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Trifox

Reden wir nicht lange um den heißen Brei herum: Trifox hat das Potential für ein gelungenes Action-Adventure. Nur machen das Leveldesign und die Technik bei der uns getesteten Nintendo Switch-Version einen Strich durch die Rechnung. Damit willkommen zum Test.

Oh, nein. Nicht die Fernbedienung!

Trifox beweist, wie egal –je nach Genre- der Aufhänger sein kann, warum sich ein Protagonist in Bewegung setzt. Mal wird eine Prinzessin entführt oder der eigene Essensvorrat geklaut und hier ist es der Fall, dass die Fernbedienung des TVs vor der eigenen Nase von einem Piratenwolf geklaut wird. Das kann der offensichtlich erfindungsreiche Fuchs natürlich nicht auf sich sitzen lassen und so macht er sich mit seinen Gadgets auf, seine Remote zurückzuholen.

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Auch wenn ihr ohne Partner unterwegs seid, ist der Vergleich aufgrund der erfolgreichen Vorlage naheliegend: Trifox erinnert in einem kleineren Maßstab an Sonys beliebter Action-Adventure-Serie. Kleinerer Maßstab deswegen, da ihr Trifox aus der Draufsicht über den Bildschirm navigiert, also nie aus der Third-Person und Ego-Sicht die 3D-Welt vor euch habt. Euch stehen verschiedene Bewegungsaktionen und Waffensysteme zur Verfügung. Letztere schaltet ihr via Kauf frei und könnt ihr dann frei auf eure Schulterstasten belegen. Für den Kauf benötigt ihr Münzen, die ihr in den Leveln einsackt. Vor allem in Kisten sind diese Klunker enthalten, sodass ihr gefühlt 1 Millionen Kisten, Fässer und andere Behälter kaputtschlagen werdet.

1, 2 oder 3? Letzte Chance vorbei! Öh, falsche Medium. Das ist die Levelauswahl einer Welt in Trifox.

In der Hubwelt legt ihr eure Bewaffnung fest und schaltet sie in einer Ringanordnung frei. Der Ring besteht aus 3 Bereichen und ihr fangt beim inneren Ring an. Sobald ein Bereich komplett leer gekauft wurde, wrd das nächste Segment im benachbarten Ring freigeschaltet. Vom Shop geht es dann zur Auswahl des nächsten Levels in insgesamt 4 Welten. Jede Welt besteht aus 4 Stages inklusive Bossfights.

In der Regel sehen sie so aus, dass ihr alle naselang eine Horde an Gegner verkloppt, weiter voranschreitet mit eingestreuten Sprungpassagen, Fallen ausweicht, Schalter aktiviert und dann immer wieder die nächste Welle an Feinden beseitigt. Das Leveldesign ist schon sehr vorhersehbar, mit hier und da netten Ideen. Die Vorhersehbarkeit wäre auch weniger ein Problem, ohne die Kritikpunkte, die ich nun anbringe.

Schon bei diesem Bild lässt sich aufgrund der fixen Kamera erahnen, dass das Springen auf die rotierenden Plattformen unnötig erschwert wird.

Trifox? Eher New Try: Macht es nochmal neu wäre passender

Trifox Problem ist, dass es für meinen Geschmack zu schwerfällig ist. Damit meine ich die Bewegungsabläufe des Fuches, sei es nun beim Gehen oder im Kampf. Das Spiel fühlt sich klobig an. Auch wenn eure Schläge eine gewisse Wucht haben, ist das Trefferfeedback nicht wirklich gelungen. Ihr wirbelt mit euren Attacken durch die Gegend, aber vielfach ist das nicht wirklich zielgerichtet. Dazu kommen Übersichtsprobleme, durch die Draufsicht und der festen Kamera. Manchmal sind Objekte im Weg und Sprünge ins Nichts, ohne die Plattform vor euch zu sehen, kommen ebenfalls vor. In Kombination mit den technischen Unzulänglichkeiten ist Trifox ein Spiel, das Potential besitzt, ein solider Titel zu sein. So jedoch nicht zu empfehlen ist.

Interessant, wie die offiziellen Screenshots zu Trifox eine höhere Auflösung vorweisen, als es Ingame dann wirklich geboten wird.

Die Bildrate ist – sobald ihr am Kämpfen seid – nie flüssig und erinnert an ein N64-Spiel, dadurch fällt diese Schwerfälligkeit erst recht auf. Nächster Punkt, es gibt zwar Fertigkeiten zum Freischalten, aber was bringen diese, wenn ihr den Großteil davon gar nicht braucht? Ein gutes Beispiel liegt in euren Bewegungen. Durch den Doppelsprung und den Dash, den ihr im Sprung nutzt, kommt ihr überall hin. Warum sollte man sich also alternativ entweder per Teleportation oder Jet Pack fortbewegen, um Abgründe zu überwinden? Warum sollte ich im Nahkampf etwas anderes als den normalen Schlag und meinetwegen noch das Stunnen verwenden, wenn das die effektivste Methode ist, Gegner zu besiegen? Weniger wäre da mehr gewesen, oder einfach verschiedene Waffen, die sich upgraden lassen. Dann bräuchte es nicht zig verschiedene Angriffe, die sich im Schaden austeilen jedoch kaum unterscheiden. Es ist jedenfalls bei der Low Poly Optik, bzw. gewählten Low Texturen Optik nicht zu erklären, warum das Spiel auf der Switch so schlecht läuft.

  • Plattform: Nintendo Switch (getestet)
  • Publisher: Big Sugar
  • Entwickler: Glowfish Interative
  • Genre: Action-Adventure
  • Spieleranzahl: 1-Spieler
  • Preis zum Start: 19.99 Euro
  • Release: 13. Oktober 2022
  • USK-Freigabe: 6
Reden wir nicht lange um den heißen Brei herum: Trifox hat das Potential für ein gelungenes Action-Adventure. Nur machen das Leveldesign und die Technik bei der uns getesteten Nintendo Switch-Version einen Strich durch die Rechnung. Damit willkommen zum Test. Oh, nein. Nicht die Fernbedienung! Trifox beweist, wie egal –je nach Genre- der Aufhänger sein kann, warum sich ein Protagonist in Bewegung setzt. Mal wird eine Prinzessin entführt oder der eigene Essensvorrat geklaut und hier ist es der Fall, dass die Fernbedienung des TVs vor der eigenen Nase von einem Piratenwolf geklaut wird. Das kann der offensichtlich erfindungsreiche Fuchs natürlich nicht…

Trifox ist ein Spiel mit Potential, bzw. die Art, welches Gameplay vermittelt werden soll. Mit Feintuning in der Spielbarkeit und erst recht mit einer sauberen Technik, könnte das Spiel oder ein Nachfolger ein spaßiger Action-Snack für Zwischendurch sein. Aber hätte hätte, Würstchenkette. So in der Form ist das Trifox leider nicht zu empfehlen.

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