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Ponpu

Ponpu vom Indie Entwickler Purple Tree Studio aus Buenos Aires ist von der Spielmechanik her eindeutig inspiriert von der Bomberman-Serie. Jedoch besitzt das Spiel, was wir uns für die Nintendo Switch angesehen haben, genug Eigenständigkeit. Was der Titel alles zu bieten hat, erfahrt ihr nun.

Alles dabei, was man braucht?

Ponpu bietet euch einen Singleplayer mit 6 Welten zu je 4 Leveln und einen Multiplayer mit verschiedenen Modi samt lokaler und online Anbindung. Die Modi bestehen zum einen aus einem klassischen Deathmatch, dann der Münzenjagd, in der es darum geht, am Ende der abgelaufenen Zeit die meisten Münzen eingesackt zu haben und aus dem Farbenkampf, der im Team gespielt wird. Hier geht es darum, mit euren Bomben den Boden einzufärben, bis die Zeit abgelaufen ist und welches Team dann mehr Fläche eingefärbt hat gewinnt.

Ein Blick auf den Farbenkampf in Ponpu

Und da wären wir auch gleich beim Gameplay angelangt. In Ponpu übernimmt ihr die Rolle von einer von vier Enten und legt vor Spielbeginn fest, welche Art von Spezialbomben sie neben den normalen zum Einsatz bringen kann. Normale Bomben legt ihr – oder vielmehr – würgt ihr auf dem B-Knopf aus, während die Spezial-„Eier“ über den Y-Knopf produziert und eingesetzt werden. Diese Eier habe eine Fähigkeit inne. Zeit-Eier werden von euch ferngesteuert. Ihr legt also fest, wann sie explodieren. Gifteier hinterlassen eine Giftwolke nach der Explosion, während Eis-Eier eure Widersacher einfrieren.

Die Wahl auf diese speziellen Eier ist aber gar nicht so sehr von Belang, wie die Spielerfahrung gezeigt hat. Denn die normalen Bomben-Eier reichen zum Bewältigen der Level vollkommen aus. Wichtig in eurer Bewegung ist der Dash auf dem X-Knopf zum Ausweichen und schneller bewegen und die Kick&Schildaktivierung auf dem A-Knopf.

Hier seht ihr den ersten Boss aus Ponpu. Hier reicht noch einfaches Ausweichen und Dauerfauer auf die Kröte. Ab dem zweiten Boss jedoch kommt es darauf an, gezielt auszuweichen.

Steht ihr vor einer Bombe und drückt A, wird ein Ei nach vorne gekickt und im Falle eines Aufeinandertreffens mit einem Gegner explodiert sie. Abseits von Gegnern jedoch prallen geschleuderte Bomben von Wänden und Objekten ab und können euch so wieder entgegenkommen. Da euch eure eigene Bomben Schaden zufügen können, musst man hier aufpassen. A dient aber nicht nur zum Kicken von Bomben, sondern auch beim gedrückt halten zur Aktivierung eures Schildes. Der Schild wehrt zum einen Bomben ab (oder auch Geschosse von Gegnern), zum anderen jedoch kann er Bomben, die euch entgegenkommen, reflektieren, sodass ihr sie an den Absender zurückschickt. Dieser Gameplay-Kniff der Abwehr und des Reflektierens ist auch das Element, was Ponpu gegenüber Bomberman deutlich unterscheidet.

Die Geschichte des Spiels ist übrigens kaum bzw. gar nicht relevant. Das Entenuniversum wird von einem Schurken bedroht, den ihr euch entgegenstellt. Streng genommen dann in der sechsten Welt. In den 5 Welten zuvor treten dann noch andere Bosse in Erscheinung. Alle wollen nach einem bestimmten Muster besiegt werden und hier ist es vor allem von Belang, dass ihr gut ausweichen könnt, sonst habt ihr bereits ab dem zweiten Boss keine Chance zu gewinnen.

Eine gewisse Ästhetik lässt sich nicht abstreiten.

Die jeweiligen Level davor laufen immer nach dem gleichen Schema ab. Findet den Schlüssel, um durch den Ausgang zu gelangen. Die Wege bis dahin sind neben euren Widersachen gespickt mit Fallen, die euch Schaden zufügen wollen. Oder auch nicht zu sehende Fallgruben, die euch am Weiterkommen hindern wollen. Das tun sie auch, aber da sie in mehreren Leveln vorkommen, wirken sie auf Dauer wie ein billiger Trick und gehen dann eigentlich nur noch auf die Nerven. Denn die Konsequenz ist, dass ihr eine Etage herunterfallt und dann wieder zu diesem Raum zurückgehen müsst und wenn ihr Pech habt, landet ihr in der nächsten Grube und dieser Zyklus wiederholt sich. Neben Energie in Form von Herzen (ihr könnt 3 Treffer standardmäßig einstecken), lassen sich auch Federn einsammeln. Diese dienen zu, ja zu was eigentlich? Einen eigenen Highscore zu erzielen? Man weiß es nicht, de facto sie haben keinen Nutzen, weswegen man sich gar nicht die Mühe zu machen braucht, jeden Stein und Gras weg zu bomben, damit Federn zum Vorschein kommen. Dadurch verlieren die Stages auch den Anreiz, dass man sie gründlich erkundet, sodass es beim Schlüsselholen bleibt und damit verschenkt Ponpu viel Potential.

Nicht jede der acht Multiplayerkarten zeichnet sich durch eine gelungene Übersicht aus. Diese Karte hier ist eindeutig zu groß.

Bei der Optik sind die Unterschiede natürlich sofort ersichtlich und Ponpu geht mit seiner Comic Grafik in Schwarzweiß einen eigenen Weg. Farben werden nur im Malkampf eingesetzt oder für Details, wie die Augenfarben der Ponpus oder Gegenständen wie Herzen und Federn. Auch der Soundtrack geht einen eigenwilligen Weg und lässt sich nur schwer einordnen. Insgesamt geht das audiovisuelle Paket durchaus in Ordnung.

  • Plattform: Nintendo Switch (PS4, Xbox One, PC)
  • Publisher: Zordix
  • Entwickler: Purple Tree Studio
  • Genre: Action, Arcade
  • Spieleranzahl: 1-4 (auch online spielbar)
  • Startpreis 14,99
  • USK: 12
  • Release: 29. November 2020
Ponpu vom Indie Entwickler Purple Tree Studio aus Buenos Aires ist von der Spielmechanik her eindeutig inspiriert von der Bomberman-Serie. Jedoch besitzt das Spiel, was wir uns für die Nintendo Switch angesehen haben, genug Eigenständigkeit. Was der Titel alles zu bieten hat, erfahrt ihr nun. Alles dabei, was man braucht? Ponpu bietet euch einen Singleplayer mit 6 Welten zu je 4 Leveln und einen Multiplayer mit verschiedenen Modi samt lokaler und online Anbindung. Die Modi bestehen zum einen aus einem klassischen Deathmatch, dann der Münzenjagd, in der es darum geht, am Ende der abgelaufenen Zeit die meisten Münzen eingesackt zu…

Auch im Fazit komme ich leider nicht um den Bomberman Vergleich herum. Beantwortet man die Frage, ob Ponpu eine echte Alternative zum Sprengmeister aus Japan ist, dann würde ich sagen: Nein. Trotz Eigenständigkeit wirkt Ponpu im Gameplay, was die Bewegungsabläufe der Spielfiguren und das Leveldesign angeht nicht rund. Auch die Auswahl an Mehrspieleroptionen ist ziemlich mager, sodass hier noch viel Potential steckt, was ein Nachfolger entfalten könnte. Klare Sache von: Seid ihr dennoch interessiert, dann wartet auf einen Sale.

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