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Going Under

Going Under ist nicht das erste Videospiel, das sich kritisch mit dem System des Kapitalismus auseinandersetzt. Entwickler Aggro Crab setzt in diesem Fall auf satirischen Humor im Büroalltag, gepaart mit dem Leid, dass ein jeder Mensch im Praktikum durchlebt habt und verfrachtet dies in einen Dungeon Crawler.

Ich bin neu hier

Going Under spielt in Neo-Cascadia, wo die junge Jackie gerade ihr unbezahltes Marketing-Praktikum für die Getränkemarke Fizzle begonnen hat. Schon an ihrem ersten Tag wird sie vom Manager Marv unter Druck gesetzt, die dort aufgetauchten Monster in Schach zu halten und diese tief im Bürokomplex mit allen Mitteln zu besiegen. Was wir nicht wissen: Man kann das erste Dungeon gar nicht erfolgreich abschließen.

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So beginnt unsere erste Aufgabe gleich einmal mit einer Niederlage. Zurück im Büro wird die Praktikantin direkt zurechtgestutzt und im Anschluss den anderen Mitarbeitern vorgestellt. Dazu gehören Swomp, Kara, Fern, Tappi und der CEO von Fizzle, Ray. Für alle dürft ihr nun die Drecksarbeit erledigen und Monster bekämpfen. Interessant ist, wie schnell man Parallelen zum eigenen Büroalltag findet.

Falls ihr auch nur 1 Tag in einer größeren Firma bzw. in einem Büro verbracht habt, werden euch die Charaktere und ihr Verhalten unheimlich vertraut vorkommen. Gerade die große Lüge der stets glücklichen und fröhlichen Firmenkultur und dem ach so festen Zusammenhalt der Belegschaft wird herrlich auf die Schippe genommen.

Hinzu kommt noch, dass in Going Under die eifrigen Start Ups nicht einfach pleitegehen, sondern zur Strafe in die Unterwelt verbannt werden, um dort bis in alle Ewigkeit ihr Dasein als Monster zu fristen. Nun… und das sind jetzt eure Feinde, die sich euch in den Dungeons in den Weg stellen. Bitter…

Ab ins Dungeon

Die Dungeons werden per Zufallsgenerator erzeugt, sodass ihr nie die gleichen Orte durchforstet. Ihr stellt euch in vier Stockwerken gegen Anwerber der Gig-Economy, Krypto-Währung und Dating-App-Mitarbeiter. Am Ende jedes Dungeons wartet nicht der Endgegner auf euch, sondern der CEO der gescheiterten Firma, was den Kampf Wort wörtlich zum Boss-Fight macht.

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Für weitere Abwechslung sorgen auch optionale Missionen innerhalb der Dungeons, falls euch die eigentlichen Ziele nicht so sehr zusagen. Hier gibt es eine Vielzahl an abwechslungsreichen Missionen.

Euch stehen für die Fights allerlei Waffen zur Verfügung und das meinen wir auch so. Von der Axt, über die Keule, bis hin zu handelsüblichem Büromaterial und Topfpflanzen finden in eurem Inventar Platz. Die Kämpfe laufen relativ simpel ab – ihr haut solange auf die Knöpfe bis euer Gegenüber erledigt ist und weicht gelegentlich aus.

Für mehr Schaden könnt ihr auch auf den Buttons drauf bleiben, um eure Angriffe aufzuladen. Passt aber auf, da die Waffen nach einer bestimmten Zeit zerbrechen und ihr im unglücklichsten Fall ohne Verteidigung dasteht.

In den Dungeons könnt ihr auch Fertigkeiten einsammeln, die eure Lebenspunkte erhöhen, die Fähigkeit eine Zweihandwaffe zu führen oder Bomben beim Ausweichen werfen und viele mehr. Ihr verliert die Fertigkeiten allerdings jedes Mal, wenn ihr das Dungeon verlasst und fangt wieder bei Null an.

Sobald ihr ein Smartphone erhaltet, könnt ihr dies nutzen, um gefundene Apps einzusetzen. Diese dienen euch beispielsweise Waffen zu bestellen oder eine Attrappe von euch zu erstellen. Weitere Möglichkeiten erschließen sich euch nach und nach.

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Besiegt Feinde hinterlassen gelegentlich Geld oder Nahrungsmittel. Nahrungsmittel lassen sich zum Auffüllen eurer Lebensanzeige einsetzen und Geld kann in Shops für eine Vielzahl von Sachen eingesetzt werden. Shops müssen in Dungeons zuerst gefunden werden, dann könnt ihr dort weitere Nahrungsmittel, Waffen, zusätzliche Herzcontainer oder neue Fertigkeiten erstehen, sofern ihr genügend Geld parat habt.

Parallel zum eigentlichen Geld, könnt ihr auch Cubits verdienen. Diese sind eine separate Währung, mit der ihr in der Oberwelt aka das Büro Fertigkeiten kaufen könnt.

Grafik & Sound

Going Under ist bunt und grell, das wird euch beim Starten des Spiels als aller erstes auffallen. Der Artstyle ist ebenso bunt und verspielt wie die Farbpalette des Spiels. Es ist interessant wie stark die Optik vom beißenden Humor und der Message des Spiels abweicht.

Die Präsentation ist sonst sauber und übersichtlich und uns ist während dem Spielen kein störender Faktor aufgefallen.

Going Under

Dasselbe gilt auch für den Soundtrack des Spiels. Dieser untermalt das bunte Geschehen, sticht jedoch nicht mit Ohrwürmern heraus die euch noch nach dem Spiel begleiten.

  • Plattform: Nintendo Switch, PlayStation 4, Xbox One, Steam
  • Publisher: Team 17
  • Entwickler: Aggro Crab
  • Genre: Dungeon Crawler
  • Spieleranzahl: 1
  • USK: 16
  • Release: 24. September 2020
Going Under ist nicht das erste Videospiel, das sich kritisch mit dem System des Kapitalismus auseinandersetzt. Entwickler Aggro Crab setzt in diesem Fall auf satirischen Humor im Büroalltag, gepaart mit dem Leid, dass ein jeder Mensch im Praktikum durchlebt habt und verfrachtet dies in einen Dungeon Crawler. Ich bin neu hier Going Under spielt in Neo-Cascadia, wo die junge Jackie gerade ihr unbezahltes Marketing-Praktikum für die Getränkemarke Fizzle begonnen hat. Schon an ihrem ersten Tag wird sie vom Manager Marv unter Druck gesetzt, die dort aufgetauchten Monster in Schach zu halten und diese tief im Bürokomplex mit allen Mitteln zu…

Going Under ist als Debüttitel des jungen Studios Aggro Crab sehr gut gelungen. Der Dungeon-Crawler erfindet das Rad definitiv nicht neu und wird nach längerem Spielen doch sehr monoton, jedoch kann euch der Humor bei der Stange halten, gesetzt dem Fall, dass ihr auf diese Art von Humor steht. Wenn Dungeon-Crawler nicht eure Sache sind, werdet ihr auch mit Going Under nicht glücklich.

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