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Kingdom’s Return: Time-Eating Fruit and the Ancient Monster

Retrofans aufgepasst! Ab dem 23. April 2026 schickt euch Publisher Inti Creates, dem an dieser Stelle ein herzlicher Dank für die Bereitstellung des Codes gesagt ist, auf eine Reise durch ein untergegangenes Königreich, das der Spieler wieder neu aufbauen muss. Wer einem eigenwilligen Genremix aus Action-RPG, Dungeon-Crawler und Aufbauspiel nicht abgeneigt ist, sollte sich dieses Spiel nicht entgehen lassen. Wir verraten, welche Qualitäten das Spiel mit sich bringt.

Worum geht es?

Die Story von Kingdom’s Return ist schnell erzählt. Das Königreich Amalcia ist untergegangen und benötigt eure Hilfe. An eurer Seite ist die kleine Fee Chronos, mit deren Hilfe ihr dem gebeutelten Königreich zu altem Ruhm verhelfen sollt. Dabei geht es nicht nur um den Aufbau von neuen Gebäuden und einer intakten Infrastruktur, sondern natürlich – wie könnte es anders sein – auch um die Befreiung von Horden an Monstern, die sich im Königreich eingenistet haben und das idyllische Bild selbstverständlich stören.



Nachdem sich der Spieler für einen von insgesamt vier spielbaren Charakteren entschieden hat – zur Wahl stehen Imperialist, Zauberer, Alchemist oder Zipangu – geht das Abenteuer auch schon los. Die vier Charakterklassen weisen alle unterschiedliche Stärken und Schwächen vor, die aus anderen Genrevertretern bekannt sein dürfen. Je nachdem, ob man sich eher im Nahkampf oder in der Zauberei wohlfühlt, sollte man sich für einen entscheiden. Die Wahl ist dabei allerdings nicht in Stein gemeißelt, während des Abenteuers kann man sich auch immer noch für einen anderen entscheiden, so dass genügend Abwechslung garantiert ist.

Wie wird gespielt?

Hat man sich für einen Charakter entschieden, geht es auch schon los. Das Spiel hat zwei Kernelemente, wenn man es so nennen kann. Man wird auf der einen Seite in den Kampf geschickt, indem man verschiedene Missionen annimmt und dann diverse Dungeons durchstreift. Die Dungeons bestehen meistens aus drei bis vier sogenannten Bereichen und etwa genauso vielen Stockwerken. Die einzelnen Bereiche sind dabei sehr klein geraten, hier geht es vor allem darum, eine bestimmte Anzahl an Feinden zu besiegen, bevor man in den nächsten Bereich gehen kann. Das zieht sich dann durch ein paar Stockwerke durch, bevor man das Ziel der jeweiligen Mission erreicht hat. Das kann ein Item sein oder auch das Bekämpfen eines größeren Bosses. Sind die einzelnen Bereiche noch relativ einfach, erfordern die Bosse eine größere Aufmerksamkeit. Das bringt Spaß, es gibt aber auf Dauer doch relativ wenig Abwechslung. Natürlich sehen die einzelnen Bereiche anders aus und das Gegneraufkommen variiert hier und da, aber im Großen und Ganzen macht man eben auch kaum etwas anderes. Nach ein paar Stunden wird das Kämpfen repetitiv. Durch die Kämpfe erwirbt man nicht nur Erfahrungspunkte, die genretypisch für das Aufleveln des Charakters benötigt werden, sondern auch Materialien, die für das zweite Kernelement dringen notwendig sind.

Schaffe, schaffe Häusle baue

Dabei geht es um das eingangs erwähnte Aufbauen des Königreiches. Ihr sollt mithilfe von Materialien und natürlich Geld ein karges Feld wieder aufblühen lassen. Tavernen, Gemischtwarenläden, Bäume, Wege, Brunnen und vieles mehr warten nur darauf, vom Spieler bebaut und weiterentwickelt zu werden. Dies soll der Spieler nicht nur aus ästhetischen Gründen machen. Der Aufbau dient auch einem anderen Zweck: er macht die Charaktere, denen man im Laufe des Spiels begegnet, stärker. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt, solange man genügend Materialien und Geld hat. Das Bauen geht intuitiv und schnell von der Hand. Falls man unzufrieden ist, kann man Objekte auch verschieben oder abreißen und sich neu entscheiden.

In diesem Kreislauf bewegt sich das Spiel also. Nach dem Bauen nimmt man wieder Missionen an und erkämpft sich Erfahrungspunkte, Geld und Material und baut erneut. Im Hauptmenü kann man auch den Charakter weiterentwickeln. Mit jedem Levelaufstieg verdient man sich Punkte, die man für stärkere Angriffs- und Verteidigungsfähigkeiten ausgeben kann.

Der Talentbaum zum Freischalten neuer Attacken aus Kingdom’s Return


Wie sieht es aus?

Kingdom’s Return macht optisch einen sauberen Eindruck. Es ist durchgehend im Retrostil angesiedelt und hinterlässt einen bunten und charmanten Eindruck. Die Farben sind stimmig und passen zum allgemeinen Stil, das Spiel läuft flüssig und lässt sich gut steuern. Hier gibt es grundsätzlich nichts zu meckern. Sofern man auf Retro steht und einem der Stil zusagt. Wer sich daran stört, dem wird es wahrscheinlich nicht modern genug sein, denn so ehrlich muss man auch sein: technisch reißt es keine Bäume aus, hier wäre im Jahr 2026 noch einiges mehr möglich gewesen. Gleiches gilt für die Musik, die im Hintergrund ein bisschen banal vor sich plätschert, ohne dass einem je eine Melodie ins Ohr geht. Dennoch geht das für den Preis von nicht einmal 15€ absolut in Ordnung. Es ist ein Budgetspiel und das merkt man ihm auch an.

Fazit

Kingdom’s Return – Time-Eating Fruit and the Ancient Monster kommt vergünstigt (bis zum 6. Mai 2026 für 11,99) als Downloadtitel auf die Nintendo Switch. Wer  mit dem Mix aus RPG und Aufbauspiel etwas anfangen kann, bekommt einen gut programmierten Titel, der zwar in vielen Dingen oberflächlich und kurz bleibt, aber dennoch durch die Bank Spaß macht. Für den Preis kann man eigentlich fast nichts falsch machen.

  • Plattform: Nintendo Switch, (getestet), PS5, Xbox Series, Steam
  • Publisher: Inti Creates
  • Entwickler: Inti Creates
  • Genre: Action-RPG
  • Spieleranzahl: 1 
  • Release: 23.04.2026
  • Regulärer Preis: 12,99 (digital)
  • USK-Freigabe: ab 6