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The Skylia Prophecy

„Mirenia ist ein 18-jähriges Mädchen auf der Suche nach Vergebung. Nachdem sie vor drei Jahren versehentlich eine böse Macht entfesselt hat, ist sie nun auf dem Weg in die Tirkin-Festung, um einen alten Zauberspruch zu nutzen, der das Ziel hat, das Böse wieder zu vernichten.“ Das ist die Einleitung zu The Skylia Prophecy, das wir uns auf der Switch angesehen haben. Der 2D-Actiontitel ist auch auf Steam, PS4 und Xbox One erhältlich

Kommen wir direkt zur Sache

Das Spiel wird als „Pixel-art, Story Driven, Metroidvania“ ebenso beworben als auch mit „inspiriert vom hohen Schwierigkeitsgrad und der ‚Töte den Spieler‘-Philosophie der ‚Souls‘ Reihe“ und das alles verpackt in einem 2D-Actionrollenspiel. Was bleibt von all dem übrig? Pixel Art und das war es!

Hier seht ihr ein Paradebeispiel für Storytelling des Grauens, den ihr zu Beginn in The Skylia Prophecy zu Gesicht bekommt. Zum einen scrollt der Text viel zu schnell durch für die Menga an Text und zum anderen ist der Kontrast hundsmiserabel

Also kurz zur Einordnung. Ihr rennt mit Mirenia von links nach rechts oder auch umgekehrt, könnt springen, Tränke trinken, einen Zauber wirken lassen und mit eurem Schwert nach vorne schlagen. Andere Schlagmuster, wie nach oben und im geduckten Zustand zuschlagen gibt es nicht. Das wurde mir auch direkt im ersten Spielbildschirm zum Verhängnis. Hier geht es darum, ein auftauchendes Monster in einem Dorf zu besiegen. Dabei handelt es sich um eine Spinne, da aber der reguläre Schlag sie nicht erreicht und aus geduckter Position zuschlagen nicht möglich ist, stand ich erstmal ziemlich blöd da. Die Lösung ist: Ihr müsst eurer Schild (rechte Schultertaste) einsetzen, um die Spinne zu besiegen! Ihr habt richtig gelesen, die Spinne rennt gegen eurer – wie eine Energiewand – aussehendes Schild und verabschiedet sich. Das Spiel sagt euch das nicht und wie soll man als Spieler diese Mechanik auch annehmen, die jeglicher Logik widerspricht?

Nach dieser Begegnung seid ihr im ersten Dorf unterwegs. Hier könnt ihr mit den NPCs sprechen und zwei verschiedene Örtlichkeiten aufsuchen. Im Item Shop gibt es gegen Bares Tränke zu erstehen wie einen Heil- und Manatrank, einen Unverwundbarkeitstrank oder eine Wiederbelebung. Nur könnt ihr euch diese nicht leisten. Es sei dazu gesagt, dass ihr auch immer nur einen Trank mit euch führen könnt, ebenso das ihr Geld nicht durch Besiegen von Gegnern erhaltet (auch keine Erfahrungspunkte, wo ist also das Rollenspiel?!), sondern durch das Erfüllen von Aufträgen, wo wir bei der zweiten Örtlichkeit wären, die ihr betreten könnt.

Wenn man sagt, dass Inventar in The Skylia Prophecy ist zweckmäßig ist es noch ein ziemlich euphemisches Statement

Auch hier gibt es nur einen Auftrag gleichzeitig. Schauen wir uns den doch noch einmal im Spielermenü an. In diesem arg hässlichem Menü seht ihr anhand von Slots, welche Tränke, Zauber und Schlüsselgegenstände ihr habt und rechts den Text zum Auftrag. Das war es, mit dem Cursor auf die Slots gehen für eine Beschreibung ist nicht möglich, sodass dieser Bildschirm fast unnötig ist.

Das Spiel ist ziemlich linear aufgebaut, also nix mit Metroidvania, ihr erreicht einen Bereich und kämpft von A nach B, erreicht dann ein Dorf, hier gibt es vage Erzählungen, was um das Dorf herum geschieht, dann geht ihr aus dem Dorf in eines der „Dungeons“ schließt es ab und ebnet damit den Weg in den nächsten Bereich. Dann ist das vorherige Areal aber auch abgeschlossen, ihr kehrt nicht mehr dorthin zurück.

Soulslike? Eher kein Gespür für Balancing und Spielverständnis

Das Spiel lässt euch zu Beginn aus drei Schwierigkeitsgraden wähle. Ich habe „leicht“ ausgewählt, weil mein Vorhaben gewesen ist, den Titel durchzuspielen. Daraus wurde ein „wollt ihr mich verarschen und ich habe die Schnauze voll Erlebnis“.  Woran das liegt will ich nun anhand von Beispielen aufzählen.

Hier seht ihr nun besagten Bossraum. Der Gegner hängt noch rechts in der Wand, aber es rührt sich nichts, während links eine undurchdringbare Wand ist. Super, hat das Spiel überhaupt jemand getestet, dass solche Dinge auffallen müssen?

Gegner fressen eure Lebensleiste schneller leer, als ihr gucken könnt, 2 Treffer und einen Tod erleiden ist keine Seltenheit. Wäre weniger ein Problem, wenn man mehr als nur einen einzigen Heiltrank mit sich führen könnte. Also lasst mir als Spieler zumindest die Wahl durch Besiegen von Gegnern Münzen zu farmen. So war bereits der erste aus wenigen Bildschirmen bestehende Dungeon eine Qual. Beim Ableben könnt ihr nur vom letzten Speicherstand aus neustarten. Damit sind nervige Laufwege verbunden, da diese rar gesät sind. Außer, dass Gegner euch die Energie nehmen sollen, sind sie ein reines Level-Hindernis, irgendwas hinterlassen tun sie nicht. Warum auch immer habe ich im weiteren Verlauf durch das Besiegen ein Upgrade meiner Stärke auf Stufe 2 erhalten, gleiches gilt für die Upgrades der Mana und Energieleiste. Mal durch die Erfüllung eines Auftrages erhalten, mal durch das Öffnen einer Schatztruhe. Das ist alles nicht nachvollziehbar.

Grafik und Sound in The Skylia Prophecy kann man durchgehen lassen, der Rest ist leider Grütze!

An einer Situation hatte ich die Wahl aus 2 Wegen und bin dann in die Wasserkatakomben eingetreten. Dort besiegte ich mit Biegen und Brechen einen Boss, aber danach ging das Spiel nicht weiter, ich war sogar im Bossraum eingeschlossen. Dank dieses Bugs war also der ganze Fortschritt dahin. Also nahm ich den anderen Weg. Hier betrat ich letzten Endes einen weiteren Dungeon speicherte ab und stellte dann fest, dass es ein Weg ohne Umkehr ist und mich der nächste Boss erwartete. Nachdem ich ihn selbst nach 20 Treffern und zig Versuchen nicht gelegt hatte, während es ihm ausreichte, dass er mich 2 Treffern tötet, hatte ich die besagte Schnauze voll.

  • Plattform: Nintendo Switch, PS4, Xbox, Steam
  • Publisher: 7 Raven Studios
  • Entwickler: 7 Raven Studios
  • Genre: Action
  • Spieleranzahl: 1
  • Startpreis 6.99 Euro
  • USK: 16
  • Release: 23. April 2021
„Mirenia ist ein 18-jähriges Mädchen auf der Suche nach Vergebung. Nachdem sie vor drei Jahren versehentlich eine böse Macht entfesselt hat, ist sie nun auf dem Weg in die Tirkin-Festung, um einen alten Zauberspruch zu nutzen, der das Ziel hat, das Böse wieder zu vernichten.“ Das ist die Einleitung zu The Skylia Prophecy, das wir uns auf der Switch angesehen haben. Der 2D-Actiontitel ist auch auf Steam, PS4 und Xbox One erhältlich Kommen wir direkt zur Sache Das Spiel wird als „Pixel-art, Story Driven, Metroidvania“ ebenso beworben als auch mit „inspiriert vom hohen Schwierigkeitsgrad und der 'Töte den Spieler'-Philosophie der…

Wie soll die Bewertung, mein Eindruck zu The Sklyia Prophecy anders sein als: Spart euch das Geld, selbst diese geringen 6,99 Euro ist es nicht wert. Das Spiel hat gute Ansätze wirkt aber in vielen Belangen und vor allem im Leveldesign nicht durchdacht genug. Wie ein bockschweres aber doch motivierendes Spiel aussehen kann, hat zum Beispiel Vigor the Viking bewiesen, Skylia dagegen ist einfach nur unfair und die Mühe nicht wert.

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