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Just Die Already

Just Die Already ist ein 3D-Sandbox-Spiel in Comic-Grafik und wurde von Leuten entwickelt, die auch am Goat Simulator gearbeitet haben. Damit ist bereits die erste Richtung des Gameplays vorgegeben. Die zweite ist, wie ihr mit euren Armen und Händen mit der Umgebung interagiert. Also die Schultasten verwendet für den linken bzw. rechten Arm. Ob euch dieser Titel eine bunte Spielwiese bietet, die immer wieder aufs Neue einlädt, sollen nun die folgenden Zeilen zeigen.

Too old to Rock and Roll but too young to die

Zugegeben, dass ihr in Just Die Already in die Rollen von 4 Senioren schlüpfen könnt, ist Mal was Anderes. Denn in der Regel ist man ja mit jüngeren Naturen unterwegs. Das Abenteuer könnt ihr alleine spielen oder auch online mit drei weiteren Spielern. Ändern tut sich dadurch an der Spielwelt nichts, sodass sie sowohl im Single, als auch Mehrspielermodus gleich ist. Da euer Alter Ego (Wortspiel beabsichtigt) keinen Bock auf das Dasein im Altersheim hat, ist es eure erste Aufgabe, aus dieser Vorhölle auszubrechen. So besteht die erste Quest daraus, einen Schlüssel zu finden, mit dem ihr aus eurem Gefängnis ausbrecht. Als nächstes geht es darum, den anderen Bewohnern und Pflegern so sehr auf den Sack zu gehen, dass ihr aus dem Haus geworfen werdet, um dann die Stadt unsicher zu machen.

Auch solche Plakate zählen zum Humor von Just Die Already

Die ersten Momente im Spiel geben nicht nur die Richtung vor, sondern ihr werdet auch merken, ob das Gameplay etwas für euch ist oder doch eher den Gedanken fasst „was ist das für ein Murks?!“

Das Kernelement ist, mit euren Händen Gegenstände zu greifen und dann einzusetzen, das geschieht über die Schultertasten und ist kontextabhängig. Einfaches Beispiel: Während ihr euch eine Flasche greift und dann austrinkt, schlagt ihr dagegen mit einer Axt einfach zu. Das Greifen von anderen Personen ist aber auch möglich, um sie dann mit im Schlepptau über den Boden zu ziehen. Was die Bewegung eurer Arme anbelangt, erinnert das Geschehen an Physik basierte Spiele wie Human Fall Flat oder auch Gang Beasts, ebenso was die Schlacksigkeit eurer Bewegungen anbelangt. Ihr habt das Gefühl, sehr leicht zu sein und hampelt durch die Gegend und könnt gegen alles anstoßen, sodass man auch einfach oft auf dem Boden liegt. Die Kamera lässt sich zwar frei bewegen, aber besonders in den Innenräumen bereitet sie Probleme, sodass die Übersicht flöten geht, wenn Objekte im Sichtfeld hängen.

Die Grafik ist nun ja, so lalala, niedrig aufgelöst, Kantenflimmern. Einzig der Comic Stil lässt Just Die Already nicht total zum hässlichen Entlein werden

Dass ihr dabei häufig in Mitleidenschaft gezogen werdet, indem ihr ein Körperteil verliert, euch verbrennt oder anders zu Schaden kommt, versteht sich von selbst und soll den Humor widerspiegeln. Da es sich ohne Gliedmaßen erst recht nicht gut steuern lässt, ist das Respawnen auf Druck auf den Y-Knopf jederzeit verfügbar und ihr startet im nächstliegenden Müllcontainer.

Da Just Die Already euch kein übergeordnetes Ziel mit auf dem Weg gebt, um eine Art Story abzuschließen, gibt es Alternativ eine wahre Fülle an sogenannten Lebenszielen. Diese lassen sich jederzeit anzeigen und durchschalten, sobald ihr Steuerkreuz Oben betätigt. Ohne sie jetzt penibel gezählt zu haben, gibt es locker über 100 Aufgaben, die ihr abschließen könnt. Wie zum Beispiel eine bestimmte Anzahl an Gliedmaßen zu verlieren, so viel zu essen bis man platzt oder auch auf einem Trampolin in 30 Sekunden 50-Mal zu springen. Allmöglicher Quatsch eben.

Ein Einblick in die Lebensziele von Just Die Already

Erledigt ihr eine Aufgabe, gibt es auch Belohnungen, sodass der einzig wirklich belohnende Faktor im Spiel ist. Diese Belohnungen können optischer Natur sein, wie Accessoires für euch, aber auch Gegenstände und Waffen. Zu erstehen sind diese Sachen an Automaten, die quer verteilt in der Stadt stehen ähnlich wie die Müllcontainern, aus denen ihr spawnt. Die Stadt bietet das, was man erwartet, Einkaufsläden und Restaurants, Straßenzüge samt Autos, eine Straßenbahn, einen Hafenbereich, inklusive Haien im Wasser oder auch eine Sportanlage. Eurer Ziel ist es also, die Lebensziele abzuarbeiten. Gemäß dem Falle, ihr könnt der Hampelei etwas abgewinnen, denn danach fühlt sich Just Die Already einfach an.

Technik: Alt aber nicht rüstig

Auf der technischen Seite glänzt die Switch-Version sicherlich nicht. Kantenflimmern eine geringe Auflösung (sowohl im Handheld, auch TV Modus bemerkbar), Soundbugs und die Bildrate ist auch nicht konstant auf mindestens 30. Bei der gebotenen Grafik (Comic, einfache Struktur und Symmetrie der Bauten) müsste selbst die Switch damit klarkommen.

Wo ist eure Spielfigur? Übersichtsprobleme gibt es in Just Die Already häufiger

  • Plattform: Nintendo Switch (getestet), Xbox One, PS4, PC
  • Publisher: Curve Digital
  • Entwickler: Double Moose
  • Genre: Simulation
  • Spieleranzahl: 1 -4 (Onlinemultiplayer)
  • Startpreis 13.99 Euro
  • USK: 16
  • Release: 20. Mai 2021

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