Magical Girls gehören zu den bekanntesten Figuren des japanischen Popkulturkosmos. Sailor Moon, Cardcaptor Sakura, Pretty Cure oder Puella Magi Madoka Magica haben das Bild des Genres über Jahrzehnte geprägt und dabei längst gezeigt, dass sich hinter bunten Kostümen, magischen Verwandlungen und großen Augen auch Geschichten über Freundschaft, Verlust, Identität und das Erwachsenwerden erzählen lassen.
In Videospielen ist dieses Thema allerdings erstaunlich selten konsequent aufgegriffen worden. Gerade im klassischen JRPG-Bereich gibt es nur wenige Vertreter, die das Magical-Girl-Konzept nicht lediglich als optische Spielerei verwenden. Gust hat mit Blue Reflection bereits 2017 versucht, diese Lücke zu schließen. Mit Blue Reflection Quartet liegt nun eine Sammlung vor, die gleich vier Spiele beziehungsweise Projekte aus diesem Universum zusammenbringt und damit einen umfassenden Blick auf die Entwicklung der Reihe ermöglichen soll.

Das ist grundsätzlich eine ziemlich gute Idee. Gerade weil ein Teil des Blue-Reflection-Universums bislang außerhalb Japans nur schwer oder gar nicht zugänglich war, bietet die Collection eine interessante Gelegenheit, die Entwicklung der Reihe nachzuvollziehen. Und tatsächlich befinden sich mit Blue Reflection und Blue Reflection: Second Light zwei JRPGs darin, die deutlich machen, was Gust aus dem Magical-Girl-Konzept machen kann. Gleichzeitig gehören ausgerechnet die beiden anderen Bestandteile der Sammlung zu den größten Schwächen des Gesamtpakets. Blue Reflection Ray und Blue Reflection Sun sind zwar interessante Ergänzungen für Fans, fühlen sich in dieser Form aber eher wie nachträglich zusammengeschusterte Bonusinhalte an als wie vollwertige Bestandteile einer sorgfältig zusammengestellten Collection.
Blue Reflection – Der erste Versuch
Den Anfang macht das ursprüngliche Blue Reflection, das 2017 für PlayStation 4 und PC erschien. Im Mittelpunkt steht Hinako Shirai, eine talentierte Balletttänzerin, deren Karriere durch eine schwere Verletzung abrupt beendet wurde. Hinako hat seitdem Schwierigkeiten damit, ihr Leben neu auszurichten und mit dem Verlust dessen umzugehen, was zuvor ihren gesamten Alltag bestimmt hat. In der Schule trifft sie schließlich auf die beiden Schwestern Yuzu und Lime, die ihr eine völlig neue Welt eröffnen: Hinako wird zu einer Reflector und erhält die Fähigkeit, in die sogenannte Common einzutreten.

Die Common ist eine Art gemeinsame Welt des menschlichen Unterbewusstseins. Hier materialisieren sich die emotionalen Probleme und Konflikte der Menschen, denen Hinako im normalen Schulalltag begegnet. Das bildet die Grundlage für den gesamten Aufbau des Spiels. Hinako verbringt Zeit in der Schule, lernt ihre Mitschülerinnen kennen, übernimmt Aufgaben und versucht, deren persönliche Probleme zu verstehen. Anschließend geht es in die Common, wo die emotionalen Konflikte in Form von Gegnern und Dungeons gewissermaßen physisch bekämpft werden. Danach kehrt Hinako in die reale Welt zurück und hilft den entsprechenden Personen dabei, ihre Probleme zu überwinden.
Das erinnert natürlich an Persona, und der Vergleich lässt sich kaum vermeiden. Blue Reflection ist allerdings keine einfache Kopie. Gust nimmt die Grundidee, persönliche Probleme in einer fantastischen Parallelwelt zu behandeln, und verbindet sie wesentlich stärker mit dem Magical-Girl-Konzept. Die Beziehungen zwischen den Mädchen sind nicht bloß optionaler Zeitvertreib, sondern wirken sich direkt auf das eigentliche Spiel aus.
Besonders interessant ist dabei das Fragment-System. Durch die Entwicklung der Beziehungen zu anderen Charakteren erhält Hinako Fragmente, die sich anschließend für die Verbesserung ihrer Fähigkeiten einsetzen lassen. Dadurch wird die Charakterentwicklung direkt mit der persönlichen Ebene der Geschichte verbunden. Wer sich intensiver mit bestimmten Figuren beschäftigt, erhält nicht einfach nur zusätzliche Dialoge, sondern kann dadurch auch seine Möglichkeiten im Kampf erweitern.
Das ist eine der besten Ideen des Spiels. Ein Fragment kann beispielsweise dafür sorgen, dass ein bestimmter Angriff MP regeneriert oder dass eine Fähigkeit einen zusätzlichen Effekt erhält. Dadurch lohnt es sich tatsächlich, mit den Figuren zu interagieren und ihre Geschichten zu verfolgen. Das soziale System ist also nicht komplett vom eigentlichen JRPG-Teil getrennt, sondern wird sinnvoll mit dem Kampfsystem verbunden.
Trotzdem merkt man Blue Reflection seine Rolle als erster Versuch deutlich an. Viele Aufgaben laufen nach einem ähnlichen Muster ab. Ein Charakter hat ein Problem, Hinako beschäftigt sich damit, anschließend geht es in die Common, dort werden Gegner bekämpft und Gegenstände gesammelt und am Ende ist die Angelegenheit erledigt. Gerade in der zweiten Hälfte wird dieser Ablauf zunehmend vorhersehbar.

Das ist schade, weil die persönlichen Geschichten eigentlich das Potenzial für deutlich mehr hätten. Die großen Themen des Spiels sind teilweise ausgesprochen ernst, während die konkreten Probleme, bei denen Hinako hilft, gelegentlich erstaunlich alltäglich bleiben. Die übergeordnete Bedrohung mag groß sein, doch zwischendurch besteht der Alltag einer Reflector eben auch einmal darin, einem Mädchen dabei zu helfen, genug Selbstvertrauen für ein Gespräch mit ihrem Schwarm zu finden.
Das sorgt für eine merkwürdige Mischung. Einerseits besitzt Blue Reflection eine interessante Atmosphäre und beschäftigt sich mit emotionalen Themen, andererseits fehlt es manchen Geschichten an Konsequenz und Tiefe. Trotzdem bleibt der erste Teil spannend genug, um zu zeigen, wohin Gust mit der Reihe eigentlich wollte.
Blue Reflection Ray – eigentlich kein Spiel
Der problematischste Bestandteil von Blue Reflection Quartet ist anschließend Blue Reflection Ray. Und hier wird es schwierig, überhaupt von einem Spiel zu sprechen.
Ray war ursprünglich eine Anime-Serie und wird in dieser Collection nicht plötzlich zu einem vollwertigen Videospiel. Stattdessen bekommt man eine Art interaktive Zusammenfassung der Geschichte. Die Handlung wird über Rückblenden, Szenen und Bilder aus dem Anime präsentiert, ergänzt durch die entsprechenden 3D-Figuren.
Das Problem ist nicht einmal, dass dieser Bestandteil wenig Gameplay besitzt. Er hat praktisch überhaupt keines.
Es gibt keine richtigen Kämpfe, keine ausgearbeitete Erkundung und kein RPG-System, das den Spieler beschäftigen würde. Im Wesentlichen bewegt man sich von einem Abschnitt zum nächsten und sieht sich an, wie die Geschichte von Blue Reflection Ray zusammengefasst wird.
Für jemanden, der den Anime bereits kennt und unbedingt zusätzliches Material aus dem Universum sehen möchte, mag das interessant sein. Als Bestandteil einer Videospielsammlung ist es dagegen ausgesprochen enttäuschend.
Gerade weil Ray zu den offiziell veröffentlichten Blue-Reflection-Inhalten gehört, wäre hier wesentlich mehr möglich gewesen. Stattdessen entsteht der Eindruck, als habe man unbedingt behaupten wollen, dass auch die Anime-Geschichte Teil der Collection ist, ohne tatsächlich die nötigen Ressourcen in eine richtige spielbare Umsetzung zu investieren.
Blue Reflection Sun – interessantes Material, schwache Umsetzung
Ähnlich schwierig ist Blue Reflection Sun, wobei dieser Teil zumindest tatsächlich Gameplay besitzt. Das ist deshalb besonders interessant, weil Sun ursprünglich ein japanisches Mobile-Spiel war und außerhalb Japans nie regulär veröffentlicht wurde. Nachdem der Titel in Japan eingestellt wurde, ist die Aufnahme in die Collection grundsätzlich eine gute Gelegenheit, zumindest einen Teil dieses verlorenen Kapitels der Reihe zugänglich zu machen.

Im Mittelpunkt steht diesmal ein männlicher Protagonist. Das ist innerhalb des Blue-Reflection-Universums eine Besonderheit. Er kommt an eine neue Schule und übernimmt dort eine Gruppe von Mädchen, die durch den sogenannten Ashfall besondere Fähigkeiten entwickelt haben. Diese Mädchen werden als Eroded bezeichnet und unterscheiden sich damit auch konzeptionell von den Reflectors der beiden großen Konsolenspiele.
Die Geschichte selbst ist durchaus interessant. Gerade die Idee, wie die Katastrophe und die daraus entstandenen Veränderungen die Figuren beeinflussen, hätte genügend Stoff für ein eigenständiges JRPG geliefert. Auch die Designs der Eroded gehören zu den auffälligeren Elementen des Spiels.
Leider bekommt Sun nicht die Gelegenheit, daraus wirklich viel zu machen.
Zwischen den Storyabschnitten kann man sich zwar etwas in der Schule bewegen und anschließend in die Kämpfe gehen, doch viele der Systeme, die ein richtiges Rollenspiel ausmachen würden, fehlen. Die Kämpfe basieren auf dem Kampfsystem von Second Light und funktionieren dadurch grundsätzlich ordentlich, aber es fehlt an der Freiheit und den Möglichkeiten, die man von einem vollwertigen Blue-Reflection-Spiel erwarten würde.
Gerade hier hätte die Collection eine große Chance gehabt. Sun ist historisch interessant, weil es nie außerhalb Japans veröffentlicht wurde und inzwischen nicht mehr verfügbar ist. Statt daraus eine umfassende Rekonstruktion zu machen, bekommt man aber eher einen Blick durch ein Schlüsselloch.
Man versteht, was Sun einmal gewesen ist. Man bekommt aber nicht wirklich die Möglichkeit, es selbst vollständig zu erleben.
Blue Reflection: Second Light ist die eigentliche Überraschung
Und dann kommt Blue Reflection: Second Light – und plötzlich zeigt Blue Reflection Quartet, was diese Reihe eigentlich hätte sein können. Second Light ist nicht einfach nur eine Fortsetzung des ersten Spiels. Gust nimmt viele der Ideen aus Blue Reflection und baut sie deutlich weiter aus.
Diesmal spielt man Ao Hoshizaki, die sich plötzlich in einer fremden Welt wiederfindet. Dort steht eine Schule, die von Wasser umgeben ist, und neben ihr befinden sich weitere Mädchen, die ihre Erinnerungen verloren haben. Niemand weiß genau, warum sie dort sind oder wie sie wieder nach Hause kommen können. Allein diese Ausgangssituation funktioniert bereits wesentlich besser als der Aufbau des ersten Spiels. Die Frage, wie Ao in diese Welt gelangt ist und was mit den anderen Mädchen passiert ist, gibt der Geschichte einen wesentlich stärkeren Antrieb.
Auch die Erkundung wurde erheblich verbessert. Die verschiedenen Gebiete sind nicht mehr einfach irgendwelche Abschnitte der Common, sondern stehen stärker mit den Erinnerungen und Geschichten der einzelnen Charaktere in Verbindung. Dadurch erhält die Umgebung eine zusätzliche Bedeutung. Und genau das macht Second Light wesentlich interessanter.
Man erkundet nicht nur eine Gegend, weil dort Gegenstände herumliegen. Man erkundet sie, weil sie mit einer Figur und ihrer Vergangenheit verbunden ist.
Auch abseits der Kämpfe gibt es deutlich mehr zu tun. Die Schule dient als zentrale Basis, Gebäude und Einrichtungen können ausgebaut werden und Crafting spielt eine größere Rolle. Gegenstände lassen sich herstellen und verschiedene Verbesserungen ermöglichen es, die Möglichkeiten der Gruppe nach und nach auszubauen.

Die Beziehungen zwischen den Figuren spielen ebenfalls wieder eine wichtige Rolle. Aber diesmal wirken sie stärker in das Gesamtspiel integriert. Man verbringt mehr Zeit mit den Mädchen, erledigt persönliche Aufgaben und erfährt dadurch mehr über ihre Vergangenheit und ihre Probleme. Gleichzeitig wird diese Entwicklung wieder mit der Charakterentwicklung verbunden.
Das ist genau die Richtung, die der erste Teil bereits angedeutet hatte.
Ein Kampfsystem, das seine eigene Idee entwickelt
Auch beim Kampfsystem zeigt sich, dass Gust Second Light nicht einfach größer, sondern vor allem besser machen wollte.
Statt einfach auf ein klassisches MP-System zu setzen, sammeln die Charaktere während eines Kampfes Ether. Dieser lässt sich anschließend einsetzen, um Fähigkeiten zu verstärken und weitere Aktionen auszuführen.
Das sorgt für interessante Entscheidungen. Man kann Ether ansparen und dadurch später mehrere mächtige Aktionen hintereinander ausführen. Gleichzeitig bedeutet das aber, dass man währenddessen auf andere Möglichkeiten verzichtet und die Gegner weiter angreifen können. Dadurch entstehen Situationen, in denen man tatsächlich darüber nachdenkt, ob man jetzt seine Ressourcen einsetzen oder noch ein wenig warten sollte. Zusammen mit den unterschiedlichen Fähigkeiten der Charaktere entwickelt sich daraus ein Kampfsystem, das deutlich mehr zu bieten hat, als man angesichts der teilweise sehr niedlichen Präsentation erwarten würde.
Vor allem macht Second Light etwas richtig, was dem ersten Teil noch nicht vollständig gelungen ist: Die verschiedenen Systeme greifen ineinander. Erkundung, Charakterentwicklung, Beziehungen, Crafting und Kämpfe fühlen sich nicht mehr wie einzelne Bestandteile an, sondern wie Teile desselben Spiels. Und genau deshalb ist Second Light auch der klare Höhepunkt dieser Collection.
Zwei gute JRPGs und zwei große Fragezeichen
Als Gesamtpaket bleibt Blue Reflection Quartet deshalb schwer einzuordnen.
Blue Reflection ist ein interessanter erster Versuch mit einigen wirklich guten Ideen, aber auch deutlichen Schwächen bei Missionsdesign, Charakterentwicklung und Abwechslung. Second Light nimmt genau diese Schwächen und arbeitet an ihnen. Das Ergebnis ist ein deutlich runderes und umfangreicheres JRPG, das zeigt, dass Gust das Potenzial des Magical-Girl-Konzepts verstanden hat. Ray und Sun dagegen sind wesentlich schwieriger zu verteidigen.
Ihre Aufnahme macht aus Sicht der Vollständigkeit durchaus Sinn. Wer sich für die gesamte Geschichte des Blue-Reflection-Universums interessiert, bekommt hier Inhalte zu sehen, die ansonsten nur schwer zugänglich wären. Gerade Sun besitzt deshalb einen gewissen historischen Wert. Aber eine Collection sollte nicht nur vollständig sein. Sie sollte die enthaltenen Spiele und Inhalte auch angemessen präsentieren. Bei Ray fehlt schlicht das Spiel. Bei Sun fehlt die Tiefe.
Und dadurch entsteht ein merkwürdiger Kontrast: Ausgerechnet die beiden großen Konsolen-JRPGs, die Blue Reflection wirklich als Videospielreihe definieren, sind die überzeugendsten Bestandteile der Collection. Die zusätzlichen Inhalte erweitern das Universum zwar, wirken aber nicht annähernd so hochwertig umgesetzt.

Grafik & Sound
Optisch gehört Blue Reflection Quartet zu den Spielen, bei denen Gust seine Stärken ausspielen kann. Die Charakterdesigns sind ausgesprochen gelungen und treffen genau diese Mischung aus typischer Anime-Ästhetik, Magical-Girl-Elementen und den etwas aufwendigeren Kostümen, die man von den Atelier-Spielen des Studios kennt. Besonders Second Light profitiert von den detaillierteren Umgebungen und den stärker ausgearbeiteten Schauplätzen. Die Common und die späteren Gebiete besitzen eine träumerische Atmosphäre, die sehr gut zum Thema der Reihe passt. Auch die Transformationen und Kampfeffekte sorgen regelmäßig für den nötigen Magical-Girl-Überschwang, ohne dass alles nur aus Explosionen und Partikeleffekten besteht.
Musikalisch gehört die Reihe ebenfalls zu ihren stärkeren Vertretern. Die Soundtracks von Blue Reflection und Second Light treffen die Mischung aus melancholischen, ruhigen Passagen und deutlich dynamischeren Kampfthemen sehr gut. Gerade in den ruhigeren Momenten trägt die Musik viel zur Atmosphäre bei und verstärkt das Gefühl, dass die Figuren zwar in einer fantastischen Welt unterwegs sind, ihre eigentlichen Probleme aber sehr menschlich bleiben. Die Musik ist damit wesentlich mehr als bloße Hintergrundbeschallung und gehört zu den Elementen, die den eigenständigen Charakter der Reihe ausmachen.
Fazit
Blue Reflection Quartet ist eine Sammlung mit einer ziemlich deutlichen Zweiteilung.
Wer Blue Reflection und Blue Reflection: Second Light bisher verpasst hat, bekommt hier zwei interessante JRPGs, die gerade wegen ihrer ungewöhnlichen Verbindung aus Magical-Girl-Thematik, Charaktergeschichten und klassischem Rollenspiel einen Blick wert sind. Der erste Teil hat noch einige Ecken und Kanten, besitzt aber bereits viele der Ideen, die später in Second Light deutlich besser umgesetzt wurden. Second Light ist dagegen der Titel, der die Collection wirklich trägt.
Gleichzeitig hinterlassen Ray und Sun einen bitteren Beigeschmack. Es ist gut, dass diese Inhalte überhaupt außerhalb Japans beziehungsweise nach dem Ende von Sun wieder zugänglich gemacht werden. Gerade für Fans der Reihe ist das wertvoll. Aber als Videospiele funktionieren beide Ergänzungen nur eingeschränkt.
Blue Reflection Quartet ist deshalb weniger die perfekte Sammlung einer abgeschlossenen JRPG-Reihe als vielmehr ein interessantes Dokument darüber, wie Gust mit einer ungewöhnlichen Idee experimentiert und sie über mehrere Jahre weiterentwickelt hat.
Und vielleicht ist genau das am Ende auch das Spannendste daran. Der erste Blue Reflection zeigt eine Reihe, die noch nach ihrer eigenen Identität sucht. Second Light findet diese Identität schließlich. Wer Magical Girls und JRPGs gleichermaßen mag, sollte sich deshalb vor allem diesen beiden Spielen widmen. Die Collection macht deutlich, dass in Blue Reflection deutlich mehr steckt, als die hübschen Anime-Mädchen und ihre magischen Kostüme zunächst vermuten lassen.
- Plattform: PlayStation 5 (getestet), Nintendo Switch 2, Steam
- Publisher: KOEI TECMO
- Entwickler: GUST
- Genre: J-RPG & Adventure
- Release: 30. Juli 2026
- USK-Freigabe: 12

Schon seit meinem dritten Lebensjahr bin ich leidenschaftlicher Videospieler. Angefangen hat alles mit dem Nintendo Entertainment System – seitdem begleitet mich die Faszination für interaktive Welten bis ins Erwachsenenalter. Heute verbinde ich diese Leidenschaft mit meinem Beruf: Als PR-Manager, freier Redner und Texter arbeite ich in der Games- und Medienbranche und betreue Projekte rund um kreative Köpfe und spannende Marken. Ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt im Management und in der Betreuung japanischer Videospielentwicklertalente, die ich auf Conventions und Events weltweit vertrete.

