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Day of the Tentacle Remastered

Double Fine Productions bringen mit Day of the Tentacle Remastered einen Point n‘ Click Klassiker zurück.

Ab in den Chron-O-John

1993, ein durch und durch böses Purpur-Tentakel möchte die Welt erobern und Tausende von Kindern versuchen am heimischen PC diesen Plan zu vereiteln. 23 Jahre später stoßen gerade diese, mittlerweile erwachsenen Kinder einen Freudenschrei aus – „Day of the Tentacle“ ist zurück und das in einem neuen und überarbeitetem Gewand für eine neue Generation.

Purpur und Grün sind zurück

Fünf Jahre nach Maniac Mansion ist der verrückte Dr. Fred Edison zurück und erschafft als Haustiere zwei Tentakel, die optisch dem sprechenden Hut aus Harry Potter ähneln. Das eine Purpur, das andere Grün. Edison scheint zufrieden mit seiner neusten Erfindung zu sein. Als Purpur-Tentakel eines Tages das verseuchte Abwasser des Edison Labor trinkt, startet die Mutation und aus dem süßen glibbrigen Wesen wird das pure Böse und was möchte das Böse meistens, richtig – die Welt erobern.

Day of the Tentacle Remastered

Sein anständiger und liebenswerter Kompagnon Grün-Tentakel will dies unbedingt verhindern und bittet seine Freunde um Hilfe. So finden sich der schrullige Physik-Nerd Bernard, der gemütliche Heavy Metal-Fan Hoagie und die verschrobene Medizinstudentin Laverne in der Edison Villa wieder und bekommen prompt von Dr. Fred den Auftrag mithilfe seiner Zeitmaschine, dem Chron-O-John, ein paar Stunden in die Vergangenheit zu reisen, um Purpur vom Trinken der giftigen Suppe abzuhalten.

Aber wie soll es auch anders sein, läuft das Unterfangen schief und so sind die drei nicht nur ein paar Stunden zurückgereist, sondern quer durch die Zeit.

Hoagie landet 200 Jahre in der Vergangenheit im Amerika der Verfassungsgebung, Laverne findet sich 200 Jahre in die Zukunft wieder, in der Purpurs Plan aufgegangen ist und Bernard bleibt unverändert in der Gegenwart.

Per Toilette durch die Zeit

Und genau hier startet das eigentliche Spiel. In guter alter Point and Click Manier klickt sich der Spieler durch die verschiedenen Szenarien und untersucht, öffnet, benutzt und verwendet alles, was nicht Niet- und Nagelfest ist. Das Besondere an „Day of the Tentacle“ ist das Reisen durch die Zeit.

Ständig springt der Spieler zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hin und her und merkt schnell, dass zum Beispiel ein Weiterkommen mit Laverne nur dann möglich ist, wenn Hoagie in der Vergangenheit die richtigen Voraussetzungen erfüllt.

Eine große Rolle spielen die Zeitmaschinen, durch diese können sich die Charaktere Gegenstände hin und her schicken, oder besser gesagt spülen, denn die Maschinen sind eigentlich umfunktionierte Toiletten, ja richtig gehört, ihr könnt durch die Zeit spülen.

Die Rätsel sind stellenweise große Kopfnüsse und erfordern ein „um die Ecke“ denken, aber mit dem richtigen Ansatz gelingt einem die Entschlüsselung. Was das Spiel wirklich ausmacht, ist sein Humor, der auch nach 23 Jahren immer noch bestens funktioniert. Die Tatsache das Hoagie am Tag der amerikanischen Verfassung auf die US-Gründerväter, rund um Benjamin Franklin und George Washington, trifft und diesbezüglich Geschichte schreibt oder Laverne, die in einer mehr als schrägen Zukunft plötzlich selbst zum Tentakel wird, um bei einer „Wer hat den schönsten Mensch“ -Wahl zu gewinnen, sind nur kleine Beispiele dafür, warum das Spiel heute noch zum Lachen anregt.

Der Spieler hat zwei Möglichkeiten, dass Spiel zu steuern. Zum einen in der modernen Point and Click Variante, in der man sich frei durchs Bild klickt und über die Playstation Tasten entscheidet, welche Handlung vorgenommen werden soll oder zum anderen kann man auf die Retro Variante zurückgreifen, das bedeutet im unteren Teil des Bildschirms erscheint eine Auswahlfläche für Aktionen.

Der Spieler entscheidet selbst, welche Variante er für angenehmer hält und kann auch noch während des Spiels stetig wechseln. Beide Möglichkeiten funktionieren einwandfrei und sind selbsterklärend.

Grafik & Sound

Auch hier stehen dem Spieler zwei Varianten zur Verfügung. Die Remastered, die sich nicht nur für das Kennerauge vom Original unterscheidet. Hochauflösende Grafik, klarere Linien, sattere Farben, kleine Details wie z.B. genauere Holzmaserungen und ein modernisierter Sound, mit neuer/alter Musik und besserer Tonqualität.

Für alle die Lieber das Retro-Feeling wollen, hat Double Fine Abhilfe geschafft. Die Grafik lässt sich im Hauptmenü auf die 1993-Variante umstellen. Gewohnt pixelig, schön scheppernder Computer Sound und ein Gefühl als hätte man den PC von damals nie ausgemacht. Egal, für welche Variante ihr Euch entscheidet, beide laufen, sowohl bei der Grafik als auch beim Sound flüssig und ohne Störungen.

  • Plattform: Playstation 4, Playstation Vita
  • Publisher: Double Fine Productions
  • Entwickler: LucasArts, Double Fine Productions
  • Genre: Point n’ Click
  • Release: 22. März 2016
  • USK-Freigabe: 12

One comment

1 Pings/Trackbacks for "Day of the Tentacle Remastered"
  1. […] immer sehr über Titel wie TOHU. Das charismatische Puzzle-Point n‘ Click im Stile von Day of the Tentacle aus dem Hause Fireart Games, bietet nicht nur knifflige und amüsante Kopfnüsse, sondern auch […]

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