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BDSM: Big Drunk Satanic Massacre

BDSM: Big Drunk Satanic Massacre ist ein Top-Down-Shooter mit Dungeon Crawler Elementen der in der Hölle spielt. Bereits im Namen kann man schon erkennen, dass das Spiel versucht mit Humor zu schocken. Ein ziemlich mutiges Unterfangen, da man ein sehr guter Autor sein muss um den schmalen Grat zwischen beißendem Humor unter der Gürtellinie und pubertärem peinlichen Wortspiel zu gehen. Es scheint so als hätten die Entwickler von BDSM: Big Drunk Satanic Massacre leider keinen guten Autor zur Hand gehabt…

Highway to Hell

Ihr übernehmt die Rolle von Lou, Satans Sohn. Dieser ist auf einer „heiligen“ Mission die Hölle zu retten und diese aus den Klauen der Menschen und deren mächtigen Konzernen zu reißen und die zahlreichen Verräter zu bestrafen. Dieses Vorhaben soll ihm mit einer Vielzahl an dummen Sprüchen und durchschlagskräftigen Feuerwaffen gelingen.

BDSM: Big Drunk Satanic Massacre
BDSM: Big Drunk Satanic Massacre

Wie bereits angesprochen ist BDSM: Big Drunk Satanic Massacre ein Top-Down-Shooter mit Dungeon Crawler und RPG Elementen. Ihr bewegt euch äußerst träge mit dem linken Analogstick und zielt mit dem rechten.

Mit dem R Trigger nehmt ihr Gegner aufs Korn und navigiert durch schlauchartige Level bis zum Ziel.

Eure Schusswaffen verfügen über Munition die meist ausreichend in den Stages verteilt liegt. Sollten es einmal zu viele Gegner für euch werden kann man bei aufgeladener Leiste in den Rage-Modus wechseln und für kurze Zeit nahezu unaufhaltbar Gegner in blutige Stücke verwandeln. Achtet dabei jedoch stets auf eure Energieanzeige bevor euch das Zeitliche segnet.

Eure Energie füllt ihr mit Alkohol namens Milch auf (HAHAHA WIE CLEVER…) der entweder von besiegten Gegnern hinterlassen wird oder in Automaten zu finden ist.

BDSM: Big Drunk Satanic Massacre
BDSM: Big Drunk Satanic Massacre

Besiegt ihr Gegner und Bosse oder erledigt Nebenmissionen winken euch Erfahrungspunkte. Diese lassen sich nach einem Levelaufstieg in überraschend wenige Attribute investieren. Mehr einsammelbare Milch, mehr Munition, mehr Gesundheit oder schnelleres Füllen der Rageleiste. Parallel trifft man auch auf Ladenbesitzer, die weitere Upgrades wie die Verbesserung des Waffenschadens, Nachladegeschwindigkeit und weitere Kleinigkeiten verkaufen.

Spätestens hier erkennt man eine der großen Schwäche des Spiels. Es hat nicht sonderlich viel zu bieten…

Die karg und uninspiriert designten Level werden nur noch vom drögen Gameplay getoppt. Die Entwickler werfen euch zahlreiche Gegner in den Weg die immer auf die gleiche Weise ausgeschaltet werden können ohne euch große Möglichkeiten zu bieten zu experimentieren. Das höchste der Gefühle sind explosive Fässer. Von diesen hat man spätestens seit 1998 auch die Schnauze voll.

BDSM: Big Drunk Satanic Massacre
BDSM: Big Drunk Satanic Massacre

Hinzu kommen Sex-Mini Games bei denen Lou die Möglichkeit hat mit einem Sukkubus zu schlafen. Das Mini Game erinnert dabei stark an God of War’s Version aus dem Jahr 2003. Von daher bekommt das Spiel eher ein Augenrollen als ein freches Grinsen von uns spendiert.

„Hohoho er hat Pimmel gesagt“

Das andere gewaltige Problem ist das Skript. Was eine humorvolle, machogeprägte Parodie alter Videospiele und Actionhelden der 80er und 90er Jahre hätte werden können, präsentiert sich als wahres Cringe-Fest. Anstatt sich selbst aufs Korn zu nehmen, versucht sich BDSM: Big Drunk Satanic Massacre krampfhaft bewusst zu sein wie sexistisch es ist um dadurch niveauvoller dazustehen als beispielsweise Duke Nukem.

In Sachen Sound gibt es auch nicht viel Positives zu berichten. Die wenigen Synchronsprecher, bringen ihre sowieso schon mäßig bis schlechten Texte mit wenig Enthusiasmus oder dem nötigen Witz rüber. Der dröge Metalsoundtrack schreddert durch die Boxen und schwillt irgendwann zu einem Einheitsbrei an.

Dies geht allerdings voll in Hose. Nach dem dritten dummen Spruch den Lou oder einer der Dämonen von sich gibt, schlagt ihr die Hände über dem Kopf zusammen und sucht den Stummknopf auf eurer Fernbedienung.

BDSM: Big Drunk Satanic Massacre
BDSM: Big Drunk Satanic Massacre

Grafik & Sound

BDSM: Big Drunk Satanic Massacre bewegt sich optisch zwischen PlayStation 2 und Xbox Niveau. Dank der weit herausgezoomten Kamera sind die kantigen Modelle, flimmernden Kanten und matschigen bzw. eintönigen Texturen etwas besser zu ertragen. Es ist schon eine ziemliche Frechheit 30 satte Euro für ein Spiel in diesem Zustand zu verlangen.

  • Plattform: Nintendo Switch, PC
  • Publisher: Big Way Games
  • Entwickler: Big Way Games
  • Genre: Top-Down-Shooter
  • Release: 10. Oktober 2019
  • USK-Freigabe: 18  
BDSM: Big Drunk Satanic Massacre ist ein Top-Down-Shooter mit Dungeon Crawler Elementen der in der Hölle spielt. Bereits im Namen kann man schon erkennen, dass das Spiel versucht mit Humor zu schocken. Ein ziemlich mutiges Unterfangen, da man ein sehr guter Autor sein muss um den schmalen Grat zwischen beißendem Humor unter der Gürtellinie und pubertärem peinlichen Wortspiel zu gehen. Es scheint so als hätten die Entwickler von BDSM: Big Drunk Satanic Massacre leider keinen guten Autor zur Hand gehabt… Highway to Hell Ihr übernehmt die Rolle von Lou, Satans Sohn. Dieser ist auf einer „heiligen“ Mission die Hölle zu…

Großer Satz mit X. 30 Euro für einen uninspiriertes und unschönen Top Down Shooter bei dem kein einziger Witz zündet. Nach spätestens einer halben Stunde kriecht die Langeweile hoch und ihr müsst euch die Frage stellen womit ihr eigentlich eure Zeit verschwendet. Dem Spiel fehlt es zwar an Allem, am meisten jedoch Talent für eine saubere und unterhaltsame Umsetzung. Spart euch das Geld lieber für die Dungeon Crawler Klassiker die gerade erst erschienen sind oder holt euch einen vernünftigen Shooter. BDSM: Big Drunk Satanic Massacre ist gar nichts davon.

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