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House of Golf

Nach JCB Pioneer: Mars haben wir es bei House of Golf bereits mit dem zweiten Nintendo Switch Titel des Entwicklers Atomicon aus Liverpool (England) zu tun. Dieses Mal handelt es sich um einen eher kleinen Titel. Zum einen erkundet ihr keine riesige Spielwelt auf einem fremden Planeten und zum anderen wird Minigolf gespielt. Und dass nicht wie sonst draußen im Freien auf einem Platz, sondern in verschiedenen Räumen eines Hauses. Damit seid ihr beim Test von House of Golf herzlich Willkommen.

Überschaubarer Inhalt

Die Menüführung des Spieles fällt überaus schlicht aus und ihr gelangt über wenige Knopfdrücke ins Spiel. Als Spielmodi stehen euch die Meisterschaft und das Einzelloch zur Verfügung. Ansonsten könnt ihr noch die Sprache wechseln und euch die Steuerung anzeigen, die überaus simpel ausfällt. So justiert ihr mit dem linken Analogstick die Schlagrichtung und mit dem A-Knopf bestimmt ihr die Schlagstärke. So zeigt ein senkrechter Balken an, wie stark aufgeladen euer Schlag ist, je nachdem wie lange ihr den Knopf drückt. Eine altbekannte Mechanik bei Golfspielen. Zusätzlich lässt sich noch die Kamera nach unten und oben schwenken sowie rein- und rauszoomen über L und R.

Lädt der Teddy in House of Golf zum Knuddeln oder eher zum Fürchten ein?

Dazu legt ihr im Hauptmenü auch die Anzahl der Spieler fest (1-6). House of Golf bietet euch einen lokalen Mehrspielermodus mit dem sich beide Spielmodi spielen lassen. Einen Onlinemehrspieler Modus gibt es jedoch nicht. Habt ihr eine Meisterschaft/Einzelloch ausgewählt, geht es darum festzulegen, in welchem Zimmer die Bahnen aufgebaut sind (Garage, Lounge, Küche, Kinderzimmer und Dachboden) und wie hoch der Schwierigkeitsgrad sein soll (leicht, mittel, schwer), sodass House of Golf insgesamt 135 Kurse zu bieten hat.

Grafisch macht der Titel einen annehmbaren Eindruck, ohne sich in irgendeiner Weise ein Bein rauszureißen. Die verschiedenen Zimmer sind mit typischen Merkmalen ausgestattet (inklusive einem eher creepigen Teddybären im Kinderzimmer), wirken aber allesamt sehr statisch und leblos. Wie eine Modellwelt und nicht wie ein Haus, in dem Menschen leben.

Wer kennt ihn nicht den Game Toy?!

Gespielt wird nach den Golfregeln, inklusive was die Bezeichnungen anbelangt. Von einem Bogey oder Birdie habt ihr bestimmt schon einmal gehört. Birdie bedeutet, dass ihr einen Schlag weniger gebraucht habt, als die Bahn zum Erfüllen angegeben hat.

Nur hier ist so, dass Birdie mit Vögelchen übersetzt wurde. Die deutsche („Google“)-Übersetzung ist also ein ziemlicher Graus. Ein weiteres Beispiel: So wird aus „Try it harder“ (Streng dich mehr an) ein „Versuch es härter“. Traurig.

Falls eurer Ball sich in Ecke manövriert, aus der man nur sehr mühselig wieder herausgelangt, könnt ihr den Ball auch wieder zurücksetzen. Die im Hintergrund abgespielte Musik nehmt ihr kaum wahr, was noch das Beste ist, was man über sie sagen kann.

Mehr negativ ins Gewicht fällt die fehlende Möglichkeit, die Kamera frei durch die Welt zu bewegen, um sich über den gesamten Verlauf eines Kurses eine Übersicht zu verschaffen. Das Rauszoomen beim Start bringt euch nichts, da die Kurse zum Teil längere Strecken bis zum Ziel haben. Das führt zum Problem, dass ihr manchmal nicht abschätzen könnt, wie weit ihr nun schlagen sollt oder wohin die Reise eures Balles gehen wird. Try and Error also, was absolut nicht sein muss.

Hier ein passendes Beispiel dafür, dass ihr nicht sehen könnt, wie der weitere Streckenverlauf in House of Golf ist.

House of Golf ist so ein Spiel, was sich durchweg gleichförmig spielt dadurch, dass ihr nur den Ball nach vorne schlagt, samt Richtungsänderungen. Keine Gameplaykniffe, so gut wie keine Überraschungen/Interaktionen in den Kursen und gefühlt auch nichts, was euch motiviert. Es gibt neue Bälle zum Freispielen, die verschiedene Designs haben (inklusive Tiergesichter). Das ist alles. Hier scheint dann auch ein Bug zu existieren, dass sich bereits freigespielte Bälle sich nicht auswählen lassen.

  • Plattform: Nintendo Switch
  • Publisher: Atomicon
  • Entwickler: Atomicon
  • Genre: (Fun-)Sport
  • Release: 08. November 2019
  • Spieleranzahl: 1 – 6 lokaler Mehrspielermodus
  • USK-Freigabe: 0
Nach JCB Pioneer: Mars haben wir es bei House of Golf bereits mit dem zweiten Nintendo Switch Titel des Entwicklers Atomicon aus Liverpool (England) zu tun. Dieses Mal handelt es sich um einen eher kleinen Titel. Zum einen erkundet ihr keine riesige Spielwelt auf einem fremden Planeten und zum anderen wird Minigolf gespielt. Und dass nicht wie sonst draußen im Freien auf einem Platz, sondern in verschiedenen Räumen eines Hauses. Damit seid ihr beim Test von House of Golf herzlich Willkommen. Überschaubarer Inhalt Die Menüführung des Spieles fällt überaus schlicht aus und ihr gelangt über wenige Knopfdrücke ins Spiel. Als…

House of Golf war für mich vor allem eine House of Gähn Spielerfahrung, die trotz des gebotenen Inhalts (135 Kurse sind per se nicht wenig) für den Startpreis von 9,99 Euro zu viel sind. Da das Spiel aber schnell in einem Sale landen wird, kann ich es dann vielleicht bedingt empfehlen, sofern ihr Lust habt, eine ruhige Kugel zu schieben, oder auch Freunde bei euch habt. Denn während des Spielens lässt es sich prima unterhalten, während das Spielgeschehen vor sich her dümpelt, denn Skill braucht man bei House of Golf so gut wie überhaupt nicht.

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