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The Silver Case 2425

Suda51’s The Silver Case 2425 ist eine Kombination aus dem 1999 erschienenen Japan-exklusiven The Silver Case, sowie die Fortsetzung The 25th Ward: The Silver Case, die 20 Jahre nach dem ersten Teil spielt.
The Silver Case 2425 ist technisch gesehen also kein neuer Teil der Silver Case – Reihe, sondern eine Compilation.

Verrückt, verrückter, Suda51

The Silver Case spielt im Jahr seines Erscheinens, 1999. Wir befinden uns in einer Stadt namens „24 Wards“. Dort ereignen sich eine Reihe mysteriöser und bizarrer Morde, die die „Heinous Crimes Unit“ (HCU) des 24 Wards Police Department dazu veranlassen, Nachforschungen anzustellen, um den Killer zu fassen.

Sie stellen fest, dass die Morde dem Profil eines berüchtigten Serienmörders, Kamui Uehara, entsprechen, der vor einigen Jahren relevante Regierungsmitglieder nacheinander ermordet hat. Uehara war in einer psychiatrischen Anstalt untergebracht und galt als völlig unfähig, erneut Verbrechen zu begehen, doch die neuen Vorfälle lassen das Gegenteil vermuten.

The Silver Case 2425
The Silver Case 2425

The 25th Ward: The Silver Case spielt fünf Jahre nach dem Original und erzählt zunächst die Geschichte von Mokutaro Shiroyabu, der seine Arbeit als Mitglied der Einheit für grausame Verbrechen in der neu gegründeten 25th Ward aufnimmt.

Der Frieden und Wohlstand der 25th Ward wird durch Gerüchte über Kamui Ueharas Wiederauftauchen bedroht – und es liegt wieder einmal an der HCU, dies zu verhindern.

The Silver Case 2425 ist in erster Linie eine Visual Novel mit investigativen Adventure Aspekten. Die Bezeichnung passt in diesem Fall am besten, auch wenn Suda selbstredend auch hier seinen persönlichen Stempel aufgedrückt hat. Sowohl die Story als auch das Gameplay haben den frühen Suda51 Charme, den die meisten wahrscheinlich mit Killer7 erlebt haben.

Ihr bewegt euch stellenweise durch dreidimensionale Räume durch ein gitternetz-artiges Bewegungssystem, allerdings nur um an bestimmte Punkte zu kommen, mit denen ihr auf irgendeine Weise interagieren könnt. Es erinnert dabei an typische Dungeon Crawler aus der Egoperspektive wie die Etrian OdysseyReihe.

Natürlich klingt das logisch, doch so einfach ist es dann doch nicht. Sobald ihr an einer bestimmten Stelle angekommen seid, habt ihr die Wahl mit bestimmten Objekten zu interagieren oder beispielsweise Leitern hoch- oder runterzusteigen. Dazu ist eine bestimmte Buttonkombination nötig, die ehrlicherweise alles unnötig verkompliziert.

The Silver Case 2425
The Silver Case 2425

Sicher, wir reden hier von einem Titel aus dem Jahr 1999, jedoch hätte man den Release der Sammlung zum Anlass nehmen können die Steuerung zu überarbeiten und vor allem auf der Nintendo Switch einen Touchscreen Support einzubauen. Das hätte den Spielablauf wesentlich intuitiver gestaltet.

Dies gilt vor allem für den ersten Teil von The Silver Case 2425. In The 25th Ward haben die Entwickler das ganze Spielgeschehen etwas stromlinienförmiger gestaltet, was jedoch nicht viel ausmacht im Gesamtüberblick.

The Silver Case 2425 stellt euch neben vielen Textpassagen und Bewegungsmanövern auch gelegentlich vor Rätsel. Diese treten selten auf und man kann die Kapitel sogar beenden, ohne sie gelöst zu haben. In The Silver Case gibt es sogar einen „Löse das Rätsel für mich“-Button, wenn ihr so gar keine Lust habt auf Knobeln. Dieses Feature fehlt in The 25th Ward.

Grafik & Sound

Ich denke, es ist wichtig zu erwähnen, dass, obwohl die überwältigende Mehrheit der Geschichte von The Silver Case 2425 durch das geschriebene Wort erzählt wird, sprüht die Optik an allen Ecken und Enden Suda51’s Charme.

Was meinen wir damit? Dies ist schwer in Worte zu fassen, wenn ihr Sudas Stil nicht wirklich kennt, sprechen Bilder mehr als 1000 Worte. Bild in Bild, polygonarme Umgebungen, Pixelgrafik, Neonfarben und bizarre Gestalten gehören jedenfalls immer dazu.

Der synthielastige Soundtrack ist größtenteils sehr eingängig und es hat nicht lange gedauert, bis sich ein paar Favoriten abgezeichnet haben. Aber natürlich ist auch die Musik nicht vor den bizarren Machenschaften Suda51‘s sicher.

The Silver Case 2425
The Silver Case 2425

Das faszinierendste an den Soundtracks beider Spiele ist vielleicht nicht ein bestimmtes Lied, sondern vielmehr die Art und Weise, wie die Lieder eingesetzt werden. Während die meiste Hintergrundmusik situativ passt, gibt es mehrere Stellen im Spiel, an denen sich die Titelauswahl so anfühlt, als wären sie absichtlich so gewählt, dass sie so wenig wie möglich mit der aktuellen Szene harmonieren. Dies ist keine Kritik – nur eine Beschreibung.

  • Plattform: Nintendo Switch (getestet), PlayStation 4
  • Publisher: NIS America
  • Entwickler: Grasshopper Manufacture, Playism
  • Genre: Adventure, Visual Novel
  • Spieleranzahl: 1
  • USK: 16
  • Release: 09. Juli 2021
Suda51’s The Silver Case 2425 ist eine Kombination aus dem 1999 erschienenen Japan-exklusiven The Silver Case, sowie die Fortsetzung The 25th Ward: The Silver Case, die 20 Jahre nach dem ersten Teil spielt.The Silver Case 2425 ist technisch gesehen also kein neuer Teil der Silver Case - Reihe, sondern eine Compilation. Verrückt, verrückter, Suda51 The Silver Case spielt im Jahr seines Erscheinens, 1999. Wir befinden uns in einer Stadt namens "24 Wards". Dort ereignen sich eine Reihe mysteriöser und bizarrer Morde, die die "Heinous Crimes Unit" (HCU) des 24 Wards Police Department dazu veranlassen, Nachforschungen anzustellen, um den Killer zu…

The Silver Case 2425 mag eine ältere Arbeit von Suda51 sein, aber das hält es nicht davon ab, ein bizarres und faszinierendes Spielerlebnis zu sein. Wie viele seiner Titel, ist es bei weitem nicht für jedermann gedacht und geeignet. Die Steuerung ist hölzern, das Gameplay verwirrend und die Darstellung einfach nur bizarr ABER es sticht definitiv aus dem Einheitsbrei der heutigen Videospielszene heraus und hat definitiv eine Zielgruppe. Wenn ihr also Freunde von ungewöhnlichen Spielen mit einer ungewöhnlichen Präsentation seid, dann ist The Sliver Case 2425 durchaus einen Blick wert – für den braucht ihr aber das richtige Mindset.

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