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SuperMash

Randomizer liegen im Trend. Falla ihr nicht wisst, was damit gemeint ist: Randomizer schnappen sich ein beliebtes Spiel, das durch diverse Parameter verändert wird. Nehmen wir mal Dark Souls als Beispiel. Eine Modifikation besteht darin, dass alle Gegner zufällig platziert werden, was dann auch bedeutet, dass ihr es mit völlig anderen Bossgegnern zu tun bekommt. Auf dem PC sind diese Spielereien vor allem in der Speedrunner-Szene beliebt. Warum ich das alles erwähne? Weil SuperMash in eine ähnliche Richtung schlägt. Damit Willkommen zum Test der Switch-Version, das auch noch für die PS4 und Xbox One erschienen ist.

Glückstreffer

SuperMash erzählt die Story der Geschwister Tomo und Julie. Beide führen einen Videospielladen, der jedoch in Schwierigkeiten steckt. Eines Tages machen sie bei einem Garagenflohmarkt eine sensationelle Entdeckung. Sie finden eine unbekannte Konsole, die Cartridges verwendet, ohne zu dem Zetpunkt zu wissen, welchen Schatz sie dort entdeckt haben. Wenig später wollen sie die Funktion überprüfen und merken dann, dass zum Betrieb 2 Kassetten auf einmal eingesteckt werden, sodass die Genres beider Spieler vermischt werden zu einem „SuperMash“.

Hier seht ihr den Auswahlbildschirm der Mashes in SuperMash. Das Spiel ist komplett auf deutsch, anders als man sich anhand des Screenshots vielleicht denkt.

Ihr habt dabei die Wahl aus 6 verschiedenen Genres (Platformer, Shoot’em Up, Metroidvania, Stealth, Rollenspiel und Action Adventure) und einmal ausgewählt, bekommt ihr ein zufällig generiertes Spiel vorgesetzt. Also durchaus vergleichbar mit den zuvor erwähnten Randomizer, obwohl die hier erstellten Spiele jedes Mal völlig neue Erlebnisse sein sollen (was jedoch nicht so wirklich stimmt).

Ihr spielt Tomo als Figur, mit dem ihr durch den Laden gehen könnt, um dort verschiedene „Anlaufpunkte“ auszuwählen, darunter auch die Konsole, um einen Mash zu erstellen. Eure Aufgaben bestehen darin, dass ihr verschiedene Mashes erfolgreich bestreitet. Sie unterscheiden sich grundlegend in der Länge und im Schwierigkeitsgrad. Im Spiel selbst werden euch dann einfache Vorgaben gegeben wie sammele so und so viel Geld, besiege nur ein bestimmtes Monster, finde eine Person und alles in einer Zeitvorgabe, sodass ein Mash nie länger als 10 Minuten dauert. In der Regel sind sie aber deutlich kürzer.

Hier seht ihr den Videospielladen von Tomo und Juli aus SuperMash

Vor Spielstart wird jedes Mal der Informationsbildschirm eingeblendet, dass wegen des Zufallsfaktors die Mashes „gut, merkwürdig, unausgewogen, unglaublich schwer oder super leicht“ sein können. Ich würde noch hinzufügen, dass sie vielfach einfach nur super langweilig sind und damit sind wir direkt in der Kritik.

Damit ich nicht falsch verstanden werde: Ich finde das Grundkonzept des Spieles, das Mischen von Genres wirklich großartig und es steckt viel Potential darin. Nur an der Umsetzung scheitert es. Obwohl 6 verschiedene Genres vorhanden sind und ihr sie frei mischen könnt, habt ihr euch schnell satt gesehen, was euch das Spiel dann vorsetzt und das Gefühl bekommt, das gleiche Spiel erneut zu spielen, nur mit einer anderen Farbpalette. Zudem kommt es durch den Zufallsfaktor auch häufig vor, dass ein Mash vollkommen unausgegoren ist, dass die Zielvorgabe nicht zu schaffen ist. Zum Beispiel sollte in einem 2D-Jump and Run 10 Gegner ausgeschaltet werden, wozu es jedoch nicht kam, da diese von alleine – und bevor man sie erreichen konnte – von alleine in die Abgründe gelaufen sind.

Genauso schlumm ist es dann auch, wenn ein Mash ein ewig währender Slowdown ist, wie geschehen bei einer Shoot’em Up Variante, bei der ich 100 Gegner abschießen musste, aber das die reinste Qual war. Kurzum: Kein Genre hat mir wirklich Spaß gemacht, es war nie ein Spiel dabei, bei dem ich dachte „Hey, das jetzt richtig gut, das würde ich gerne weiterspielen“.

Das kommt ja noch dazu, dass Mashes zeitlich begrenzt sind und kein Spiel durchgespielt werden kann. Auch das Einsammeln und das verdienen von Modifikationen (Dev-Karten), in denen ihr Feinde, Spieler, Mechaniken und Umgebungen verändern könnt, tragen zur keiner Milderung der erwähnten Kritik bei.

Dieses Grafikset aus SuperMash ist eindeutig inspiriert wurden von The Legend of Zelda: A Link to the Past

Grafisch geht das 16-Bit Gewand in Ordnung, aber auch hier habt ihr euch schnell satt gesehen oder kennt zum Beispiel den Aufbau eines Dungeons (Top Down-Perspektive wie bei einem 2D-Zelda) auswendig, da es immer wieder verwendet wird und sich nur Farben, Objekte und Gegner verändern.

  • Plattform: Nintendo Switch
  • Publisher: Digital Continue
  • Entwickler: Digital Continue
  • Genre: Shooter, Arcade, Action, Platformer, RPG
  • Spieleranzahl: 1
  • Preis: 18,99 Euro
  • Release: 8. Mai 2020
Randomizer liegen im Trend. Falla ihr nicht wisst, was damit gemeint ist: Randomizer schnappen sich ein beliebtes Spiel, das durch diverse Parameter verändert wird. Nehmen wir mal Dark Souls als Beispiel. Eine Modifikation besteht darin, dass alle Gegner zufällig platziert werden, was dann auch bedeutet, dass ihr es mit völlig anderen Bossgegnern zu tun bekommt. Auf dem PC sind diese Spielereien vor allem in der Speedrunner-Szene beliebt. Warum ich das alles erwähne? Weil SuperMash in eine ähnliche Richtung schlägt. Damit Willkommen zum Test der Switch-Version, das auch noch für die PS4 und Xbox One erschienen ist. Glückstreffer SuperMash erzählt die…

Solange Entwickler Digital Continue es nicht schafft, den Genres mehr Fleisch auf den Rippen zu geben, kann ich SuperMash trotz interessanten Ansatzes nicht empfehlen, erst Recht nicht für den Preis von 18,99. Da wird es wohl auch nichts bringen, wenn wie bereits angekündigt, weitere Genres als DLC nachgereicht werden, solange es dann auf das Gleiche hinausläuft.

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