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Odin Sphere Leifthrasir

Odin Sphere Leifthrasir ist eine HD-Frischzellenkur eines im Jahr 2007 erschienenen PlayStation 2 Klassikers. Knappe zehn Jahre später könnt ihr das Spiel nun auf der PlayStation 4 und PlayStation Vita erneut erleben und genießen.

Nordische Mythologie trifft auf japanische Spieleschmiede

Wie so oft greifen die japanischen Entwickler auf die deutsche/nordische Mythologie zurück und entführen den Spieler ins Königreich Ragnival. Der dortige Dämonenkönig Odin befindet sich mit den Feen im Krieg. Der Krieg fordert unzählige Opfer, zu dem auch seine älteste Tochter, die Walküre Griselda, gehört.

Nun ist die Chance seiner jüngsten Tochter Gwendolyn gekommen. Diese sehnt sich nach nichts mehr als die Liebe und Anerkennung ihres Vaters.

Odin Sphere Leifthrasir

Odin Sphere Leifthrasir

So übernimmt sie den magischen Psypher Speer ihrer gefallenen Schwester und zieht für ihr Reich und ihren Vater in die Schlacht. Sie ist jedoch nicht der einzige Charakter, den ihr in der komplexen Geschichte von „Odin Sphere Leifthrasir“ übernehmt. Vier weitere Figuren warten darauf, von euch übernommen zu werden: Darunter den Prinzen Cornelius, die Feenprinzessin Mercedes, den Dunkelritters Oswald und die valentinischen Königstochter Velvet. Jeder Erzählungsstrang fügt sich dabei nahtlos in die Geschichte ein und ergibt ein großes Konstrukt, das einem Theaterstück gleicht. Man erlebt also keine Szenen zwei Mal, sondern jede Geschichte bringt neue Ansätze und Blickwinkel zum gesamten Konstrukt.

Besonders süß ist die Präsentation der Geschichte und der Beginn einer jeden Spielesession. In Gestalt eines kleinen Mädchens namens Alice müsst ihr das Buch der Geschichte in die Hand nehmen und zusammen mit eurem schwarzen Kater Socrates Platz auf einem bequemen Sessel nehmen. Unnötig ja, zuckersüß aber auch.

Mit Schwert und Speer

„Odin Sphere Leifthrasir“ ist wie andere Vanillaware Titel ein Hack ann Slash mit RPG-Elementen. Ihr bewegt euch in einer zwei dimensionalen Welt umher und kämpft, entdeckt und levelt euch in durch einzelne Kartenabschnitte. Regelmäßig tauchen kleinere Gegner auf, die ihr besiegen solltet, um weiter aufzusteigen. Dann und wann stellt sich euch noch ein Mini-Boss in den Weg, bis es schließlich am Ende jeder Stage zu einem großen Boss-Fight kommt.

Das Kampfsystem ist hier recht einfach gehalten. Mit dem Vierecksbutton prügelt ihr euch durch die Widersacher. Mit X wird gesprungen und mit R2 eine Ausweichrolle vollführt. Im Menü könnt ihr euch Heiltränke zusammenmischen oder Angriffspotions erstellen. Diese können durch Hinzugabe von Früchten oder anderen Zutaten nochmals verbessert werden und dadurch eine höhere Wirkung erzielen.

Ansonsten könnt ihr eure Hauptwaffe durch die Ausgabe erhaltener Erfahrungspunkte aufleveln. Dies sorgt auch für neue Spezialfähigkeiten, die ebenfalls im Laufe der Zeit weiter verstärkt werden können. Nach einigen Spielstunden fällt auch deutlich auf, dass die Entwickler das Kampfsystem überarbeitet haben und es sich nun mehr wie aktuellere Vanillaware Titel wie „Muramasa The Demonblade“ und „Dragons Crown“ anfühlen.

Wer kämpft, sollte auch belohnt werden. Viele Gegner und vor allem die Bossgegner hinterlassen Schatztruhen, in denen sich nützliche Gegenstände finden lassen. Tränke, Artefakte, Lebensmittel, Geld und Schriftrollen könnt ihr auf eurer Reise stets gut gebrauchen.Das Spiel ist wie bereits erwähnt in einzelne Abschnitte unterteilt, die über eine Oberweltkarte nach und nach ausgewählt werden können.

Die Level sind dabei ebenso abwechslungsreich designed wie die Gegner, die sie beheimaten. Verschneite Berggipfel, lebendige Landschaften und Wälder, imposante Burgen und hitzige Vulkanebenen sorgen für reichlich Abwechslung in der Welt von „Odin Sphere“.

Vieles neu macht Leifthrasir

Während die Handlung unangetastet blieb, wurde das Gameplay von Odin Sphere für Odin Sphere: Leifthrasir komplett überarbeitet und spielerisch an die neueren Titel Muramasa und Dragon’s Crown angeglichen. Vanillaware haben es sich nicht nehmen lassen, dem Spiel mehr zu verpassen als ein einfaches HD-Upgrade. Wir haben an dieser Stelle die Anpassungen und Verbesserungen für euch zusammengefasst:

– Einführung von Trophäen für die PlayStation 4 und PlayStation Vita Version
– Crosssave zwischen den beiden Versionen
– überarbeitete Grafik in 1080p HD Auflösung
– neuer Boss Rush – Modus
– vollständig überholtes Alchemiesystem
– Kämpfe wurden angepasst und sind nun wesentlich dynamischer
– Levelstrukturen wurden überarbeitet
– Schnellreiseziele innerhalb der Gebiete
– Ein wandernder Koch wurde eingeführt, der mit Hilfe von Rezepten Gerichte erstellt die euch enorme Erfahrungspunkteboosts geben
– neue Zwischenbosse
– Neuer Extra New Game – Modus
– es gibt insgesamt 28 neue Musikstücke, die stellenweise jedoch reine Arrangements sind
– die Menüsteuerung wurde angepasst und verwendet unter anderem das Touchpad
– Classic Modus für die Spieler, die die original PlayStation 2-Version bevorzugen

Die Kämpfe gehen inzwischen deutlich schneller von der Hand, was aber auch zu einem vereinfachten Schwierigkeitsgrad führt. Selbst auf Schwer sind die Gegner nun kein allzu großes Problem mehr. Mit Heilitems noch viel weniger.

Die Spiellänge liegt bei jedem Charakter zwischen 5-6 Stunden. Zusammengerechnet kommt ihr also bei einem normalen Lauf auf gut 25 – 30 Stunden. Natürlich gibt es in den Gebieten noch so Einiges zu entdecken und die Spielfiguren lassen sich auch noch leveln. So kann die Spieldauer nochmals um einige Stunden anwachsen.

Grafik & Sound

Optisch ist „Odin Sphere Leifthrasir“ eine Augenweide. Der Artstyle kann einfach nicht altern und sieht in HD-Auflösung nochmals kräftiger und detailreicher aus. Die Charaktere sind hervorragend animiert und wirken wie ein Kunstwerk in Bewegung. Der Clash zwischen nordischer Mythologie und asiatischem Zeichenstil ist enorm gelungen und suchen ihres Gleichen.

Während die Optik das Auge umschmeichelt, erfüllt der Soundtrack dies für das Ohr. Die stimmungsvollen Kompositionen, an denen unter anderem Final Fantasy Komponist Hitoshi Sakimoto arbeitete, gehören zu den besten Stücken, die seit Jahren zu einem Videospiel geschrieben wurden. Die Stimmungspalette der Lieder verleihen dem Spiel die nötigen Akzente in traurigen oder aufregenden Momenten.

  • Plattform: PlayStation 4, PlayStation 3, PlayStation Vita
  • Publisher: Flashpoint GmbH
  • Entwickler: VanillaWare
  • Genre: Action RPG
  • Release: 24. Juni 2016
  • USK-Freigabe: 6
Odin Sphere Leifthrasir ist eine HD-Frischzellenkur eines im Jahr 2007 erschienenen PlayStation 2 Klassikers. Knappe zehn Jahre später könnt ihr das Spiel nun auf der PlayStation 4 und PlayStation Vita erneut erleben und genießen. Nordische Mythologie trifft auf japanische Spieleschmiede Wie so oft greifen die japanischen Entwickler auf die deutsche/nordische Mythologie zurück und entführen den Spieler ins Königreich Ragnival. Der dortige Dämonenkönig Odin befindet sich mit den Feen im Krieg. Der Krieg fordert unzählige Opfer, zu dem auch seine älteste Tochter, die Walküre Griselda, gehört. Nun ist die Chance seiner jüngsten Tochter Gwendolyn gekommen. Diese sehnt sich nach nichts mehr…

„Odin Sphere Leifthrasir“ ist eine herausragende Frischzellenkur des beliebten PlayStation 2-Klassikers geworden und sollte bei jedem Rollenspiel-Fan im Regal stehen. Das actionreiche und leicht von der Hand gehende Kampfsystem motiviert euch auch nach dem zigten Kampf dazu, weiter in die Schlacht zu ziehen. Die PlayStation 4-Version ist in einer aufwendigen und schön gestalteten Box herausgekommen. Es beinhaltet einen Steel-Schuber, Artbook, Litographie, T-Shirt und das Spiel natürlich. Vanillaware Fans sollten sowieso zuschlagen.

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2 comments

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  1. […] Of Rice and Ruin erinnert im ersten Moment an Titel aus der Schmiede von VanillaWare (Odin Sphere Leifthrasir oder Dragons Crown kommen dabei in den Kopf. Allerdings stammt das Spiel von einem deutlich […]

  2. […] weiß Fallen Legion Revenants zu überzeugen. Die 2-D Gestaltung, die an Spiele wie Odins Sphere mit dem Hauch Castlevania-Gothic erinnert, sorgt dafür, dass das Spiel aus dem Einheitsbrei […]

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