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Sisters Royale: Five Sisters Under Fire

Shoot’em Ups gibt es mittlerweile im eShop auf der Nintendo Switch wie Sand im Meer. Wenn ihr Fans des Genres seid und vielleicht auch Animecharaktere steht, dann könnte Sisters Royale: Five Sisters Under Fire der passende Titel für euch sein, zumindest auf dem ersten Blick. Was das Spiel zu bieten hat, verraten wir im nun folgendem Test.

Das erste Spiel seit 5 Jahren?

Ich weiß zwar nicht, warum innerhalb von 5 Jahren seitens des Entwicklers Alfa System kein Spiel entwickelt wurde, aber jedenfalls ist Sisters Royale: Five Sisters Under Fire der erste Titel seit Oreshika: Tainted Bloodlines einem Rollenspiel auf der PlayStation Vita aus dem Jahre 2014. Auch wenn Alfa System alles andere als ein bekannter Entwickler sein dürfte, existiert das Studio bereits seit 1988 und bis 2014 sind regelmäßig Spiele erschienen. Dabei kam der Entwickler auch mit der einen oder anderen bekannten Serie in Berührung. So zeichnet sich Alfa System zum Beispiel für diverse Ableger der Tales of – Serie von Bandai Namco Entertainment wie Tales of World 2 und 3 (GameBoy Advanced), Tales of Innocence (Nintendo DS) oder auch Tales of Destiny 2 (PSP) verantwortlich. Dazu zeichneten sie sich auch für die Phantasy Star Portable –Serie von Sega verantwortlich. Wie ihr seht, ist Alfa System durchaus ein Team mit Erfahrung. Wollen wir also mal schauen, was der Downloadtitel Sisters Royale: Five Sisters Under Fire zu bieten hat.

Nein, ich werde ihn heiraten!

Bewerten werde ich die „Story“ jetzt nicht. In einem fernen Lande gibt es 5 Schwestern, die über magische Fähigkeiten verfügen und vereint, jedes Böse besiegen würden. Jedoch sind sie alle untereinander zerstritten und es herrscht Missgunst bis zum Äußersten. Diese drückt sich typisch japanisch-klischeehaft aus ala „Deine Brüste sind viel kleiner, daher bin ich hübscher, oder „Du bist viel älter als ich und damit für alle Männer uninteressant“.
Jedenfalls geht es darum, dass alle 5 den Engel Yashin heiraten wollen und das geht nur, indem sie sich gegenseitig bekämpfen (daher wohl auch der Name des Spieles) und wer als Sieger hervorgeht, bekommt Yashin als Ehemann, obwohl er noch gar nichts von seinem Glück weiß.

Auf Normal besitzen die Endbosse bei Sisters Royale: Five Sisters Under Fire einer Stage 3 Energiebalken, je nach Schwierigkeitsgrad haben sie weniger oder mehr Energie

Daher gestaltet sich das Spielerlebnis nun folgendermaßen. Ihr habt zu Beginn die Wahl aus den 5 Schwestern Sonay, Selma, Nur, Ece und Lale. Als nächstes geht es darum, einen der drei Schwierigkeitsgrade (leicht, normal und schwer) auszuwählen und dann spielt ihr sechs Level und ein Durchlauf ist beendet. Jede Schwester hat einen anderen Standardschuss und Spezialwaffe vorzuweisen. Zum Beispiel anstatt einen Streuschuss einen mit 3 Strahlen zur Seite, oder nur nach vorne, also jeweils andere Variationen.

Der Standardschuss wird auf dem A-Knopf ausgelöst, haltet ihr den Knopf gedrückt, habt ihr Dauerfeuer. Wenn ihr dann mehrere Treffer landet, verstärkt sich eurer Schuss für wenige Sekunden. Auf dem B-Knopf nutzt ihr die Spezialattacke, die ebenfalls charakterspezifisch ist. Häufig besitzen sie eine geringere Reichweite, sind aber dafür umso stärker. Zusätzlich bringen sie beim Einsatz mit, dass eure Gegner mehr Münzen fallen lassen, die eingesammelt, den Highscore erhöhen. Ich gehe sogar soweit, dass diese Spezialattacke jeweils sogar den Standardschuss obsolet macht. Sie verringert zwar beim Einsatz eure Laufgeschwindigkeit (ihr lauft als eine der Schwestern, senkrecht den Bildschirm hoch), aber das macht der Nutzen mehr als wett.

Effektreich und vor allem farbenfroh geht es in den Stages bei Sisters Royale: Five Sisters Under Fire zu

Dazu setzt ihr per Druck auf den Y-Knopf eine „Smartbomb“ ein, also eine bildschirmfüllende Attacke, die ebenfalls sehr stark ist und den Effekt mit sich bringt, dass ihr sämtliche Attacken der Gegner gestoppt werden. Diese Attacken sind aber natürlich begrenzt. Bis zu 5 lassen sich auslösen, zum Auffüllen innerhalb eines Level gibt es sie als Bonus Item. Jedoch ist das gar nicht so nötig, da jeder Level recht kurz ist.

Bis zu drei Treffer könnt ihr außerdem einstecken, bis ihr ein Leben verliert. Diese sind jedoch unbegrenzt und ihr setzt an Ort und Stelle das Geschehen fort. Der Malus, den ihr dafür erhaltet, ist jedoch, dass ihr all eure Punkte verliert. Habt ihr einen Durchlauf bewältigt, bekommt ihr noch ein Abschlussrating.

Danach könnt ihr dann mit einer weiteren Schwester die 6 Level für einen weiteren Durchlauf spielen. Frage ist nur, warum sollte man das? Schon nach dem ersten Durchlauf hatte ich dafür keine Motivation. Es ist nicht so, als wenn das Spielgeschehen grottenschlecht wäre, nur hier sticht wirklich nichts heraus und das Gameplay bietet keinen eigenen Kniff, sodass es herausstechen würde. Grafik und Sound gehen vollkommen in Ordnung, auch wenn die Level grafisch alle gleich linear aufgebaut sind und kein Level länger als 3 Minuten dauert.

  • Plattform: Nintendo Switch, PlayStation 4, Xbox One
  • Publisher: Chorus Worldwide Games
  • Entwickler: Alfa System
  • Genre: Shoot’em Up
  • Spieleranzahl: 1
  • Release: 30. Januar 2020 / 09. Juli.2020 (Xbox One Release)
  • USK-Freigabe: 12
Shoot’em Ups gibt es mittlerweile im eShop auf der Nintendo Switch wie Sand im Meer. Wenn ihr Fans des Genres seid und vielleicht auch Animecharaktere steht, dann könnte Sisters Royale: Five Sisters Under Fire der passende Titel für euch sein, zumindest auf dem ersten Blick. Was das Spiel zu bieten hat, verraten wir im nun folgendem Test. Das erste Spiel seit 5 Jahren? Ich weiß zwar nicht, warum innerhalb von 5 Jahren seitens des Entwicklers Alfa System kein Spiel entwickelt wurde, aber jedenfalls ist Sisters Royale: Five Sisters Under Fire der erste Titel seit Oreshika: Tainted Bloodlines einem Rollenspiel auf…

Auch wenn manchmal in der Kürze die Würze liegt, ist Sisters Royale: Five Sisters Under Fire kein solcher Fall. Das Spiel hat bei mir einfach keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen, sodass im Genre der Shoot’em Ups das Wort belanglos in den Sinn kommt. Selbst Fans des Genres sollten sich hinterfragen, ob sie dieses Machwerk spielen sollten, vor allem nicht zum Vollpreis von 12,99 Euro. Also ein Fall von: Nur eines von vielen weiteren Sandkörnern am Strand.

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