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Dark Void

Ein weiterer Klassiker aus Capcoms Spielerepertoire wird wiederbelebt. Und auch dieses Mal entsteht der Klassiker nicht direkt bei Capcom sondern bei einem westlichen Studio. Nachdem Grin (verantwortlich für Bionic Commando) als Insolvenzfall vom Markt verschwunden ist übernahmen bei Dark Void die Airtight Studios die Arbeiten.

Diese dürften sich mit Luftkämpfen auskennen, zeichnen diese sich doch mit der Entwicklung von Crimson Skies aus.
Große Töne wurden gespuckt. Man wolle dabei das Genre der Shooter aus der Beobachterperspektive in eine völlig neue Dimension hieven.
Mit Kämpfen hoch oben in der Luft und wilden Jetpack Tricks soll sich Dark Void von der Masse abheben.
Und selbst auf dem Boden soll das neue vertikale Kampfsystem eine noch nie dagewesene Form der 3rd Person Schießgefechte ermöglichen.

Hey es ist Nathan Drake.. oder nicht?

In Dark Void dreht sich alles um den Piloten Will (eine der 1000 Spielfiguren die inzwischen von Nolan North synchronisiert werden den wir alle als Nathan Drake oder Salem aus Army of Two kennen dürften) der bei einem Routineflug (über das Bermudadreieck) mitsamt seiner Begleiterin und Langzeitfreundin Ava auf mysteriöse Art und Weise in eine andere Dimension gerät die von einer Alienrasse den “Beobachter” regiert wird.
In der Dimension angekommen stoßt ihr schließlich auf andere Menschen die es genauso wie euch in diese Welt verschlagen hat.
Schnell wird klar es wird Zeit den Aliens den Gar auszumachen. Diese haben stereotypisch nichts gutes im Sinn und wollen den Menschen ans Leder und die Welt erobern.
Dabei hilft Drake … ich meine Will ein Jetpack das er in der fremden Welt entdeckt und lernt zu bedienen.

You shoot me and I shoot you!

Die Story von Dark Void ist schnell erzählt und wird in den Zwischensequenzen eher unspektakulär präsentiert. Die Beobachter sind hinter der Herrschaft der Welt her und Will ist der Auserwählte. Wir möchten nicht weiter ins Detail gehen da keine vorhanden sind. Ansonsten ist weder die Geschichte noch die Missionsvielfalt wirklich einfallsreich.
Die Beobachter schießen auf euch und Ihr auf Sie, dass sollte als Erklärung ausreichen.Die Beziehung zwischen Will und Ava wird hin und wieder durch kleine Flashbacks erläutert, aber selbst diese sind nichts sagen und bereichern die eigentliche Geschichte nicht wirklich.
Will ist eben der nette nicht auf den Mund gefallene Held und auch wenn er von Nolan North synchronisiert wird nicht halb so sympatisch wie Nathan Drake.

Auf, auf und davon

Nach einiger Zeit im Dschungel ergattert ihr endlich das Jetpack.
Nun kann die Action endlich richtig los gehen. In der Luft, auf dem Boden und an Felsvorsprüngen. Letztere könnt ihr mit Druck auf den X Knopf erklimmen. Dabei wechselt die Kamera direkt hinter euch was dem Spiel einen seiner wenigen tollen Momente beschert. Welches Spiel kann sonst von sich behaupten das der Hauptcharakter verkehrt herum an einem Vorsprüung hängt und die Gegner über sich aufs Korn nimmt.
Im freien Fall oder im Sinkflug, könnt ihr die Gegner ins Fadenkreuz nehmen.
Da es hoch oben in der Luft keine Deckung vorhanden ist seid ihr meist leichte Beute für die Feinde. Nichts desto Trotz machen die Jetpack Abschnitte kurzweilig enormen Spaß.

Allerdings folgt sehr schnell die Ernüchterung den bereits nach wenigen Minuten wirkt das Spiel unfertig und lieblos.
Im Dschungel begrüßen euch neben den Aliens auch matschige Steintexturen und ein langweiliges Leveldesign.
Hin und wieder blitzen ein paar hübsche Effekte durch die Alienwaffen auf aber das wars dann schon mit dem Zucker für die Augen.
Auch die Framerate kommt häufig ins straucheln sobald mehr als 3 Gegner im Bild sind. Auch das gelegentlich Tearing während den hektischen kämpfen zerrt sehr an der Übersicht.

Über den Wolken…

Dark Void ist in zwei wesentliche Gameplaybestandteile aufgeteilt.Entweder bekämpft ihr Gegner in luftiger Höhe oder zu Boden.
Am Boden steuert Ihr Will mit den Analogstick und springt mir demA Knopf. Kommen euch die Aliens zu nahe könnt ihr die mit einem Druck auf den B Knopf mit einer Nahkampfattacke ausschalten. Diese schaltet die meisten Gegner mit nur einem Schlag aus was eure Schußwaffe oft überflüssig macht da diese etliche Schüße braucht um eure Gegner in die Knie zu zwingen. Mit dem X Knopf geht ihr in Deckung und könnt mit der Schultertaste blind feuern. Nachgeladen wird mit RB. Spaßiger wird es in der Luft.

Mit dem Jetpack geht es in die Luft und im Sturzflug können die Gegner ins Visir genommen werden. Leider ist die Steuerung in der Luft sehr ungenau und hakelig das es leider sehr oft vorkommt das ihr gegensteuern müsst da euer Charakter nicht in die gewünschte Richtung fliegt. Verschenktes Potential.

Meistens wird in einem eingeschränkten und kleinen Gebiet im Kreis geflogen und Welle um Welle von Gegnern vom Himmel geholt.
Dabei könnt ihr auch entscheiden ob ihr die herum fliegenden Ufos entweder kapert oder abschießt.

Das Kapern wurde mit einem Minispiel gelöst in dem die richtige Tastencombination gedrückt werden muss. Dieses läuft immer gleich ab und einen wirklichen Vorteil außer ein paar Achievements bieten euch die Ufos auch nicht. So ballert ihr diese lieber gleich vom Himmel anstatt Zeit mit dem Kapern zu verschwenden.

Sammler können in den Levels nach Tagebucheinträgen suchen um ein bißchen mehr über die Hintergrundstory zu erfahren.
Waffenfans können mit Techpunkten die in den Levels versteckt sind oder von toten Gegnern hinterlassen werden die zahlreichen Waffen aufleveln. Die futuristischen Waffen haben alle verschiedene Eigenschaften und sind meist menschliche Waffen wie Raketenwerfer oder Snipergewehren in Alienform.

Mit Schallgeschwindigkeit durch die Luft .. und voll gegen die Mauer

Kommen wir nun zu technischen Seite von Dark Void. Die bereits hakelige und ungenau Steuerung haben wir ja bereits erwähnt.
Leider ist Dark Void dank Rucklern, Tearing und Soundaussetzern auch in diesem Bereich nicht das Gelbe vom Ei.
Zu Beginn des Spiels sind die gelegentlichen Pop Ups, Ruckler und Slowdowns noch zu verschmerzen, werden viele Spiele doch gegen Ende grafisch immer besser. Dark Void leider nicht.

Unschöne Bugs wie verschwindende Raumschiffe (während ihr darin sitzt und kämpft) im Boden versinkende Gegner. Widersacher die in Deckung ununterbrochen gegen die Wand ballern anstatt auf euch und “stumme” Waffen verbieten dem Titel jegliche gute Bewertung.

Oft wirkt das Spiel wie eine unfertige Demoversion.
Grafisch ist Dark Void mittelmass. Matschige Texturen und Spielfiguren die wie Wachsstatuen aussehen, Haare und Waffen die in den Figuren versinken runden das desaströse Gesamtbild nochmals gekonnt ab und hinterlassen einen müden und verärgerten Redakteur.

  • Plattform: Playstation 3, XBOX 360, PC
  • Publisher: Capcom
  • Entwickler: Airtight Studios
  • Genre: Action
  • Release: 22. Januar 2010
  • USK-Freigabe: 16
Ein weiterer Klassiker aus Capcoms Spielerepertoire wird wiederbelebt. Und auch dieses Mal entsteht der Klassiker nicht direkt bei Capcom sondern bei einem westlichen Studio. Nachdem Grin (verantwortlich für Bionic Commando) als Insolvenzfall vom Markt verschwunden ist übernahmen bei Dark Void die Airtight Studios die Arbeiten. Diese dürften sich mit Luftkämpfen auskennen, zeichnen diese sich doch mit der Entwicklung von Crimson Skies aus. Große Töne wurden gespuckt. Man wolle dabei das Genre der Shooter aus der Beobachterperspektive in eine völlig neue Dimension hieven. Mit Kämpfen hoch oben in der Luft und wilden Jetpack Tricks soll sich Dark Void von der Masse…

Dark Void ist ein Titel der wie auch Bionic Commando sehr viel Potenzial hat, dieses jedoch gekonnt ignoriert und sämtlichen Spielspaß in die Tonne tritt. Hat mich der Titel doch seit der GC 2008 wirklich beeindruckt. Man stelle sich vor: mit einem Jet Pack durch die Lüfte zu fliegen, den Gegnerischen Geschossen gekonnt mit einem Looping auszuweichen um dann im Sturzflug alles niederzumähen. Was wir letztendlich bekommen haben ist langweiliges Geballer mit uninspirierten Charakteren sowie grottigem Leveldesign und einer langweiligen Story. Die ungenaue Steuerung nimmt sämtlichen Spaß am Jet Pack, die immer gleich ablaufenden Ballersequenzen verlieren aufgrund der schlechten KI sämtliche Intensität und wenn die Quälerei nach gut 6 Stunden vorbei ist, stellt man sich die Frage warum und wofür die Charaktere eigentlich gekämpft haben. Des weiteren bleibt zu bemängeln wieso die Entwickler auf einen Multiplayer verzichtet haben. Natürlich kann man sich nach der Qualität des Titels nur darüber freuen daß dieser nicht vorhanden ist, jedoch gehört das zu einem Titel dieses Genres einfach dazu. Nichts desto Trotz laßt die Finger von Dark Void. Es gibt Dutzend andere 3rd Person Shooter die ihr Geld wert sind. In denen könnt ihr zwar nicht fliegen, steht jedoch Gameplay technisch fest auf beiden Beinen.

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