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Assassin’s Creed IV: Black Flag

Mit Assassin’s Creed IV Black Flag hisst Ubisoft die Segel in Richtung Karibik. Wir hatten das Glück den neuen Teil der Assassinen Reihe an Deck zerren zu dürfen und freuen uns, dass dieser nicht über die Planke muss. Im Gegenteil. Holt euch eine Flasche Rum und lauscht der See.

Frei und ungebunden und Gold für ein sorgenfreies Leben. Diese Wünsche hat Edward Kenway für sich und seine Frau. Aber als Freibeuter hatte er nicht wirklich Erfolg damit. Weder Ruhm noch Reichtum brachten es ihm ein. Frieden zwischen dem damals verfeindeten Spanien und England machen den Freibeuter nutzlos. Seinen einzigen Ausweg sieht er dann in der Piraterie.

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Das Spiel startet auf einem kleinem Piratenschiff in einer Seeschlacht, der Kapitän ist tödlich verunglückt und das Steuer ohne Steuermann. Kenway wird zum Steuermann befehligt und zwischen Sturm und Regen laufen wir über Deck zum Steuerrad. Gerade als wir glauben, die Schlacht gewonnen zu haben, entert ein Assassine unser Schiff und bringt es durch Feuer und unserem Schießpulver zur Explosion. Wir werden von Deck gerissen und verlieren das Bewusstein. Am Strand treffen wir auf den verletzten Assassinen, sein Name ist Duncan Walpole, der einen für uns lukrativen Auftrag mit sich führt. Nach einer kurzen Verfolgungsjagd besiegen wir den Assassinen und nehmen uns seiner Ausrüstung und seines Aufrages an.

Im Beutel des Assassinen ist nicht viel. Ein Brief, der nicht viel über den Auftrag preis gibt außer ein Treffenpunkt in einer Stadt. Ein noch mysteriöseres Glasgefäß, das anscheinend ein paar Tropfen Blut inne hält. In den vielen Storyabschnitten vergisst man immer wieder schnell den Hintergrund eines jeden Assassinen-Teils, und zwar der Kampf zwischen jenen Assassinen und den Templern. Doch schafft es Ubisoft Montreal immer wieder uns geschickt daran zu erinnern. Dafür sorgen geschickte Wendungen in der Geschichte, die wir hier euch natürlich nicht verraten werden.

Es gibt so viel zu sehen

Solltet ihr euch alleine nur an der Hauptmissionen bleiben, ist nach ca. 20 Spielstunden der Abspann euch sicher. Aber dann verpasst ihr eine Menge, was das Spiel so großartig macht. Es gibt so viel zu entdecken und so viel Schönes zu sehen.Ubisoft Montreal liefert Euch in ihrem vierten Teil mehr als 50 Orte die es zu erforschen gilt, noch mehr Nebenmissionen und noch mehr Schätzen.

Die Nebenaufgaben sind so geschickt an die Hauptmissionen angelegt wie wir es selbst noch nicht gesehen haben. So muss Edward im Laufe der Hauptmissionen ein Lagerhaus plündern. Nach dem wir das erfolgreich bewältigt haben, erscheinen auf der Weltkarte dutzende Orte wo wir diesen Aufgabentyp auch durchführen dürfen.

Ganz besonders erwähnen müssen wir die Eroberungen von Forts. Konzentriert ihr euch nur auf die Hauptgeschichte, erledigt ihr ein Fort und gut ist. Die anderen 10 Forts geben euch aber bei der Eroberung so viel preis, dass diese zu ignorieren schon fast fahrlässig ist. Den durch die Eroberung der Forts deckt ihr alle Orte auf die zu dem Wirkungskreis dessen gehörte. Von den bereits aus den anderen Serienteilen bekannten Aussichtspunkten mal abgesehen. Dadurch kommt ihr zu den schönsten Orten, die das Spiel euch bieten kann.

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Alles fürs Sammlerherz

Ubisoft Montreal weckt in jedem Spieler das Piratenherz und lädt zum Entdecken und Plündern ein. Jedoch ist letzteres nicht immer so einfach, wie es so mancher Pirat gerne hätte. So gibt es einer Maya-Ruine einen Schatz, dafür brauchen wir aber 12 Maya-Steine, die natürlich nicht direkt vor dem Schatz rumliegen, sondern quer über die Spielwelt verteilt.

Ebenso lockt eine Rüstung, die nur erreichbar ist, wenn man 4 passende Schlüssel mit sich führt. Diese sind aber einzeln verteilt auf 4 Mitglieder des Ordens, die es erst mal aufgespürt werden möchten.

Wenn das noch nicht reicht, findet euer Entdeckerherz noch un den 3 großen Städten Havanna, Nassau und Kingston vielerlei Dinge. Von Schätzen bis Mordaufträge und den Shantys.

Shantys sind Liedtexte, die durch die Straßen und Dächer der Städte flattern. Ähnlich wie im Serienvorgänger die Almanachseiten von Benjamin Franklin. Jedoch sind sie diesmal etwas einfacher zu erreichen und das Einsammeln lohnt sich. Sobald ihr diese in eurem Besitz seid und wieder auf offener See die Segel hisst, singen nämlich eure Seemänner diese Lieder. Ahoi!

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Wahl der Waffen

Edward Kenway ist nicht von vorne rein ein Assassine, das wird besonders klar am Anfang der Geschichte. Später im Verlauf erweitert er seine Waffensammlung. Neben den serientypischen Waffen verfügt er später bis zu 4 Schusswaffen, die er im Ernstfall einsetzen kann. Für Momente, in denen ein stilles Außer-Gefecht-Setzen notwendig ist, greift er dann auf das neue Blasrohr zurück. Mit Betäubung und einem Berserkerpfeil, welches die Wirkung eines Amokläufers hat.

Durch den Einsatz eurer Waffen könnt ihr auch auf Land das ein oder andere Beutetier jagen und erlegen. Das ist auch dringend zu empfehlen, da ihr damit Upgrades eurer Ausrüstungen anfertigt. So baut ihr Holster für eure Pistolen, größere Munitionstaschen bis hin zu Rüstungsupgrades. Das langwierige Fallenstellen ist zum Glück nicht mehr vorhanden und zu den neuen Jagdtieren gesellen sich nun auch Wale und Haie.

Auf hoher See bringen Blasrohr und Pistolen nicht wirklich viel in einer Seeschlacht. Zum Glück weht Edward Kenways Piratenbanner daher unter einem richtigem Schiff. Der „Jackdaw“. Im Vorgänger hatte diese schon einen beeindruckenden Teil. In Assassin’s Creed IV kommen diese wirklich sehr gut zur Geltung, da das Schiff und seine Fahrten auf hoher See einen Hauptteil ausmachen. Den Erfolg bringt auch das Setting. Die Karibik zumindest in ihrer virtuellen Form ist da der perfekte Platz für Kenways Geschichte. Die Karibikkarte ist der echten Karibik nach empfunden, nur die Maßstäbe wurden für den spielerischen Zweck angepasst.

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Auf See nicht allein

Damit auf Schiffsfahrten nicht nur nach dem Wind Ausschau gehalten wird, sind natürlich hier genügend Möglichkeiten für einen echten Piraten vorhanden. So segeln Handelsschiffe durch die Karibik, die mit ihren vollen Laderäumen nur darauf warten, gekapert zu werden. Geladen sind von Metall- und Holzstoffe auch Luxusgüter wie Zucker und Rum oder andere Materialien. Diese Waren werden natürlich nicht kampflos übergeben. Im Gegenteil. Die Kanonen müssen diese überzeugen.

Die Steuerung des Segelschiffes in einer Seeschlacht wurde zum Glück überarbeitet. So werden die Kanonensalven zuvor in Reichweite und Höhe festgelegt. Wer die Art der Kriegsführung im Vorgänger schon kannte, findet sich in den neuen Seeschlachten schnell zurecht. So stehen die normale Kanonensalven, die Kettenkanonen und die kleine Handkanonen für präzise Schüsse zur Verfügung. Ist das gegnerische Schiff bewegungsunfähig geschossen, so können wir das Schiff entern und die letzten Überlebenden kämpfen um ihr Hab und Gut. War der Entervorgang erfolgreich stehen uns die erbeuteten Güter zur Verfügung. Die werden wir auch brauchen, denn die Jackdow benötigt Verbesserungen in etlichen Kategorien und Ausbaustufen. Ohne diese sind Seeschlachten im späterem Verlauf mehr als schwierig. Wer die Jackdow nicht aufzurüstet, steht bald auf hoher See einer schwerbewaffneten Galleone gegenüber und zieht schnell den Kürzeren.

Geschichte mit Hand und Fuß

In Assassin’s Creed IV: Black Flag ist wirklich für jeden was dabei. Die einzelnen Passagen sind abwechlungsreich und spannend insziniert. Mal langsam mal schnell ist der Erzählrhythmus. Langeweile entsteht nur dann, wenn man das Spiel ausschaltet. Die Handlung ist dank guter Federführung sehens- und sogar hörenswert. Ja, kaum zu glauben. Die deutsche Snychronisation ist wirklich gelungen und geradezu vorbildich.

Die Atmosphäre weiß zu überzeugen. Während für Havanna ein typischer mediterraner Flair in der Luft liegt, sind in der Piratenstadt Nassau dutzende Piraten und andere Gestalten wie man es halt von einer Piratenstadt erwartet. Kingston erinnert dann eher an die amerikanischen Bauten der damaligen Zeit.

Sprung in die Gegenwart

Assassin’s Creed IV: Black Flag wäre kein Titel der Reihe, wenn es nicht den Teil der Gegenwart hätte. Wer jetzt ein Wiedersehen mit Desmond Miles entgegenfiebert, muss leider enttäuscht werden. Statt dessen steuert der Spieler einen namenlosen und wohl stummen Mitarbeiter der Firma „Abstergo Entertainment“

Das Unternehmen sammelt genetische Erinnerungen mit einem Syste,m basierend auf dem Animus um daraus lebensechte Videospiele zu entwickeln. Der Sitz dieser Firma ist in Montreal. Warum wir das erwähnen? Weil Ubisoft Montreal nimmt sich hier gekonnt selbst auf den Arm. Aber im Gegensatz zu Ubisoft Montreal geht es bei Abstergo nicht wirklich mit rechten Dingen zu. Mehr wollen wir euch aber nicht verraten.

Der Part mit den Sprüngen in die Wirklichkeit ist überraschend gut gelungen. Er wirkt nicht störend und ist insgesamt sehr selten. Dauern keine Ewigkeit und lockern auf statt zu bremsen.

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Pflicht für Next-Gen?

Im direktem Vergleich zwischen alter und nun aktueller Generation sieht Assassin’s Creed IV: Black Flag auf der neuen Generation ein Stückchen besser aus. Die Texturen kommen alle etwas schärfer rüber auf der neuen Generation. Das stellen wir besonders bei Spaziergängen durch die Städte fest. Die Fassaden der einzelnen Häuser sind greifbarer. Wirken einfach echter. So auch Kleidungsstücke und Ähnliches. Aber den größten Unterschied machen die Wetter- und Wassereffekte aus. Bei den Seeschlachten tragen diese erheblich zur Dramatik bei.

Aber im Vergleich zu anderen Launchtiteln wie Ryse: Son of Rome reicht es optisch nicht. Hier merkt man, dass der Kern der Entwicklung nicht nur für die neue Generation bestand, sondern für alle gängigen Konsolen. Das ist in keinsterweise schlecht für das Spiel, weder auf der neuen noch auf der alten Generation. Die neue Generation hat halt durch ihren technischen Vorteil ein klein wenig mehr zu bieten. Wer bereits das Spiel als Xbox 360 oder PS3 Fassung in seinem Besitz hat, muss hier nicht wechseln. Wer noch vor der Wahl steht, kann und sollte natürlich zur Next-Gen-Fassung greifen.

  • Plattformen
Xbox One, PS4, PS3, Xbox 360, PC
  • Publisher
Ubisoft
  • Entwickler
Ubisoft Montreal
  • Genre
Action-Adventure
  • Release
22. November 2013
  • USK-Freigabe
freigegeben ab 16 Jahren

 

 

Mit Assassin's Creed IV Black Flag hisst Ubisoft die Segel in Richtung Karibik. Wir hatten das Glück den neuen Teil der Assassinen Reihe an Deck zerren zu dürfen und freuen uns, dass dieser nicht über die Planke muss. Im Gegenteil. Holt euch eine Flasche Rum und lauscht der See. Frei und ungebunden und Gold für ein sorgenfreies Leben. Diese Wünsche hat Edward Kenway für sich und seine Frau. Aber als Freibeuter hatte er nicht wirklich Erfolg damit. Weder Ruhm noch Reichtum brachten es ihm ein. Frieden zwischen dem damals verfeindeten Spanien und England machen den Freibeuter nutzlos. Seinen einzigen Ausweg…

Fazit

Vom Vorgänger war ich etwas enttäuscht. Alles wirkte so aufgesetzt, Connor als Charakter war nicht wirklich tragend. Die Seeschlachten waren toll, aber ohne Hand und Fuß. Nun ist alles anders mit Edward Kenway. Das Piraten-sein hatte mich nach den ersten Missionen sofort gepackt. Das angepasste Kampfsystem ist endlich etwas fordender. Die zahlreichen Aufgaben und zu findenden Schätze sorgten für lange Nächte. Und Langweile kam gar nicht erst auf.

Assassin's Creed hat aus seinen Fehlern aus dem Vorgänger gelernt. Viele kleine unnötige Dinge endlich weg gelassen. Wie das Wegreißen von den Steckbriefen wenn man gesucht wird. Nun endlich wird ein Spieler auch belohnt wenn er eine Mission wie ein Assassine beendet und nicht einfach das Gewehr in Anschlag nimmt und abdrückt.

Ich freue mich bereits auf einen neuen Teil wenn dieser genau so fesselnd und unterhaltend wird wie Assassin's Creed IV: Black Flag. Aber dann mit einem ganzen Schritt zur neuen Hardware und nicht nur die Fußspitze im Wasser.

Jetzt entschuldigt mich, meine Schiffscrew setzt zum Kanon an. "So early in the morning the sailor likes his bottle"

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