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Teenage Mutant Ninja Turtles Mutants in Manhattan

„Teenage Mutant Ninja Turtles Mutants in Manhattan“ ist das neuste Projekt von Platinum Games das im Auftrag von Activision erscheint. Mit „Transformers Devastation“ hat das japanische Studio bereits bewiesen, wie man mit einer altehrwürdigen Cartoon-Lizenz umzugehen hat.

Ob sie jedoch wissen wie man mit Leonardo, Michelangelo, Donatello und Raphael umzugehen haben, ergründen wir nun im Test.

Vier Turtles müsst ihr sein

Krang, Shredder und der Foot-Clan führen einmal wieder nichts Gutes im Schilde. Mithilfe einer außerirdischen Technologie wollen sie ganz New York kontrollieren und einnehmen. Nun liegt es an den vier gepanzerten Brüdern, den Schergen Einhalt zu gebieten.

Teenage Mutant Ninja Turtles Mutants in Manhattan

Teenage Mutant Ninja Turtles Mutants in Manhattan

In 9 groß angelegten Missionen bewegt ihr euch durch New York und nehmt dabei etliche Gegner in die Mangel. Hierbei laufen alle Missionen immer gleich ab. Über Meister Splinter und April O’Neil erhaltet ihr eure Informationen, wo in der Stadt aktuell ein hohes Aufkommen an Foot-Soldaten herrscht. Dann begebt ihr euch dorthin, besiegt die Handlanger, wiederholt dies ein paar Mal bis es schließlich Zeit ist dem Bossgegner gegenüber zutreten.

Das klingt im ersten Moment ziemlich monoton. Liegt wohl daran, dass es das auch ist. Zu Super Nintendo Zeiten konnten simple Beat em Ups wie „Turtles in Time“ mit dem einfachen und geradlinigen Gameplay unterhalten. Im Falle von „Teenage Mutant Ninja Turtles: Mutants in Manhattan“ 20 Jahre später sieht die Sache dann leider doch etwas anders aus.

Minimale Auflockerungen wie das Entschärfen einer Bombe täuschen leider nicht über die simpel gestrickten Missionen hinweg. Verwunderlich, da wir mit Platinum Games einen Entwickler haben, der anhand seiner Bayonetta Titel doch durchaus dafür bekannt ist, Abwechslung in Beat ‚em Ups und Hack and Slays zu bringen. Wo ihre Expertise dann wieder durchdringt, dürfte das Kampfsystem sein. Dies ist sicherlich nicht so tiefgängig wie „Bayonetta 2“, verfügt jedoch über
beeindruckende Team-Attacken und befriedigende Combo-Serien.

Ihr steuert die vier Turtles stets gleichzeitig über den Bildschirm. Ihr übernehmt dabei die Hauptrolle eines Turtles, während euch die anderen drei brav folgen und von der KI übernommen werden. Ihr könnt ihnen dabei simple Kommandos geben, an die sie sich eher schlecht als recht halten.

In den Kämpfen, gerade gegen Bossgegner, solltet ihr jedoch nicht allzu sehr auf sie setzen, da sie stupide auf die Widersacher eindreschen und irgendwann besiegt sind. Verschwendet also keine Power Ups in Form von Pizzen an sie. Die Team-Attacken sind die große Attraktion des Spiels, da man mit diesen bildschirmfüllende Angriffe ausführen kann, die enormen Schaden anrichten. Ihr
habt dabei vier zur Auswahl ,die nach Benutzung erst wieder aufgeladen werden müssen.

Innerhalb der Level könnt ihr an einigen Orten in euer Hauptquartier zurück, um bei Meister Splinter eure hart verdienten Kampfpunkte für Items und weitere Extras auszugeben.
Die Level in denen ihr euch bewegt, erscheinen im ersten Moment riesig. Schnell macht sich jedoch die Ernüchterung breit, da ihr an etlichen Stellen auf unsichtbare Wände stößt und euch somit nur vorgegaukelt wird, ihr wärt in einem frei begehbaren New York unterwegs.

Die Level sind an und für sich sehr unspektakulär designed. Seid ihr in den Straßen, könnt ihr durch Gassen laufen, oder euch über die Häuserdächer bewegen. Hin und wieder müsst ihr Laserfallen ausweichen. Auch wenn euch die Entwickler Straßen, U-Bahn-Stationen und die Kanalisation präsentieren, nutzen sie leider nicht das Gelände aus, um die Level abwechslungsreich wirken zu lassen.

Eine weitere seltsame Entscheidung ist die Tatsache, dass ihr nur online mit Freunden spielen könnt. Turtle-Spiele sind seit jeher auf Multiplayer bzw. lokalen Multiplayer ausgerichtet und weshalb man hier keinen integrieren konnte, bleibt ein Geheimnis auf der Seite von Platinum Games.

Grafik & Sound

Optisch haben die Entwickler sehr gute Arbeit geleistet. „Teenage Mutant Ninja Turtles: Mutants in Manhattan“ ist ein Hybrid aus alten Mirage Comic Tagen gemischt mit den Cartoons der 90er und Neuzeit. Nicht zu niedlich und nicht zu ernst in passender Cel-Shading-Optik. So präsentieren sich auch die Turtles die, von ihren aktuellen Synchronsprechern aus der Serie vertont werden.

Die etablierten Charakterzüge blieben dabei auch bestehen. Leo ist der Anführer, Mike der Partykönig, Don der Erfinder und Raph der jähzornige. Zu einem Beat ‚em Up Spiel gehören auch rockige, aber wenig eingängige Tracks, die euch die Entwickler definitiv geliefert haben.

  • Plattform: PlayStation 4, PlayStation 3, Xbox 360, Xbox One
  • Publisher: Activision
  • Entwickler: Platinum Games
  • Genre: Beat em Up
  • Release: 27. Mai 2016
  • USK-Freigabe: 12
"Teenage Mutant Ninja Turtles Mutants in Manhattan" ist das neuste Projekt von Platinum Games das im Auftrag von Activision erscheint. Mit "Transformers Devastation“ hat das japanische Studio bereits bewiesen, wie man mit einer altehrwürdigen Cartoon-Lizenz umzugehen hat. Ob sie jedoch wissen wie man mit Leonardo, Michelangelo, Donatello und Raphael umzugehen haben, ergründen wir nun im Test. Vier Turtles müsst ihr sein Krang, Shredder und der Foot-Clan führen einmal wieder nichts Gutes im Schilde. Mithilfe einer außerirdischen Technologie wollen sie ganz New York kontrollieren und einnehmen. Nun liegt es an den vier gepanzerten Brüdern, den Schergen Einhalt zu gebieten. In 9…

"Teenage Mutant Ninja Turtles: Mutants in Manhattan" ist überraschender Weise ein mäßiges Spiel geworden. Wer einen Titel braucht, bei dem er hirnlos zuschlagen kann, ist mit diesem Spiel sicherlich nicht an der falschen Adresse. Bei einem Entwickler wie Platinum Games erwartet man allerdings aufgrund des Rufs dann doch ein etwas hochwertigeres Produkt. Turtle Fans und Beat 'em Up Fans haben hier ein Spiel, das für zwischendurch geeignet ist, aber seinem eigenen Anspruch nicht gerecht wird.

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