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Before We Leave

Bevor wir diesen Planeten verlassen, werden hier entweder utopisch einiges hinterlassen im positiven Sinne oder dystopisch unseren Planeten in Schutt und Asche gelegt haben. In Before We Leave trat sogar letzteres Szenario ein. Die Menschheit richtete sich zugrunde und viele Jahre später, versucht eine neue Generation, den Planeten wieder neu zu zivilisieren. Wie das ganze ausschaut, haben wir uns auf der Switch angesehen.

Von Insel zu Insel und von Planet zu Planet

Before We Leave ist eine klassische Aufbausimulation, in der ihr mit einer Handvoll Arbeitern, die umliegenden Ressourcen nutzt, um euch Schritt für Schritt aufzubauen. Von einfachen Behausungen angefangen inklusive Ackern für die Nahrungsversorgung, weiter zum Abbau von Mineralien und Erzen in Gestein durch eine Mine bis schließlich irgendwann Boote gebaut werden können, um auf die nächste Insel rüberzusiedeln. Dort locken neue Rohstoffe, mit denen die Entwicklung der Zivilisation vorangetrieben wird. Das geht solange, bis sogar der Planet verlassen wird. Auf einem neuen Planeten geht das Spiel quasi von vorne los und ihr besiedelt ihn und findet auch dort neue Rohstoffe, die es sonst nirgends gibt.

In Before We Leave müsst ihr viel, viel Lesen und gefühlt 50 Sachen auf einmal behalten, die in verschiedenen Reitern festgehalten werden.

Klassisch ist auch die Top Down Perspektive, aus der das Geschehen verfolgt wird und die Anordnung des Untergrundes in einer Hexagonanordnung. Mit den Schultertasten ist es möglich, mit der Kamera heraus und wieder ins Geschehen rein zu zoomen.

Before We Leave versteht sich eher als entspanntes Aufbauspiel, in dem es im normalen Modus keine Gefahren gibt, die eure Zivilisation scheitern lässt. Es treten allenfalls Gefahren auf, die euch verlangsamen. Allen voran, wenn ihr nicht dafür sorgt, dass es euren Untertanen wegen einer Unterversorgung nicht gut geht. Denn das sinkt die Arbeitsmoral.

Grafik in Before We Leave geht in Ordnung, jedoch fallen die Abstinenz insbesondere Lichteffekte/Shader in der Switch-Version auf.

Vom ersten Schritt endlos weiter

Das Tutorial führt in das Gameplay und möchte gar nicht mehr aufhören, euch mit Informationen zuzuballen. Baue dies und baue das, als nächstes muss das getan werden, drücke diese Tasten, um dir diese Informationen anzuzeigen, schalte im Fertigkeitenbaum deiner Bücherei eine neue Fertigkeit frei und und und. Ich sehe ein, dass diese Schritte nötig sind, um das Gameplay zu erklären und Genrefans wird Before We Leave auch vor keine Neuigkeiten stellen, sodass sie sich auf Anhieb gut zurechtfinden würden. Mich dagegen hat es nach der ersten halben Stunde ziemlich angeödet, sodass ich das Spiel pausiert habe. Zum Problem wurde es dann, dass bis zur nächsten Session mehrere Tage vergingen und ich schließlich komplett raus dem Geschehen gerissen war. Das muss ich mir zwar selbst ankreiden, spricht aber wieder auch nicht für das Spiel, wenn man sich komplett wieder neu reinfinden muss.

Na, das macht doch Spaß, sich in dieser „übersichtlichen“ Grafik in Schriftgröße 6 zurechtzufinden.

Erschwerend dazu kommt, dass das gesamte Benutzerinterface wieder einmal zu klein ausfällt, erst recht, da viel gelesen werden muss und es zig verschiedene Icons gibt. Das wird schnell anstrengend und das macht keinen Spaß.

Wenn ihr wollt, könnt ihr in Before We Leave die Kamera sehr weit herauszoomen lassen

Grafisch geht die Switchversion noch in Ordnung, ist aber alles andere als ein Hingucker und die erste Ladezeit ins Spiel dauert gerne fast eine Minute. Die musikalische Untermalung mit keltischen Anleihen ist sehr gut und würde auch prima ein Rollenspiel begleiten können.

  • Plattform: Nintendo Switch (getestet)
  • Publisher: Team 17
  • Entwickler: Balancing Monkey Games
  • Genre: Simulation
  • Spieleranzahl: 1-Spieler
  • Preis zum Start: 17,99 Euro
  • Release: 02 August 2022
  • Pegi-Freigabe: 7

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