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Chivalry II

In Chivalry II könnt ihr euren Kindheitstraum einmal Ritter zu sein so richtig ausleben. Schwer bewaffnet und entsprechend langsam schwingt ihr scharfes Metall auf eure Gegner, trennt Körperteile ab und lässt dabei Blut spritzen. Alles dabei mit derbem Macho-Humor, der so doof ist, dass er wieder unterhaltsam ist.

Die Feder ist NICHT mächtiger als das Schwert

Chivalry II ist eine Mischung aus aufregenden, nuancierten First-Person-Nahkämpfen, bei denen einige kämpfen, um aus dem Chaos der 40-64-Spieler-Schlachten herauszukommen, und andere, unglücklichere Leute, die alles ruinieren, indem sie Pfeile ins Getümmel schießen, um glückliche Kopfschüsse zu erzielen. Chivalry II spielt während eines fiktiven Konflikts zwischen dem Freimaurer-Orden und den Agatha-Rittern, wobei es weniger um düsteren historischen Realismus als vielmehr um alberne und augenzwinkernde Blutbäder geht.

Chivalry II
Chivalry II

Überraschenderweise spielt sich Chivalry II aber gar nicht so schlecht. Das Kampfsystem ist gut genug, dass sich ein geübte Spieler gegen eine überwältigende Übermacht behaupten können und geschickt als Sieger hervorgehen. Andere Spieler rennen einfach in die Schlacht, um sich sofort den Kopf vom Körper abtrennen zu lassen. In der einen Minute stürmt ihr mit euren Kameraden einen glorreichen Angriff, und in der nächsten seht ihr zu, wie sie ihre Waffen verlieren, mit einer Auswahl an geworfenen Gegenständen (lebende Hühner, gekochte Truthähne, Ambosse, Mistkugeln) beworfen werden oder von Ballistenfeuer und fehlgeleiteten Katapultgeschossen ausgelöscht werden.

Die Missionsziele sind recht abwechslungsreich – es gibt direkte Deathmatches, die über atmosphärische, neblige Level ausgetragen werden, Belagerungen, die vom Stürmen der Tore einer Burg bis hin zur Demontage der Belagerungswaffen reichen, die auf deine Flotten gerichtet sind, und eine besonders spaßige Karte stellt die Angreifer sogar vor die Aufgabe, Gold zu stehlen oder zumindest NPCs dabei zu helfen.

Es gibt zwar keine große Vielfalt an Karten, aber jede bietet euch visuelle Abwechslung. Ob blutgetränkte, schlammige Schlachtfelder mit Bauern, die an Bäumen hängen, oder ein Angriff auf eine Burg an einer Küste in der Morgendämmerung.

In Chivalry II gibt es vier Klassen: Bogenschütze, Vorhut, Fußvolk und Ritter. Jede Klasse hat ihre eigenen Unterklassen, die über spezielle Ausrüstungsgegenstände und Einsatzmöglichkeiten verfügen. Während ein Ritter-Offizier beispielsweise Zugang zu einer Heilung mit Wirkungsbereich hat (die durch das nutzen eines Horns aktiviert wird), verfügt der Wächter über einen Schild und ein Banner, das er ablegen kann, um Verbündete über einen längeren Zeitraum zu heilen. Jede Unterklasse hat außerdem Zugriff auf eine Reihe von Primär- und Sekundärwaffen, die alle ihre eigenen Vor- und Nachteile haben, und genau hier beginnt der Kampf zu glänzen.

Chivalry II
Chivalry II

In Chivalry II gibt es außerdem eine Handvoll Angriffsmöglichkeiten. Von einfachen Schlägen und schweren Schlägen bis hin zu Überkopfschlägen und Stichen, die auch als schwere Varianten einsetzbar sind. Man kann blocken und ausweichen, und wenn man dies zum richtigen Zeitpunkt tut und einen Angriff folgen lässt, wird dieser in eine Riposte verwandelt, die alle eingehenden Angriffe abwehrt.

Jede Waffe im Spiel hat ihre eigenen Vor- und Nachteile: Klingenwaffen wie Langschwerter und Falchions sind tendenziell schneller und ihre Schwünge wirken auch bei Kontakt mit dem Feind weiter, so dass Schläge mit einem massiven Radius möglich sind. Stumpfe Waffen wie Kriegshämmer und Streitkolben halten bei Kontakt an, verursachen aber enormen Gesundheitsschaden und nehmen dem Gegner schneller den Wind aus den Segeln. Stangenwaffen haben eine große Reichweite, aber wenn ein Gegner in eure Reichweite kommt, wird dies zum Nachteil, da er euch mit vielen Schlägen erwischen kann, wenn ihr nicht aufpasst.

Wenn alles andere fehlschlägt, könnt ihr so ziemlich alles werfen, was ihr in die Hände bekommt.

Der Kampf ist leider sowohl der Höhepunkt als auch der Tiefpunkt des Spiels. Es gibt in Chivalry II keinen speziellen Duellmodus, sondern nur Gemetzel und Chaos, was es schwer macht, den Kampf wirklich in den Griff zu bekommen.
Mit Freunden macht das Spiel erst so richtig Spaß, da die Extraportion Schadenfreude bei Bekannten erst so richtig zur Geltung kommt.

Langlebigkeit im Spiel entsteht durch das Grinden von Waffen- und Rüstungskosmetik, Unterklassen und anderen Waffen. Im August wurden zwei Neue Karten und Modi kostenlos hinzugefügt und die Entwickler versprachen weitere Updates.

Chivalry II
Chivalry II

Grafik & Sound

Chivalry II bietet euch eine durchschnittliche Optik. Das Spielgeschehen läuft meist flüssig mit 30 Bildern pro Sekunde, rutscht aber spürbar im großen Getümmel ab. Die Umgebungen sind trist und ohne großen Aufwand gestaltet. Dies verschmerzen wir noch, da das hektische Spielgeschehen nicht viel Zeit lässt die Bäume am Wegesrand zu bewundern.

Der Sound bietet irrelevante orchestrale Untermalung gepaart mit amüsanten Onelinern die euren Macho-Status wiedergeben.

  • Plattform: PlayStation 4 (getestet), Xbox One, PlayStation 5, Xbox Series, Microsoft Windows
  • Publisher: Tripwire Interactive, Deep Silver
  • Entwickler: Torn Banner Studios
  • Genre: Action
  • Spieleranzahl: 1-64
  • USK: 18
  • Release: 08. Juni 2021
In Chivalry II könnt ihr euren Kindheitstraum einmal Ritter zu sein so richtig ausleben. Schwer bewaffnet und entsprechend langsam schwingt ihr scharfes Metall auf eure Gegner, trennt Körperteile ab und lässt dabei Blut spritzen. Alles dabei mit derbem Macho-Humor, der so doof ist, dass er wieder unterhaltsam ist. Die Feder ist NICHT mächtiger als das Schwert Chivalry II ist eine Mischung aus aufregenden, nuancierten First-Person-Nahkämpfen, bei denen einige kämpfen, um aus dem Chaos der 40-64-Spieler-Schlachten herauszukommen, und andere, unglücklichere Leute, die alles ruinieren, indem sie Pfeile ins Getümmel schießen, um glückliche Kopfschüsse zu erzielen. Chivalry II spielt während eines fiktiven…

Chivalry II ist ein unterhaltsames Multiplayer Spiel mit hoher Lernkurve. Wenn ihr wirklich erfolgreich in Multiplayer-Session sein wollt, dann ist das Verinnerlichen und Meistern der Steuerung zwingend notwendig. Ansonsten erlebt ihr gegen gute Spieler einen Bildschirmtod im Sekundentakt und die Frustration wird ins Unermessliche steigen. Wer sie meistert, wird aber enorm viel Spaß haben, nicht zuletzt aufgrund der charmanten Präsentation des Spiels.

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