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R-Type Final 2

Über ein Jahrzehnt hat es nun gedauert, bis die Shoot’em Up-Serie R-Type mit R-Type Final 2 einen offiziellen Nachfolger spendiert bekommen hat. Auch dank einer Teilfinanzierung der Fans via Kickstarter. Das Renommee hat sich die Serie seit 1987 aufgebaut, als der erste Teil erschien und die Reihe fortan auf vielen Plattformen ein Zuhause fand. Nach Final in 2004 war jedoch Schluss, was die Hauptreihe anbelangte und auch der Entwickler Irem verschwand. 2019 kündigte das aus Irem Veteranen bestehende Studio Granzella dann R-Type Final II an, was für alle Plattformen erschienen ist und wir uns in der Switch-Fassung angesehen haben.

Alles beim Alten?

Natürlich bleibt Final 2 der Serie treu. Nach all der verstrichenen Zeit würden es Fans zudem bestimmt nicht gut finden, wenn an den Grundzutaten herumexperimentiert werden würde. Was bedeutet das also? Zu Beginn habt ihr die Auswahl aus drei verschiedenen Raumschiffen, die sich darin unterscheiden, wie sich ihre Schüsse nach Einsammeln von Power Ups entwickeln. R-Type ist bekannt für das Force-System. Force (oder Kraft im Deutschen) ist ein Power Up, das als zusätzliche Einheit auf dem Bildschirm auftaucht und durch Einsammeln weiterer verstärkt werden. Force kann sich frei im Raum vor und hinter euch bewegen und schießt jedes Mal dann, wenn ihr von eurem Schiff aus den Schussknopf betätigt. Der Clou ist aber auch, dass ihr Force vorne oder hinten an eurem Schiff anbringen könnt, umso mehr Feuerkraft entweder nach vorne oder nach hinten zu generieren.

Jedes Schiff in R-Type Final 2 kann detailliert ins Auge gefasst werden

Auch wenn ihr hauptsächlich von links nach rechts fliegt und R-Type ein 2,5 D Shooter ist, tauchen eure Feinde aus verschiedenen Richtungen des Raumes hervor und befinden sich dann euch hinter euch. Daher habt ihr die Möglichkeit, die Force Einheit jederzeit von euch abzustoßen, sodass sie auch hinter euch gelangen kann. Weitere Power Ups sind Pits, die sich ober/unterhalb eures Schiffes aufhalten und verschiedene Geschosse (auch wieder abhängig von der Wahl eures Schiffes) abgeben. Dazu gibt es noch die „M-Powerups“, mit denen ihr Missiles abfeuert. Das können welche sein, die direkt nach unten tendieren und gegeben falls auf den Boden aufprallen oder auch zielsuchende Raketen. Die Grundwaffen selbst (Farben rot, blau und gelb) setzen sich meistens aus verschiedenen Arten von Lasern zusammen. Das hört sich zunächst nicht viel an, da ihr jedoch insgesamt knapp 100! Schiffe freischalten könnt, ähneln sich die Variationen dieser Geschosse zwar, dennoch wird auch ebenso Vielfalt geboten.

Und da wären wir bei einem neuen Aspekt des Spieles. Ihr sammelt durch Abschüsse nicht nur Continues, sondern vor allem auch bis zu drei verschiedene Ressourcen. Diese könnt ihr dann für den Kauf neuer Raumschiffe ausgeben. Das coole ist, und das ist ein weiteres neues Element, ihr könnt euch diese Schiffe im Hangar betrachten. Also nicht nur Hingucken und mit neuen Aufklebern und Farben versehen, sondern auch die Schiffswerte in Augenschein nehmen. Sobald die Auswahl groß genug ist, müsst ihr euch für eure Favoriten entscheiden, die ihr dann im Spiel frei auswählen könnt. Der Platz ist begrenzt, sodass ihr eventuell wechseln müsst, sobald ein anderes Schiff in die Rotation soll. Dass es so viele Schiffe zum Freispielen gibt, ist sicherlich die große Motivation des Spieles. Motivation bzw. Ehrgeiz müsst ihr aber auch haben, denn R-Type bleibt sich beim Schwierigkeitsgrad ebenfalls treu.

Achtung Wortspiel: R-Type Final 2 The Hangar Games

Zunächst sei erwähnt, dass es mehrere Schwierigkeitsgrade von Anfänger bis Profi gibt. Die leichteren Stufen haben weniger Gegner, Bosse haben weniger Attacken und halten auch weniger aus. Dennoch schenkt euch das Spiel auch hier nichts, sodass ihr es auch hier mit einer Herausforderung zu tun bekommt. Bis ihr alle 11 Level zu Gesicht bekommt (zwei weitere gibt es als DLC), dauert es eine Weile. Denn bevor ihr euch einlasst, solltet ihr im Klaren sein, dass 1 Treffer ausreicht, um eurer Schiff zerstören zu lassen. Zwar fangen die Force- und Pit-Einheiten Geschosse ab, aber erstens sausen sie gerne mal aus allen Richtungen auf euch zu (zumal ihr entweder vorne oder hinten verwundbarer seid) und zum anderen können stärkere gegnerische Angriffe wie massive Laserstrahlen natürlich von euren Beschützereinheiten nicht abgefangen werden.

Daher ist auch R-Type Final 2 ein klassisches Shoot’em Up, in dem es darum geht, jeden Abschnitt eines Levels auswendig zu lernen und das kann dauern. Manche Attacken gegen euch sind echt fies, dazu kommt, dass ihr nach einem Ableben all eure Upgrades verliert und wenn ihr Pech habt (und so kommt es in manchen Leveln vor) sind die Checkpoints schlecht gesetzt. Ein Neubeginn ist aufgrund der fehlenden Power Ups ein klarer Nachteil, wodurch jede Passage nochmals härter wird und das wiederum kann Spieler frustrieren.

Technisch gesehen würde ich sagen, wenn ihr die Wahl habt, dann spielt das Spiel auf einer stärkeren Hardware als auf der Switch. Diese Version läuft zwar nicht schlecht, jedoch nicht konstant mit 60 Bildern pro Sekunde, dazu kommt die geringere Auflösung im Vergleich und Lichteffekte sind auf den anderen Plattformen ebenfalls stärker.

Farbenfroh, ein Markenzeichen der Serie und auch R-Type Final 2

Ansonsten von der Gestaltung her bemüht sich R-Type Final 2 um Abwechslung. Mal kämpft ihr gegen organische Feinde wie Riesenpflanzen in einem Gewölbe, mal seid ihr in einer Eisumgebung und anderes Mal seid ihr ganz klassisch im Weltall und kämpft gegen die Alien-Invasoren. Durch die bunten Waffeneffekte nett anzuschauen und dennoch wirkt die Grafik manchmal etwas detailarm.

Beim Sound bin ich etwas Zwiegestalten, auch weil ich den Soundtrack der SNES-Version von Super R-Type im Kopf habe. Heißt: Ich hätte mir mehr treibende Musik gewünscht, die ist zwar auch hier vorhanden, dennoch hatte ich zum Beispiel in Level 3 das Gefühl, bei Hans Zimmer gelandet zu sein, was ich weniger geeignet finde.

Bei diesem Bossfight sind vor allem eure Manövrierkünste gefragt

  • Plattform: Nintendo Switch, PS4, Xbox, Steam
  • Publisher: Nis America
  • Entwickler: Granzella
  • Genre: Action, Shoot’em Up
  • Spieleranzahl: 1
  • Startpreis 39.99 Euro
  • USK: 6
  • Release: 30. April 2021
Über ein Jahrzehnt hat es nun gedauert, bis die Shoot’em Up-Serie R-Type mit R-Type Final 2 einen offiziellen Nachfolger spendiert bekommen hat. Auch dank einer Teilfinanzierung der Fans via Kickstarter. Das Renommee hat sich die Serie seit 1987 aufgebaut, als der erste Teil erschien und die Reihe fortan auf vielen Plattformen ein Zuhause fand. Nach Final in 2004 war jedoch Schluss, was die Hauptreihe anbelangte und auch der Entwickler Irem verschwand. 2019 kündigte das aus Irem Veteranen bestehende Studio Granzella dann R-Type Final II an, was für alle Plattformen erschienen ist und wir uns in der Switch-Fassung angesehen haben. Alles…

Bei Final 2 habe ich R-Type wie es leibt und lebt erwartet und wurde nicht enttäuscht. Die Serie bleibt sich im Kern treu, was Fans am meisten erfreuen wird. Ich dagegen habe mich derweil schon einige Male darüber aufgeregt, wie die Checkpoints gesetzt sind, oder das mich doch ein unerwartetes Geschoss getroffen hat, worauf ich schließlich Game Over ging. Das Freischalten der zusätzlichen Raumschiffe ist eine tolle Motivation. Daher mein Urteil, Fans greifen zu, alle anderen probieren die Demo aus!

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