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Kingdom Two Crowns

Mit Kingdom Two Crowns testen wir den nächsten Titel des Indie Publishers Raw Fury für die Nintendo Switch. Dieses Spiel hat mit dem getesteten Niffelheim durchaus ein paar Gemeinsamkeiten, auch wenn sich die Art und Weise, wie diese Titel gespielt werden deutlich unterscheiden. Kingdom ist vor allem um einiges einfacher gestrickt. Denn im Grunde alles was ihr tun müsst, ist von links nach rechts zu laufen sowie wieder zurück zu laufen und um dabei Geld zu verteilen. Kingdom ist bereits der zweite Teil auf der Konsole. Gegenüber dem Vorgänger Kingdom New Lands bekommt ihr es jetzt mit einer richtigen Kampagne zu tun, die einen stringenten Weg verfolgt. Damit willkommen zu diesem Test des Aufbaustrategiespiels in 2D Grafik.

Aller Anfang ist leicht?

Ihr übernehmt die Rolle eines namenlosen Monarchen, der hoch zu Ross das Land bewandert. Seine bzw. eure Aufgabe ist es, ein kleines Königreich aufzubauen, dass sich so weit entwickelt, dass es per Schiff verlassen werden kann, um in das nächste Land zu gelangen. Dort beginnt dieser Prozess erneut. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht ihr vor allem Geld und Arbeiter. Auf der ersten Insel habt ihr bereits etwas Startkapital und vom Lagerfeuer aus beginnt der Aufbau eures Königreiches. Per Knopfdruck werft ihr einem Landstreicher eine Münze zu. Diese wird automatisch aufgenommen und nun ist dieser Vagabund eurer Untertan. Zum Aufbau braucht es verschiedene Rollen. Menschen, die etwas ernten oder fällen und diejenigen, die eure immer größer werdende Basis verteidigen. Durch das ernten, jagen und anderen Aktivitäten verdient ihr euch das nötige Geld, um weitere Schritte einzuleiten, wie eure Basis und vor allem eure Verteidigung aufzubauen. Diese ist auch bitter nötig, denn es gibt einen Tag- und Nachtzyklus. Nachts wird eure Basis von links und rechts von Kreaturen angegriffen, die aus Portalen kommen. Sie laufen unentwegt auf eure Basis zu und attackieren sofort alles, was nicht niet- und nagelfest ist.

Stimmungsvoll ist die 16-Bit „Amiga“-Grafik durchaus

Sind schützende Mauern vorhanden, werden zunächst diese angegriffen. In Kombination von benannten Wachtürmen und Fußtruppen werden eure Feinde dann abgewehrt bzw. jeder Angriff dauert immer bis zum Morgengrauen. Danach werden eure Baumeister automatisch beschädigte Mauern wieder reparieren.

Der Tageswechsel geschieht übrigens ziemlich schnell, zu schnell für meine Begriffe. Nachts solltet ihr niemals außerhalb eurer Mauern reiten, denn man hat es auf eure Krone abgesehen. Zunächst wird euch jede einzelne Münze stibitz und dann wird sich die Krone an sich gerissen. Sobald das geschieht, ist das Spiel vorbei. Wie in einem Rogue Lite startet ihr dann wieder (fast) von vorne auf der ersten Insel. Ein Teil eurer Basis ist dann bereits vorhanden, sodass man nicht wieder von Null beginnen muss, jedoch das Schiff, das zur Weiterreise dient, liegt wieder vollkommen brach, sodass man wieder Zeit dafür aufbringen muss, sein Königreich wieder in Schuss zu bringen.

Irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen und ihr geht in Kingdom Two Crowns in den Gegenangriff über und versucht, die Portale der Monster zu schließen.

Auch eure Untertanen können angegriffen werden, wenn das geschieht, verlieren sie ihr Werkzeug/Waffe und werden damit wieder degradiert, was zur Folge hat, dass ihr sie für eine Münze wieder anheuern und dann ein Talent (Baumeister, Jäger, Farmer) zuteilen müsst.

Was mich beim Spielen besonders genervt hat ist, dass es nicht möglich ist, ausgegebene Befehle von euch rückgängig zu machen bzw. dass eine Aktion abgebrochen wird. So braucht der Bau einer stabilen Mauer seine Zeit und zu schnell ist es dann geschehen, dass eure Baumeister doch nicht vor dem Einbruch der Dunkelheit fertig werden. Aber anstatt sich dann automatisch zurückzuziehen, lassen sie sich lieber von den Kreaturen angreifen.

Ebenso nervig ist die langsame Reitgeschwindigkeit eurer Reittiere und das sie sich bereits nach wenigen Metern erschöpfen. Auch hierbei kann euch die Dunkelheit durch den zu schnellen Tag- und Nachtwechsel überraschen, sobald ihr mal weit aus eurer Basis reiten sollet. Wozu das dann alles führt – meiner Spielerfahrung nach – erfahrt ihr im Fazit. Aber zunächst noch ein paarte Worte zum Pixel-Look.

Ihr könnt Kingdom Two Crowns auch kooperati spielen, wodurch sich die angegebenen Kritikpunkte abschwächen, da ihr zu zweit an verschiedenen Orten sein könnt, wodurch sich der Spielfluss deutlich steigert

Dieser erinnert an ein 16-Bit Amigaspiel, nett anzusehen, stimmungsvoll, aber durch die Retrowelle gleicht Kingdom Two Crowns wie manch anderes Spiel ohne zu sehr herauszustechen. Soundtechnisch geht das Spiel in Ordnung, Musik gibt es zwar, drängt sich aber nie auf und begleitet das Geschehen eher, aber durchaus passend.

  • Plattform: Nintendo Switch (auch für PS4 und Xbox One)
  • Publisher: Raw Fury
  • Entwickler: Noio & Licorice
  • Genre: Strategie
  • Spieleranzahl: 1
  • Release: 11. Dezember 2018
  • USK-Freigabe: 6
Mit Kingdom Two Crowns testen wir den nächsten Titel des Indie Publishers Raw Fury für die Nintendo Switch. Dieses Spiel hat mit dem getesteten Niffelheim durchaus ein paar Gemeinsamkeiten, auch wenn sich die Art und Weise, wie diese Titel gespielt werden deutlich unterscheiden. Kingdom ist vor allem um einiges einfacher gestrickt. Denn im Grunde alles was ihr tun müsst, ist von links nach rechts zu laufen sowie wieder zurück zu laufen und um dabei Geld zu verteilen. Kingdom ist bereits der zweite Teil auf der Konsole. Gegenüber dem Vorgänger Kingdom New Lands bekommt ihr es jetzt mit einer richtigen Kampagne…

Obwohl Kingdom Two Crowns weitaus weniger komplex ist als Niffelheim, haben sie beide gemeinsam, dass sie euch unnötig Steine in den Weg legen, die euch am Fortschritt hindern und dadurch die Motivation flöten geht. Ich habe Kingdom mehrfach angefangen, weil ich das Gameplay durchaus interessant fand. Das nervige daran ist, dass ihr jedes Mal auf der ersten Insel wiederbeginnt und dann wieder das Schiff zusammenbauen müsst, um die Insel zu verlassen. Es dauert einfach zu viel Zeit und dann kann es auf der nächsten, neuen Insel wieder passieren, dass ihr in Gegner hineinlauft und einfach keine Chance habt, da ihr euch nicht verteidigen könnt. Dazu nervt dieses ständige hin und her Gerenne von der einen zur anderen Seite auf Dauer einfach zu sehr, selbst wenn eurem Reittier nie die Puste ausgehen würde, was aber bei den meisten Exemplaren der Fall ist. Ebenso fällt negativ auf, dass eure KI-Untertanen nicht immer das tun, was sie eigentlich machen sollten und manchmal nur herumstehen und erst ab dem übernächsten Befehl wieder reagieren. Kingdom ist kein schlechtes Spiel, aber hier braucht ihr eine dicke Haut und Geduld, dass euch das ständige Zurückwerfen nicht zu sehr auf den Senkel geht. Bei mir war es der Fall, weswegen ich den Titel nicht empfehlen würde.

User Rating: 5 ( 1 votes)

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