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Ultracore

Unsere Review zu Ultracore beginnt mit einer kleinen Geschichtsstunde. Im Jahr 1994 entwickelte das schwedische Studio DICE (ganz richtig, die Entwickler von Battlefield und Star Wars Battlefront) einen Sci-Fi-Shooter für das Sega Genesis und das Sega CD.

Die beiden Ports waren kurz vor der Fertigstellung und eine Amiga-Version war ebenfalls in Planung. Publisher war zu diesem Zeitpunkt der englische Entwickler und Publisher Psygnosis.

Ultracore
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Als dieses jedoch von Sony übernommen wurde, fiel der Publishing Deal durch und Ultracore versank in den Archiven der Videospielwelt, ohne je veröffentlicht zu werden. 1994 war außerdem der Aufbruch der 3D Konsolen und galt Ultracore bereits als weniger interessant für potentielle Publisher, bis sich das Stuttgarter Unternehmen Strictly Limited Games über 25 Jahre später für den verschollenen Titel begeisterte.

Mit einem neuen Entwickler im Boot wurde das Spiel fertig gestellt und auf die PlayStation 4 und Nintendo Switch geportet.

Heute können wir uns die Früchte der Arbeit, die vor über 25 Jahren begangen, nun endlich ansehen.

Auferstanden aus Ruinen

Ultracore ist ein Sci-Fi-Shooter mit postapokalyptischem Vibe. Ihr seid ein Soldat, der alles Organische und Mechanische aufs Korn nehmt, das es wagt, sich vor euch zu stellen.

Ultracore spielt sich im Vergleich wesentlich schwerfälliger als Genre-Geschwister wie Turrican oder Probotector (Contra). Ihr könnt eure Waffe in 8 verschiedene Richtungen ausrichten, allerdings beginnt dies immer mit einer kurzen Animation. Ergo feuert ihr nicht blitzschnell in alle Richtungen, wie man es vielleicht aus einem Super Probotector gewohnt ist.

Mit dem Analogstick oder dem Steuerkreuz könnt ihr euch bewegen, springen und bei Zeiten Granaten einsammeln. Eure Waffen verfügen außerdem nicht über unendlich Munition also haltet ein Auge auf den Counter. Dies ist bei der Ansammlung von Cyborgs, Robotern und mechanischen Insektoiden auch bitter nötig.

Ultracore
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Eure Waffen lassen sich nicht nur austauschen, sondern auch upgraden, um den Gegnern mit mehr Feuerkraft schneller den Gar auszumachen.

Die Stages haben außerdem ein Timelimit, das sich allerdings mit Power Ups verlängern lässt. Bereits nach kurzer Zeit fällt auf, dass die Gegner scheinbar vollkommen willkürlich platziert wurden. Oft müsst ihr mit einem Aufzug fahren, nur um unten unfairer weise direkt von einem Gegner getroffen zu werden.

Das Thema Leveldesign scheint ebenfalls der vollkommen Willkür ausgesetzt zu sein. Ständig stößt man auf Abzweigungen, die ins Leere laufen und nicht einmal Geheimnisse oder andere Goodies beherbergen. Schade, wenn man die Zeit des Spielers so verschwendet und ihn anhand seiner Neugierde bestraft.

Dann und wann stoßt ihr auch auf bildschirmfüllende Bossgegner, deren Energieanzeige ihr mit einer geschickten Taktik relativ problemlos leeren dürftet.

Ultracore
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Grafik & Sound

Wenn man sich vor Augen führt, dass Ultracore eigentlich für das SEGA Genesis und das Amiga geplant war, kann man durchaus sagen, dass das Spiel erstaunlich gut aussieht. Detaillierte Pixel-Arts, Parallax Scrolling und eine stabile Bildrate sorgen für ein enorm ansehnliches und sauberes Spielerlebnis. Einige der Effekte sind sicherlich nachträglich hinzugefügt worden, da die Konsolen von damals wohl nicht so ganz damit zurechtgekommen wären.

Der Soundtrack klingt einfach nach Genesis. Der blecherne und Bass-lastige Soundtrack besteht aus schnellen und rhythmischen Technobeats und untermalen das hektische Geballer passend. Auch die Soundeffekte stammen direkt aus den 1990er Jahren.

  • Plattform: Nintendo Switch, PlayStation 4, PC
  • Publisher: Strictly Limited, United Games Entertainment GmbH
  • Entwickler: DICE, United Games Entertainment GmbH
  • Genre: Shoot ’em up
  • Spieleranzahl: 1
  • Release: 23. Juni 2020
  • USK-Freigabe: 12

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