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Profane

Profane vom Entwickler OverPowered Team bedient eine bestimmte Nische. Denn bei diesem Action-Titel aus der Top Down-Perspektive handelt es sich um einen Twin-Stick-Shooter, in denen ihr nur Bossgegner bestreitet. Also keine Level, keine Welten, sozusagen ein glorifizierter Boss Rush-Modus. Und damit Willkommen zum Test von Profane auf der Nintendo Switch.

Story ja, von Nöten Nein

Profane ist eingebettet in folgender Geschichte, die wir hier anhand des offiziellem Klappentextes wiedergegeben wollen:

„In Profane schlüpfst du in die Rolle von Talaal, der letzten der sieben Masken Gottes. Talaal findet in letzter Sekunde eine Trägerin, bevor sie gegen ihre Geschwister kämpfen muss, die es auf sie abgesehen haben, um die ihr innewohnende Macht an sich zu reißen. Die Trägerin wird in einen Kampf hineingezogen, der nicht ihr eigener ist, und steckt in einem Kreislauf gefangen, aus dem es scheinbar kein Entrinnen gibt.“

Das übliche Bild in einem Bullet-Hell-Shooter wie in Profane: Ihr seid umzingelt von Geschossen

Diese Geschichte bekommt ihr im Vorspann in Form von gemalten Bildern und Text präsentiert, gestaltet sich aber eher kryptisch, sodass die Handlung nicht wirklich im Gedächtnis bleibt oder ihr euch während des Spieles fragt, wie es wohl weitergeht.

Die Steuerung gestaltet sich sehr simpel und ist damit schnell erlernt. Mit dem linken Stick wird Talaal bewegt und mit dem rechten Stick schießt sie ihre Primärwaffe, eine Art Energiestrahl ab. Alternativ können auch dafür die 4 Aktionsknöpfe (A,B,X ,Y) genutzt werden, stellen aber kaum eine Alternative dar.

Der Kniff ist, dass ihr euch auf die 4 Schultertasten Attribute, Schutzmechanismen oder auch Sekundärangriffe legen könnt, um euch damit zu individualisieren. Jedoch geschieht das nicht einmal ebenso, weswegen wir direkt in die Kritik gehen.

Die Spielmechanik beherbergt dazu einen weiteren Kniff oder auch Haken wie man es nimmt. Jeder Bosskampf hat ein Zeitlimit von 5 Minuten. Von den 5 Minuten werden euch vor Beginn Sekunden abgezogen, je nachdem, welche Fähigkeiten ihr euch gebt. Es ist also so, je stärker ihr euch macht, desto weniger Zeit habt ihr, um mit dem Boss fertig zu werden.

Ein Blick auf die Fähigkeiten in Profane, die ihr nutzen könnt. Leider nicht zu Beginn des Spieles.

Im Storymodus jedoch ist die einzige Fähigkeit, die ihr euch vor dem ersten Kampf zulegen könnt (die euch dann von den 5 Minuten bereits 25 Sekunden kostet) eine schnelle Ausweichbewegung. Dann geht es gegen eure ersten Gegner, der auf den Namen Tutoriaal getauft wurde. Leider ist an ihm wenig einsteigerfreundlich. Tutoriaal verfügt bereits über drei komplette Energieleisten und drei verschiedenen Phasen, sodass ihr euch auf viele verschiedene Angriffe einstellen müsst. Und nun kommen wir zur einer weiteren Sache: Bei jedem Treffer (die können schnell hintereinander erlitten werden, da ihr nach Schaden nicht kurz unverwundbar seid) erleidet ihr einen Zeitverlust von 15 Sekunden. Die Zeit stellt also gleichzeitig eure Lebensenergie dar. Eure Fähigkeiten sind begrenzt und verbrauchen eine bestimmte Anzahl an Seelen. Diese lässt eurer Kontrahent fallen, wenn ihr eifrig mit Schüssen eindeckt. Die Seelen einzusammeln kann durch den feindlichen Dauerbeschuss ganz schön nervenaufreibend sein.

Bereits bei diesem ersten Kampf verlor ich die Lust am Spiel, da es meiner Meinung nach ein zu harter Einstieg ist und dann das Problem ist, dass Profane eben außer dem Boss Rush Modus keine weiteres Gameplay bietet wie zum Beispiel, dass man sich irgendwo anders seine Fähigkeiten verdienen kann. Ich hätte es auch liebend in Kauf genommen, wenn es ein Rating System gäbe, das einen bewertet. Lieber eine schlechte Bewertung im Kampf kassieren, als bereits nach wenigen Treffern keine Chance mehr auf den Sieg zu haben, was beim ersten Fight der Fall ist. Tutoriaal habe ich dann nach einigen Anläufen besiegt. Nach dem Kampf erhaltet ihr zwei weitere Fähigkeiten und habt also dann eine Auswahl aus drei verschiedenen und der „Spaß“ geht dann mit dem nächsten Bosskampf (Khalepo) weiter. Da hier das Sterben munter weiter ging, habe ich spätestens hier festgestellt, dass das Spiel nichts für mich ist.

Insgesamt bietet euch Profane 10 Bossgegner und neben dem Storymodus weitere Spielmodi wie die Arena. Dieser Modus lässt sich fast schon als Trainingmodus verstehen, denn hier habt ihr die freie Auswahl aus den 40 verschiedenen Attributen und Fähigkeiten, von denen dann wirklich einige hilfreich sein können, die ich mir zu Beginn des Storymodus als blutiger Anfänger gewünscht hätte.

Visuell und von der Audioseite macht Profane einen anständigen Job. Gegnerische Geschosse sind klar erkennbar, sodass sie sich von der Umgebungsgrafik klar abgrenzen.

  • Plattform: Nintendo Switch
  • Publisher: Alternative Software
  • Entwickler: Overpowered Team
  • Genre: Shooter, Arcade
  • Spieleranzahl: 1
  • Preis: 15,99 Euro
  • Release: 20. Februar 2020
Profane vom Entwickler OverPowered Team bedient eine bestimmte Nische. Denn bei diesem Action-Titel aus der Top Down-Perspektive handelt es sich um einen Twin-Stick-Shooter, in denen ihr nur Bossgegner bestreitet. Also keine Level, keine Welten, sozusagen ein glorifizierter Boss Rush-Modus. Und damit Willkommen zum Test von Profane auf der Nintendo Switch. Story ja, von Nöten Nein Profane ist eingebettet in folgender Geschichte, die wir hier anhand des offiziellem Klappentextes wiedergegeben wollen: „In Profane schlüpfst du in die Rolle von Talaal, der letzten der sieben Masken Gottes. Talaal findet in letzter Sekunde eine Trägerin, bevor sie gegen ihre Geschwister kämpfen muss, die…

Trotz meiner Spielererfahrung und dem Punkt des schwer zugänglichen Einstiegs und warum dieser nicht durch Mechanismen abgefedert wird, was Profane zugänglicher machen würde; kann ich sonst nicht viel Kritik üben. Für mich ist dieses Boss Rush-Spiel nichts und ich würde auch nie dafür den Preis von 15,99 Euro zahlen. Womit wir wieder bei der Nische wären. Wenn ihr euch angesprochen fühlt und genau das eure Art von Spiel ist, dann ist Profane einen Blick wert.

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