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Omega Labyrinth Life

Omega Labyrinth Life ist der dritte Teil, der von den Matrix Studios entwickelten Omega Life-Serie, welcher nun auf der Nintendo Switch erschienen ist. Es gibt auch eine PS4-Version, die aber Sonys Zensurpolitik zum Opfer gefallen. Zensur? – Werdet ihr euch vielleicht jetzt fragen, ebenso, warum das Spiel eine Altersfreigabe ab 16 Jahren erhalten hat. Kurz gesagt, Omega Labyrinth Life ist einer dieser japanischen Titel, in denen es viel nackte Haut und eindeutige sexualisierte Szenen im Dress eines Dungeon Crawlers gibt. Aber immer der Reihe nach.

Die Neue auf der Academy

Der Schauplatz ist die renommierte Flower Academy (Belles Fleurs), die nicht nur eine herausragende Ausbildung ihrer Studenten bietet, sondern auch für ihren prachtvollen Blumengarten auf dem Campusgelände bekannt ist, der sich aus verschiedenen Blumen zusammensetzt. Nicht zuletzt ist die Academy durch diese Blütenpracht über die Landesgrenzen berühmt, was auch daran liegt, dass die Blumen ganzjährig und unabhängig von der Jahreszeit blühen.

Ein Blick auf den Blumengarten in Omega Labyrinth Life. Säen, Gießen und Ernten werdet ihr häufig tun.

Die Story beginnt damit, dass Hinata Akatsuki an der Uni eintrifft, um als erste Austauschstudentin ihr Studium zu beginnen. Sie ist eine wahre Frohnatur und wird daher freundlich von den anderen Studentinnen aufgenommen. Die Laune könnte nicht besser sein, würden nicht alle am nächsten Tag feststellen, dass der gesamte und für viele heilige Blumengarten völlig verdorrt wäre. Daraufhin gerät auch Hinata in Verdacht, damit etwas zu tun haben, da die Misere erst losging, als sie den Campus betrat. Natürlich beteuert sie ihre Unschuld und will daraufhin auch alles dafür tun, der Sache auf den Grund zu gehen.

Dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, bemerken auch alle Akteure, da sich in der Mitte des Gartens ein Eingang zu einem Dungeon aufgetan hat. In diesem soll sich die Holy Blossom aufhalten, die sozusagen das Herz des Gartens und wichtigste Pflanze ist. Hinata macht sich auf den Weg und muss leider feststellen, dass die Pflanze vor ihren Augen eingeht und nur ein Samen zurückbleibt. Damit dieser Keim aufgehen kann, soll Soma-Wasser beschafft werden, ein ganz besonderes Wasser, was es wiederum im nächsten Dungeon gibt.

Ist auch das erledigt, erwacht die Holy Blossom wieder zum neuen Leben und ein Teil des Gartens erblüht wieder. Nun wird es eure Aufgabe sein, auch den Rest wieder zum Erblühen zu bringen. Dafür braucht es Saatgut, dass ihr zum einen in den Dungeons findet und wiederum einpflanzen könnt. Dann erstrahlen neue Blüten, die auch wieder abgeerntet werden können. Also ein rudimentärer Simulationsaspekt, der aber nicht wirklich motivierend ist, sobald ihr ein paar Mal den Vorgang des Pflanzens, Gießens und Aberntens abgeschlossen habt und sich dann nur noch wiederholt.

Bevor wir zu den Anzüglichkeiten kommen

Der Spielablauf gestaltet sich nun folgendermaßen. Zwischen den Dungeons könnt ihr über den Campus laufen, mit anderen Studenten und euren Freunden Gespräche führen und verschiedene Örtlichkeiten aufsuchen, um eure Charaktere zu verbessern oder mit Items zu versehen. Dazu gilt es, wie auch bereits erwähnt, sich um den Blumengarten zu kümmern, der mit der Zeit immer weiter anwächst. Nach dem Pflanzen der Samen und dem ersten Gießen, sind die Setzlinge natürlich noch keine vollwertigen Blumen, sondern sie brauchen Zeit, bis sie erblühen. Anhand einer Ingame-Uhr seht ihr, wie die Zeit verstreicht. In der Zwischenzeit lässt sich prima ein Dungeon besuchen, wo wir beim eigentlichen Kern von Omega Labyrinth Life angekommen sind.

Diese verhalten sich dem Genre nach typisch. Der Aufbau erfolgt über mehrere Etagen und die Räume werden jemals aufs Neue zufällig generiert, sodass kein Dungeon von der Anordnung der Räume her einer festen Struktur unterliegt. Ihr verfolgt das Geschehen aus der Top-Down Perspektive und ihr werdet euch sofort heimisch fühlen, wenn ihr Spiele wie Chocobo’s Mystery Dungeon oder auch Mystery Dungeon: Shiren the Wanderer kennt. Von der Struktur her sind die Räume überaus simpel gestrickt, das bedeutet, dass ihr abseits von Hindernissen und Gegnern nahezu optisch keine Abwechslung geboten bekommt, außer, dass sich die Farbe der Umgebung mal ändert.

Auch wie sich das Spiel spielt, ist genretypisch. Das bedeutet zum Beispiel, dass ihr und eure Gegner euch schrittweise bewegt. Macht ihr eine Bewegung in einer der 8 Richtungen (links, rechts, hoch, runter und diagonal), dann tun das eure Gegner ebenso. So gesehen bedeutet jeder Schritt inklusive Schlagen eine Aktion. Ebenso typisch ist, dass ihr euch um Verpflegung kümmert müsst. In den ersten Gebieten spielt das zwar weniger eine Rolle, aber generell zeigt euch die „Belly-Anzeige“ euren Hunger in % an. Fällt er unter 20% dann leidet zum Beispiel eure Treffsicherheit darunter, erreicht er 0%, dann erleidet ihr Schaden an eurer HP.

Durch Items zum Verzehr wirkt ihr dann dieser Sache entgegen. Ach ja, jedes Mal, wenn ihr einen Dungeon betretet, startet ihr wieder auf Level 1 und falls ihr innerhalb mal das Zeitliche segnet, geht so gut wieder jeder Fortschritt verloren. Eine Tücke, die ebenfalls typisch fürs Genre ist. Durch bestimmte Items wie den Fairy Wings (ermöglicht es, gesammelte Items zu behalten) kann dieser Umstand abgemildert werden.

Items dienen dabei nicht nur für den eigenen Gebrauch, sondern können auch als Waffen eingesetzt werden. Bücher dienen dazu, um Zauber auf eure Gegner wirken zu lassen und ein Stein, nun ja wird auf eure Feinde geworfen, damit sie Schaden nehmen. All diese Aktionen sind mit einer festgelegten Reichweite verbunden wie, dass man einen Zauber bis zu 4 Felder weit schleudern kann. Da es einen Elementarschaden gibt, reagieren Gegner darauf, mit welchem Element ihr sie attackiert.

Auch wenn sich Hinata wie die Hauptfigur des Spieles anfühlt, könnt ihr es auch mit anderen Charakteren das Abenteuer bestreiten. Im Dungeon selbst seid ihr maximal zu zweit als Party unterwegs. Zwischendurch trefft ihr aber auch auf weitere Figuren, die sich im Dungeon aufhalten.

Eurem Partner könnt ihr via „Battle Plan“ verschiedene Verhaltensweisen auf den Weg geben, was ihn dann aktiver oder passiver zu Werke gehen lässt. Neben verschiedenen Gegner stellen vor allem auch Fallen ein Hindernis nar, die danach trachten euch HP abzuziehen oder euch mit einem Statusmalus zu versehen.

So, jetzt wird es Zeit!

Bisher hört sich das alles ziemlich normal an, also wird es Zeit für die Ecchi-Aspekte, also die unanständigen Sachen im Spiel, von denen es reichlich gibt. Da wir uns noch im Dungeon befinden, wollen wir auf die „Omega-Power“ zu sprechen kommen. Besiegte Gegner hinterlassen diese Kraft, sie lassen sich auch als Erfahrungspunkte ansehen, die dazu natürlich dienen, dass ihr im Level aufsteigt. Das geschieht aber nicht wie sonst üblich, sondern wird optisch dadurch dargestellt, dass eure Brüste wachsen! Je dicker die Dinger also sind, umso höher ist eurer Level. Da ergibt es dann einen Sinn, dass ihr bei Neuantritt immer wieder bei Level 1 startet, damit ihr diesen Vorgang immer wieder zu Gesicht bekommt. (Achtung, Ironie!)

Ja, wie groß können sie werden?!

Neben den Gesprächen im Dungeon mit eurer Begleiterin kann das Geschehen auch zum Beispiel durch ein Bad in einer heißen Quelle aufgelockert werden. Das zieht eine Heilung nach sich, aber natürlich habt ihr auch die Gelegenheit eure Spielfigur zu betatschen, was dann auch noch per Stöhn- Geräusche kommentiert wird. Aber das ist noch harmlos gegenüber dem Erblühen oder dem „Aktivieren eines Kristalles“.

Also wenn das nicht logisch klingt…

Ambiguity Crystals sollen die Wirkung von „Omega verstärken“, um ihn zu erwecken, muss er (und nur dort ist das möglich) zwischen den Brüsten gehalten werden und dann müssen diese ihn reiben, damit er anwächst. Natürlich ist das kein Zufall, dass der Kristall einem Phallus ähnelt. Die Belohnung dafür ist zum Beispiel ein neues Schwert.

Und wenn wir schon bei weiteren Items sind. Schwert und Schilder sind bekannt, aber ihr könnt auch BHs, sowie Unterhosen finden, sind ja schließlich Rüstungsgegenstände nicht wahr?

Beim Erblühen geht es grundsätzlich darum, dass eure Charaktere neue Fähigkeiten erlernen bzw. upgraden könnt. Aber hier geschieht es dadurch, dass ihr die Frauen durch Berühren an erogenen Zonen befriedigt, so weit, bis sie zum Höhepunkt kommen und die „Säfte“ fließen. Und je besser ihr euch anstellt, umso mehr Saft erhaltet ihr, der dann darüber entscheidet, wie sehr eine Fähigkeit verbessert wird. Yep, das ist kein Scherz, das wird natürlich auch mit der passenden Soundkulisse begleitet, als würde man sich einen japanischen Porno ansehen. Die Eingabe geschieht übrigens im Handheldmodus auch per Touchscreens und sonst per Analogstick und Knöpfen. Fürs Erblühen braucht ihr Nektar, den wiederum gibt es für das Abernten der Blüten.

Da ihr neben Hinata weitere Frauen eurer Party haben könnt, verändern sich die dargebotenen Erblühen-Szenen, sodass optisch Abwechslung geboten wird.

„Make her spray away“ – Omega Labyrinth Life hält sich nicht wirklich bedeckt.

Dennoch würde ich behaupten, dass ihr euch schnell daran satt gesehen habt. Von daher ist es gut, dass man diese Rituale auch überspringen kann. Ähnliches gilt auch für die zahlreichen Dialoge unter den Charakteren, dass ihr sie sowohl überspringen als auch schneller über den Bildschirm ablaufen lassen könnt. Geredet wird hier viel, fast alls ist vertont in japanischer Sprachausgabe. Dazu gibt es englische Untertitel. Dachte ich beim Intro, dass man von der musikalischen Seite her nur mit J-Pop konfrontiert wird, wurde ich von der Musik im Dungeon positiv durch das zurückhaltende Klavierthema überrascht.

Die Grafik dagegen in irgendeiner Weise anzupreisen kann ich jedoch nicht. Seid ihr auf dem Campus unterwegs, bekommt ihr es mit einer Präsentation zu tun, die der 3DS bis auf die Auflösung auch gepackt hätte. Gleiches gilt auch für die Dungeons, wie eure Spielfiguren und die Gegner aussehen. Alle sind in einem Chibi-Stil gehalten. Einzig die Portraitbilder in den Dialogsequenzen geben mehr her. Ach ja, jedes Mal, wenn eine Dame anfängt zu sprechen, dann wackeln auch dabei ihre Brüste. Das nenne ich mal Detailverliebtheit!

Ein Blick in einen Dungeon von Omega Labyrinth Life

Den moralischen Zeigefinger will ich übrigens nicht erheben, auch wenn sich manche Formulierung danach anhört. Und wenn ich die Frage nach der Moral stelle, kann jeder für sich beantworten, was moralisch fragwürdiger ist: Ob man in Ego-Shootern Kopfschüsse verpasst in Spielen, die sich sogar ernst nehmen, oder ob man eine Frau zum Höhepunkt bringt. Beide Bespiele jedoch zeigen, dass Videospiele ebenso ein Medium für Erwachsene sein können und es liegt dann im Auge des Betrachters, was einem gefällt oder nicht.

  • Plattform: Nintendo Switch
  • Publisher: D3Publisher
  • Entwickler: Matrix Studios
  • Genre: Ego-Shooter
  • Spieleranzahl: 1
  • Release: 01. August 2019
  • USK-Freigabe: 16
Omega Labyrinth Life ist der dritte Teil, der von den Matrix Studios entwickelten Omega Life-Serie, welcher nun auf der Nintendo Switch erschienen ist. Es gibt auch eine PS4-Version, die aber Sonys Zensurpolitik zum Opfer gefallen. Zensur? - Werdet ihr euch vielleicht jetzt fragen, ebenso, warum das Spiel eine Altersfreigabe ab 16 Jahren erhalten hat. Kurz gesagt, Omega Labyrinth Life ist einer dieser japanischen Titel, in denen es viel nackte Haut und eindeutige sexualisierte Szenen im Dress eines Dungeon Crawlers gibt. Aber immer der Reihe nach. Die Neue auf der Academy Der Schauplatz ist die renommierte Flower Academy (Belles Fleurs), die…

Omega Labyrinth Life ist im Kern ein solider Dungeon Crawler. Die Formel aus Items ausrüsten, neue Gegenstände und Fähigkeiten bekommen und erfolgreich aus der Monsterhöhle herauszukommen, funktioniert auch hier. Außerhalb bietet der ausbaufähige Campus ein paar nette Ansätze, aber insgesamt motiviert das Geschehen durch die repetitive Art nicht dauerhaft an den Bildschirm. Daran ändern auch nicht die ständig ins Gesicht springenden, weiblichen Reize. Genre- und Ecchi-Fans kann ich das Spiel allenfalls empfehlen, jedoch erst in einem Sale, da der Einstiegspreis von 59,99 eindeutig zu hoch ist, auch gemessen an der allenfalls zweckmäßigen Präsentation.

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