Wer weiß schon, was uns am Rande unseres Sonnensystems erwartet? Im Deckbuilder Starless Abyss bescherte die Erkundung des Weltraums der Menschheit keinen Segen, sondern machte die Eldritch und deren Götter auf uns aufmerksam, die dann zur Bedrohung wurden. In der Rolle eines Raumschiffkapitäns machen wir uns nun auf den Weg in den interstellaren Kampf.

Horror from Outer Space
Von den okkulten Elementen und Design her ist der Style des Spieles durch H.P. Lovecraft (Cthulhu) inspiriert und in Pixel Optik gehalten. Man kann also schon einmal festhalten, dass der Titel grafisch eine eigene Identität besitzt und von der Idee her – Monster aus dem Weltraum verpackt in einem rundenbasierten Strategie/Deckbuilder – recht originell ist.
Das Gameplay lässt sich als routiniert umschreiben, zumindest von meinem Eindruck her. Also jemand, der schon ein paar Spiele dieser Art gespielt hat. Kein Innovationspreis, aber auch nicht schlecht umgesetzt.
Von Fortschritt zu Fortschritt
Ihr startet zunächst mit einem Captain, bevor weitere Charaktere nach und nach freigeschaltet werden. Jeder Captain verfügt über eigenständige Eigenschaften, die sich nicht nur darauf auswirken, dass ihnen andere Karten im Deck zur Verfügung stehen.
Das Spiel ist so aufgebaut, dass ihr euch auf hexagonalen Feldern mit euren Raumschiffen bewegt und angreift. Die Anzahl der Raumschiffe von 1-3, die ihr mitführt sind auch vom jeweiligen Captain abhängig. Die Schiffe haben Lebenspunkte und Schilde. Dazu können sie auch mit Slots ausgestattet sein, die ihr mit Upgrades füllt, um diese zu verbessern. Weitere Verbesserungen kann auch das Investieren in eure Schilde sein.

Seid ihr im Zug, könnt ihr euch nur bewegen über die Felder, sofern ihr noch nicht angegriffen habt. Angreifen und dann bewegen funktioniert in der Regel (Ausnahmen gibt es) nicht. Standard ist auch, dass ihr immer 6 Karten aus eurem Deck auf die Hand nehmt. Fürs Ausspielen wird Energie benötigt. Die Karten zeigen an, wie viel sie verbrauchen. Da ihr gerade mal mit 5 Energie pro Runde startet, hat man wie so häufig die Qual der Wahl, bzw. es muss überlegt werden, in welcher Reihenfolge die Karten ausgespielt werden. Denn neben Karten zur Verteidigung und Angriffskarten existieren natürlich weitere Typen, die eurer Deck stärker machen wie zum Beispiel dadurch, dass Energiekosten reduziert werden.
Eure Feinde sind auch mit Schilden sowie Lebensenergie ausgestattet, zudem zeigen sie an, wen sie angreifen werden. Das ist hilfreich, um sich gegebenenfalls aus der Angriffsreichweite zu bewegen. Vieles hängt natürlich von den Feinden ab, manchmal bringt Flüchten nur wenig, sodass die Holzhammermethode Auge um Auge, Zahn um Zahn ausgepackt werden muss. Dann solltet ihr die besseren Karten (das Wortspiel lag sozusagen auf der Hand) auf der Hand haben, um erfolgreich aus dem Kampf hervorzugehen.
Genreüblich werdet ihr es sehr wahrscheinlich nicht schaffen, gleich im ersten Anlauf alle 4 Akte erfolgreich zu bestreiten. Das macht aber nichts aus, da auch Starless Abyss zu gefallen weiß und daher das vielfach erwähnte „Noch eine Runde“-Gefühl aufkommt. Es macht einfach immer Spaß, nach jedem Kampf die Belohnungen (neue Karten, Geld, Artefakte für Schiff-Upgrades) einzustreichen und zwischendurch im Shop die Möglichkeit zu haben, eure Schiffe zu verbessern, Karten gegen Geld zu kaufen, abzulegen oder upzugraden, um so eurer Deck zu optimieren.
Nach einem Run steigt ihr im Level auf und alle naselang werden neue Karten und Artefakte freigeschaltet, sodass ihr euch bei jedem weiteren Run neue Strategien überlegen könnt, durch die Hereinnahme neuer Karten. Zumindest in der Theorie bzw. wie eure Spielweise ist.
Ich habe für mich dagegen festgestellt, dass es vor allem daran geht, zu versuchen die eigene Schildstärke aufrecht zu erhalten, sodass ich mich beim Bestücken meines Decks eher darauf konzentriert habe, Abwehr und Angriffe zu stärken, ohne dabei groß weitere Kniffe anzuwenden.

Fazit
Starless Abyss spielt seine Karten gut aus und Fans von Deckbuildern können hier durchaus einen Blick wagen, nicht zuletzt durch das recht originelle Setting. Erwartet dabei jedoch nicht, dass ihr hier dutzende von Stunden investieren werdet. Das Spiel ist gelungen, aber jedoch kein Must Have.
- Plattform: Nintendo Switch, (getestet), Steam
- Publisher: No More Robots
- Entwickler: Konafa Games
- Genre: Roguelike Deckbuilder
- Spieleranzahl: 1
- Release: 18.02.2026
- Preis zum Start: 17,99 (digital)
- USK-Freigabe: 6

Wenn ich daran denke, dass ich mehr in meinem Leben mit Videospielen zu tun hatte als nicht, zeigt es mir zum einen, wie alt ich bin und wie lange ich mittlerweile dem Gaming zugetan bin. Meine erste Konsole war das SNES und spätestens ab diesem Zeitpunkt war ich dieser Leidenschaft verfallen, die bis heute anhält. Auch wenn durch den Alltag leider die Zeiten von verspielten Tagen vorbei sind.

