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Rogue Heroes: Ruins of Tasos

Rogue Heroes: Ruins of Tasos vom Entwickler Heliocentric Studios erinnert am meisten an klassische 2D Zelda-Titel. Dazu könnt ihr das Abenteuer zusammen mit 4 Spielern bestreiten und es bietet ebenso Rogue-Lite Elemente. Wie und ob das alles zusammenpasst, wollen wir nun im Folgenden klären.

Ab ins Abenteuer

Auch wenn zu Beginn euch die Geschichte mit „Ein dunkles Übel regt sich unter dem einst friedlichen Land Tasos … Tief in den vier großen Dungeons wurden die uralten Siegel, die die Titanen zurückhalten, schwer beschädigt und ihre Vasallen bringen Unheil über das Land.

Die Göttinnen, die einst die Siegel schmiedeten, haben eine verzweifelte Bitte an eine Gruppe von Helden gerichtet, um die Menschen vor einem schlimmen Schicksal zu retten …“

nähergebracht wird, spielt die Story in Rogue Heroes: Ruins of Tasos eine absolut untergeordnete Rolle. Wenn ihr darauf also einen Wert legt, wird euch das Spiel in dieser Hinsicht nicht viel bieten.

Das Abentuer ist solo, im Koop und auch online im Koop spielbar. Ich habe das Spiel alleine und zu zweit im Couch-Koop gespielt. Zu Beginn ist nur eine Charakterklasse verfügbar. Dabei handelt es sich um einen Allrounder (Schwertkämpfer, weitere werden freigeschaltet, wenn ihr sie bei der Schneiderin freischaltet)

Hier seht ihr den Enterhaken in Aktion, der dazu dient, das Stadtgebiet in Richtung Westen verlassen zu können

Der Schwertkämpfer ist von den Aktionen her sehr ähnlich zu Link aus The Legend of Zelda, wo wir bei einer weiteren Gemeinsamkeit wären. Auf Y oder dem rechten Analogstick wird eurer Schwert geschwungen. Ewig mit gleicher Intensität zuschlagen ist jedoch nicht, da eure Spielfiguren über Ausdauer verfügen und diese sich bei bestimmten Aktionen wie eben bei Schwerthieben erschöpft und sich dann erholen muss innerhalb weniger Sekunden. Die linke Schultertaste dient zum Zücken des Schildes, um Geschosse abzuwehren, was auf Dauer ebenso auf die Ausdauer geht. Auf der rechten dagegen werden eure temporären sowie permanenten Gegenstände eingesetzt und mit der vorderen Schultertaste durchgewechselt. Auf dem B-Knopf setzt ihr zum Sprint an und könnt dabei sowohl Gegner attackieren als auch Dinge wie einen Baum anrempeln. Das sind eure grundlegenden Aktionen, die sich dann per Charakter in der B-Aktion deutlich voneinander unterscheiden (ansonsten sind es die Statuswerte Leben/Ausdauer/Mana in denen sie sich variieren). So nutzt die Hexe zum Beispiel ihren Besen, um zu fliegen, das wiederum hilft ihr dabei, gefährliche, mit Spitzen versehene Böden einfach zu überfliegen während der Ritter eine Stampfattacke ausführt, der Gegner für eine kurze Zeit bewegungsunfähig macht.

Zeitlose Oberwelt trifft Rogue-Lite Dungeons

Rogue Heroes verfügt über eine klassische Oberwelt, die ihr durchlauft und die sich nach und nach öffnet. Das bedeutet, dass ihr nicht von Beginn an in jedes Gebiet könnt, da euch gewisse Gegenstände wie der Enterhaken fehlen. Eine bekannte Formel in diesem Genre ähnlich wie der Fortschritt in einem Metroidvania. Meistens erhaltet ihr dann in einem der 4 Hauptdungeons diesen Schlüsselgegenstand, also ganz linear aufgebaut.

Zeit, um am Strand zu liegen ist nicht

Die Oberwelt ist ebenso bekannt aufgebaut was die Thematiken angeht, Grünlandschaft mit Bäumen, ein Vulkan und Wüstengebiet und was ebenso nicht fehlen darf ist eine Eiswelt. Der Weg zum ersten Dungeon erfolgt über wenige Bildschirme und stellt so gut wie keine Herausforderung dar. Ab dem zweiten jedoch muss der Weg dafür erst geebnet werden. So benötigt ihr im Sumpf bessere Schuhe, um leichter durch tiefen Schlamm zu warten, der euch sonst schneller versinken lässt. Dafür braucht ihr einen magischen Pilz, der erst gefunden werden muss. Mit den Schuhen erhaltet ihr dann eine Flöte, mit denen ihr riesige Frösche ruft, auf denen dann durch den Schlamm geschwommen wird, sodass euch die Todesgefahr überhaupt nichts mehr ausmacht. Dazu ist die Oberwelt natürlich voll gespickt mit vielen kleinen Geheimnissen, die sich entdecken lassen. Wieder ein typisches Beispiel sind hier Wände zum Aufsprengen.

Damit einhergehend existieren diverse Materialien, die sich sammeln lassen. Allerlei Kleinkram, der dann dazu dient, dass ihr Gegenstände herstellt, damit ihr sie permanent einsetzen könnt. Dazu zählen viele Items wie Bumerang, Bogen oder Bomben, die ihr anfangs nur temporär in den Dungeons erhaltet. Auch gibt es Samen zu finden, die ihr dann in eurer Stadt auf eurer Farm in den Boden einpflanzen könnt. Die daraus resultierenden Früchte können dann verkauft werden.

Die Stadt wächst nach und nach und ihr lasst vom Zimmermann verschiedene Gebäude bauen, von denen viele dazu dienen, euren Charakter zu verbessern. Hier gibt es das volle Programm, sodass eure Stärke, Angriffsgeschwindigkeit, Lebensenergie, Wirkungen von Heilitems, Ausdauer und weiteres verbessert werden kann, sofern ihr genug Rubine habt. Diese wiederum erhaltet ihr in den Dungeons.

Ein Bild vom Marktplatz euer Stadt aus Rogue Heroes: Ruins of Tasos, die ihr nach und nach aufbaut

Diese Tempel bestehen aus 3 Etagen und ganz unten (oder oben wie man es nimmt) wartet der Boss auf euch. Wie erwähnt wird bei jedem Betreten das Gewölbe zufällig generiert. Ebenso macht es einen Unterschied, ob ihr alleine oder mit mehreren die Etage betretet, was den Aufbau der Räume und enthaltenen Rätsel anbelangt. Und auch hier bekommt ihr vor allem als Zelda-Spieler viel Bekanntes zu Gesicht. Blöcke, die auf bestimmte Bodenplatten verschoben werden müssen, das Anzünden von Fackeln, Bomben werfen, auch um Schalter zu aktivieren, Einsatz von Enterhaken, um sich über Plattformen zu ziehen, das Besiegen aller Gegner eines Raumes, um einen Schatz zu erhalten oder einen Durchgang freizuschalten usw. Auch wenn vieles bekannt ist, würde ich nicht von einer 1:1 Kopie sprechen.

Der Unterschied je Etage besteht vor allem darin, dass eure Gegner merklich stärker werden und auch mehr einstecken können. Um den entgegen zu wirken, müsst ihr eure Statuswerte in der Stadt durch die Rubine aufwerten, sonst seht ihr ab Etage 2 kein Land mehr.

Rogue Heroes Ruins of Tasos macht keinen Hel daraus, sich optisch und vom Design der Dungeons her an Zelda 2D Titel zu orientieren

Dementsprechend dürften die meisten Tempel mehrere Anläufe brauchen, was für ein Rogue-Lite Element ganz typisch ist.

Kurz ein paar Worte zur Präsentation und Sound. Alles ist solide, aber in beiden belangen recht austauschbar was das Design bzw. die Komposition angeht. Ein Pluspunkt ist die farbenfrohe Grafik zweifellos, jedoch wirkt die Grafik wie schon vielfach gesehen. Eine Prise Stardew Valley hier, eine Prise The Escapist da, alles in 16 Bit Ästhetik und fertig ist ein Spiel, das nicht durch einen wirklich eigenen Stil hervorsticht. Gleiches gilt auch für die Musik, Ohrwurmqualitäten Fehlanzeige.

  • Plattform: Nintendo Switch, PS4, Steam
  • Publisher: Team 17
  • Entwickler: Heliocentric Studios
  • Genre: Action-Adventure, Rogue-Lite
  • Spieleranzahl: 1 – 4 Spieler (lokal, gemeinsam auf einem TV-Bildschirm als auch online im Koop spielbar)
  • Startpreis 19.99
  • USK: 12
  • Release: 23. Februar 2021
Rogue Heroes: Ruins of Tasos vom Entwickler Heliocentric Studios erinnert am meisten an klassische 2D Zelda-Titel. Dazu könnt ihr das Abenteuer zusammen mit 4 Spielern bestreiten und es bietet ebenso Rogue-Lite Elemente. Wie und ob das alles zusammenpasst, wollen wir nun im Folgenden klären. Ab ins Abenteuer Auch wenn zu Beginn euch die Geschichte mit „Ein dunkles Übel regt sich unter dem einst friedlichen Land Tasos ... Tief in den vier großen Dungeons wurden die uralten Siegel, die die Titanen zurückhalten, schwer beschädigt und ihre Vasallen bringen Unheil über das Land. Die Göttinnen, die einst die Siegel schmiedeten, haben eine…

Für 19,99 bekommt ihr ein solides und umfangreiches Zelda-Like mit Rogue-Lite Elementen. Auch wenn man das Spiel auch gut alleine spielen kann, entfaltet sich der Reiz vor allem mit mehreren Spielern. Couch-Koop ist ein starkes Argument für Rogue Heroes: Ruins of Tasos. Ich würde sagen, dass 2-Spieler die ideale Anzahl ist, da es ab drei Leuten zum einen unübersichtlich werden kann (sobald sich Spieler voneinander entfernen, zoomt das Geschehen raus) und zum anderen es dann ganz schön chaotisch auf dem Bildschirm werden kann. Von meiner Seite aus gibt es eine Empfehlung, sofern ihr ein Couch-Koop Erlebnis im Blick habt. Durch die vorhandene Demo könnt ihr auch bereits einen sehr guten Eindruck gewinnen.

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