutigen Sequenzen, die man in der US-Version erhält.

Der Soundtrack tritt euch wie die Action mitten ins Gesicht. Die harten Metal-Klänge mischen sich mit bedrohlichem Brummen in den ruhigeren Sektionen des Spiels und bieten sowohl neue Tracks als auch altbekannte und gemixte Klassiker aus den alten Doom-Teilen.

Ebenfalls voller Energie stecken die Soundeffekte. Der brachiale Klang der Waffen und das markerschütternde Geschrei der Dämonen sorgt für Gänsehaut und es gibt nichts befriedigenderes, als das Knacken der Dämonenknochen durch eure Boxen, wenn Xoom-Guy zum Schlag ausholt.

Die wenigen Synchro-Abschnitte sind sowohl in Englisch als auch Deutsch gut synchronisiert.

  • Plattform: PlayStation 4, Xbox One, PC
  • Publisher: Bethesda Softworks
  • Entwickler: id Software
  • Genre: Ego-Shooter
  • Release: 13. Mai 2016
  • USK-Freigabe: 18
Ganze 12 Jahre hat es gedauert, bis uns id Software mit einem neuen Doom Titel beglückt hat. Das original Doom war seinerzeit auf mehr PCs installiert als „Windows 95“ und sorgte neben „Mortal Kombat“ für hitzige Diskussionen über Gewalt in Videospielen. Mit dem neusten Teil, der simpel genug nur „Doom“ genannt wurde, kehrt der Ego-Shooter Opa zurück zu seinen Wurzeln und lässt den Survival-Horror-Aspekt von „Doom 3“ weit hinter sich. Doom steht nämlich nur für eines - kompromisslose Shooter-Action mitten in die Fresse. Like a bat out of hell Wer bist du? Doom-Guy, wer sonst?! Unser stummer, aber macho-männlicher Macho-Mann…

„Doom“ hat die Erwartungen erfüllt. Es ist ein brutaler, actionreicher Ego-Shooter geworden, der im modernen Gewand daherkommt und dennoch seinen Wurzeln treu bleibt. Die wenigen Neuerungen sind sinnvoll umgesetzt und machen großen Spaß. Id Software hat sich viel Zeit gelassen und sogar den eigentlichen Doom 3 - Nachfolger eingestampft, bis sie mit „Doom“ um die Ecke gekommen sind. Nach einigen Videoimpressionen kann man sich dafür auch nur bedanken. Der etwas dünne Multiplayer Modus, der sich eher auf bereits etabliertes verlässt und die kurze Spielzeit des Singleplayers, sind die einzigen Makel, die wir an dieser Stelle zu vermerken haben. Shooter-Fans werden ihre hell(e) Freude haben.

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2 comments

2 Pings/Trackbacks for "Doom"
  1. […] werden die folgenden Zeilen zeigen. Hier gehen wir explizit auf die Switch-Version ein. Den Test zur PS4-Version findet ihr hier samt Beschreibung des […]

  2. […] hatte, stand die kultige Spieleschmiede aus Texas bei niemandem mehr hoch im Kurs. Nach DOOM’s Cliffhanger konnte niemand schnell genug den Nachfolger in den Händen halten. Endlich ist es […]

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