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Ravenous Devils

In Ravenous Devils – was so viel heißt wie gefräßige Teufel – ist der Name Programm. In diesem morbiden „Cooking-Game“ übernehmt ihr die Rollen von Percival und Hildred, die erst seit kurzem ein Haus in der Stadt gekauft haben, um dort ein Restaurant und eine Schneiderei zu eröffnen. Sie waren bereits in anderen Städten erfolgreich in ihrem speziellem Metier, nur fällt dieses nach einer Zeit voraussichtlich auf. Denn sie verarbeiten Menschen zu Speisen und nutzen deren Kleidung, um eigene Kleidungsstücke herzustellen. Damit Willkommen zum Test.

Wer ist der mysteriöse „Verehrer“?

Hackepeter

Angesiedelt (so schaut es zumindest aus) ist das Geschehen im viktorianischen England Ende des 19. Jahrhunderts und als mögliche Vorlage kommt der Film Sweeney Tod mit Johnny Depp in den Sinn. Das Geschehen spielt komplett nur im Haus, das aus verschiedenen Etagen besteht. Percival kümmert sich um das „Schneidern“, Gärtnern und um die Fleischlieferung für seine Frau, während Sie diese besondere Ware verarbeitet und zwar zu Hackfleisch, Würstchen oder auch Steaks. Der Gameplayablauf gestaltet sich so, dass über eine gewisse Zeitspanne Kunden ins Haus kommen und ihr dann über einen Marker auswählt, welche Aktion die beiden ausführen sollen. Das Spielt besteht also hauptsächlich darin, einen Marker per Analogstick von einem Ort zum anderen zu bewegen und Dinge wie den Fleischwolf, den Zubereitungstisch für die Speisen, den Ofen, die Leiche zum Ausziehen, das Ausbringen von Saatgut usw. per Knopfdruck zu bestätigen. Per Schultasten wechselt ihr die Etagen durch und Percival und Hildred bewegen sich auch per Touchsteuerung im Handheldmodus, was die Steuerung mit Stylus um einiges komfortabler macht.

In Hildreds Küche geht es in der Regel sehr saftig zu

Leider ist die Auflösung im Handheldmodus unter aller Mensch, äh Sau. Das heißt, sie ist viel zu niedrig, was total unverständlich ist, von daher ist der Handheldmodus nicht wirklich zum Spielen geeignet.

Percival mordet, zieht die Opfer aus und schmeißt sie per Falltür runter in die Küche. Das Blutbad muss dann jedes Mal aufgewischt werden, denn sonst kommt automatisch kein weiterer Kunde in seine Werkstatt, sondern bleibt vorne im Laden stehen, wo ihr eure zusammengebastelten Kleidungsstücke zum Verkauf anbietet. Ihr könnt also nicht auf frischer Tat ertappt werden, ihr verspürt also nie einen Druck, dass euch Konsequenzen blühen, wie das die Polizei geholt wird. Die einzige Konsequenz sind fehlende Einnahmen, wenn Gäste verärgert wieder gehen, wenn sie kein Kleidungsstück zum Kaufen oder eine Speise vorfinden. Das wirkt sich durch einen Minusbetrag aus. Ihr braucht das Geld für Upgrades. Diese bestehen aus mehreren Öfen, mehr Gemüse für neue Rezepte oder auch, dass ihr bei der Ausgabe Tische zum Sitzen beim Essen zur Verfügung stellt. Der Gameplayloop bleibt also gleich, außer, dass ihr euch um mehr Sachen gleichzeitig kümmern müsst, was Ressourcen sammeln und einsetzen anbelangt.

Das gesamte Geschehen wird durch den äußeren Rahmen zusammengehalten. Schon früh erfahrt ihr, dass irgendjemand von eurem Geheimnis weiß und Druck auf euch ausübt, sonst würde diese Person zur Polizei gehen. Glücklicherweise hat auch der mysteriöse Briefschreiber nicht alle Tassen im Schrank, da er Menschenfleisch überaus köstlich findet (wie auch jeder Gast, nur wissen die nichts davon). Klingt ja soweit nicht schlecht, wenn da nicht das eine oder andere Problem auftreten würde, was den Spielablauf vermiest.

Mit eurem verdienten Geld erhaltet ihr mehr Optionen, um eurer Geschäft zu erweitern

Bugs gehören nicht auf die Speisekarte!

Ravenous Devils hat zwei große Probleme, neben dem kleineren, der niedrigen Auflösung im Handheldmodus. Da wäre zum einen der sehr langsame Fortschritt, bis die Hauptstory eures heimlichen Verehrers und Zünglein an der Waage weitergeht. Dargestellt wird eurer Fortschritt anhand eines Balkens, der nur sehr langsam voranschreitet, abhängig davon, wie gut ihr eure Kunden bedient und welche Upgrades ihr gekauft habt. Ich habe rund 80% freigeschaltet und frage mich, ob danach noch eine Wendung eintritt bzw. weitere Upgrades ins Angebot kommen, oder ob dann das Ende eingeläutet wird. Dahin zu spielen wurde mir aber durch diverse Bugs jedoch so sehr ins Essen gespuckt, dass ich auf diese Mühseligkeit keine Lust mehr hatte. Bugs treten dann häufig so auf, dass sich eure Spielfiguren nicht mehr trotz Aufforderung bewegen oder sie in eine Etage gehen, in der sie normalerweise nicht gelangen sollten abseits von einer Dialogsequenz. So landete Percival mal im Restaurant, was nicht sein Bereich ist. Dann hatte ich mal den Fall, dass er den Gemüsekorb nicht mehr abgelegt hat, mit der Folge, dass ich keine weitere Kleidung mehr anfertigen, geschweige denn für Fleischnachschub sorgen konnte. Ebenso, dass Sequenzen in sich verharren, dass nur neuladen oder auch das Durchklicken durch die Optionen Hilfe verschaffen.

Ach, ja. Mit viel zu kleiner Schrift bekommt ihr es in Ravenous Devils ebenfalls zu tun.

  • Plattform: Nintendo Switch (getestet), PlayStation und Xbox-Systeme, PC
  • Publisher: Troglobytes Games
  • Entwickler: Troglobytes Games
  • Genre: Simulation
  • Spieleranzahl: 1
  • Preis zum Start: 4.99 Euro
  • Release: 29. April 2022
  • USK-Freigabe: 18
In Ravenous Devils – was so viel heißt wie gefräßige Teufel – ist der Name Programm. In diesem morbiden „Cooking-Game“ übernehmt ihr die Rollen von Percival und Hildred, die erst seit kurzem ein Haus in der Stadt gekauft haben, um dort ein Restaurant und eine Schneiderei zu eröffnen. Sie waren bereits in anderen Städten erfolgreich in ihrem speziellem Metier, nur fällt dieses nach einer Zeit voraussichtlich auf. Denn sie verarbeiten Menschen zu Speisen und nutzen deren Kleidung, um eigene Kleidungsstücke herzustellen. Damit Willkommen zum Test. Hackepeter Angesiedelt (so schaut es zumindest aus) ist das Geschehen im viktorianischen England Ende des…

Und alleine wegen den Bugs würde ich davon abraten, euch das Spiel zu holen, solange diese nicht durch einen Patch behoben wurden sind. Und sonst? Mir gefällt die morbide Art und es fiel gar nicht mal großartig negativ ins Gewicht, dass das Gameplay sehr repetitiv ist oder zum Beispiel ein 2-Spielermodus oder zumindest wirklich die Angst zu haben, nicht aufzufliegen, das Geschehen aufwerten würde. Also mehr ein Katz und Maus Spiel, als nur morden und schneidern am Fließband. Der Anschaffungspreis von 4,99 zum Start ist natürlich sehr gering, dennoch lande ich jetzt wieder beim ersten Satz des Fazits.

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