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Hyper Sentinel

Hyper Sentinel ist bewusst an den C64/Spectrum-Klassiker Uridium angelehnt. Andrew Hewson zeichnete sich 1986 unter anderem für das Shoot’em Up verantwortlich. Warum das hier erwähnt wird liegt daran, dass sein Sohn Rob der Leiter des Entwicklerstudios Four5sixpixels ist, die Hyper Sentinel entwickelt haben. Vater Andrew hat ebenfalls mitgearbeitet. Gute Voraussetzungen also? Das soll der Test nun darlegen.

Von links nach rechts in Dauerschleife

Würde man das Geschehen herauszoomen, so würde man feststellen, dass das Shoot’em Up auf einem einzigen Bildschirmausschnitt gespielt wird. Ihr steuert ein Kampfraumschiff, welches von alleine fliegt und bestimmt die Richtung und könnt feuern. Ihr fliegt also hoch und runter und wendet das Schiff, indem ihr nach links oder nach rechts lenkt. Erreicht ihr den Rand des Bildschirms, macht eurer Schiff automatisch eine Kehrtwende und fliegt auf den gegenüberliegenden Rand zu. Innerhalb dieses Spektrums liegen eurer Ziele, die sich auf einem langgezogenen Raumschiff befinden, das vollgespickt ist mit Geschütztürmen. Als weitere Gegner fliegen ebenfalls Gleiter herum, die euch unter Beschuss nehmen. Eure Lebensenergie wird anhand von mehreren Kästchen dargestellt. Ihr könnt also mehrere Treffer erleiden, bevor eurer Schiff explodiert und damit der Level neu gestartet werden muss.

Die Energie fühlt sich auch wieder von alleine auf, solltet ihr für ein paar Sekunden nicht getroffen werden. Ein Sache, die vor allem durch Halo und des wieder aufladenden Schildes populär wurde. Eure Feinde hinterlassen Punkte Boni und Power Ups zum Einsammeln. Letztere bescheren euch stärkere Waffensysteme für einen begrenzten Zeitraum.  Habt ihr die Ziele auf dem Mutterschiff zerstört, treten einer oder mehrere Bossgegner in Kraft. Sind diese besiegt, habt ihr den Level geschafft.

Neben dem normalen Modus könnt ihr die Level auch als „Überleben“ Variante spielen. Hier heißt es dann solange wie möglich zu überleben, um die Punktzahl nach oben zu schrauben. Und es gibt den „Bossmodus“. Hier begegnet ihr direkt zu Beginn einer Stage einem Bossgegner, der euch das Leben schwer macht.

Ganz witzig ist, dass ihr jederzeit andere Grafikfilter einstellen könnt wie CRT, C64 oder Spectrum. Aber auch so ist Hyper Sentinel ganz auf Retro getrimmt was das Aussehen betrifft. Auch wenn die zum Teil grellen Licht- und Explosionseffekte eine andere Sprache sprechen.

Ansichtssache

Mit den früheren Spielen dieser Art oder erwähnten Uridium habe ich keine Berührungspunkte. Ich kann also nicht sagen, ob es ein Klassiker gewesen ist oder nicht. Betrachtet man Hyper Sentinel also vollkommen unvoreingenommen, kommt leider dabei raus, dass es sich um keinen guten Titel handelt, der empfehlenswert ist. Das liegt an den folgenden Dingen.

Die Spielgeschwindigkeit ist viel zu hoch, sodass es schwer fällt, Ziele genau ins Visier zu nehmen. Eine Taste zum Abbremsen gibt es nicht, dagegen aber eine völlig sinnfreie Turbofunktion. Alles huscht so schnell an euch vorbei, dass ihr einfach nur in den Dauerfeuermodus übergeht und dann die „Linien“ Oben, Mitte und Unten abfliegt und ballert. Und das in jeder Stage, immer das gleiche, keine Abwechslung. Nicht einmal die Power Ups werten das Spielgeschehen auf, weil es absolut nicht einsehbar ist, was ihr überhaupt einsammelt, da die Icons nichtssagend sind. So schnell wie ihr Energie verliert, weil ihr ohne wirklich was zu sehen, in irgendwas hineinfliegt, ist zunächst nervig, aber durch das Aufladen der eigenen Lebensenergie wird zusätzlich auch noch Spannung aus dem Geschehen genommen, sodass es hier auch immer nach Schema F geht. Knapp bei Energie? Dann ab zum Rand, ausweichen und eure Energie ist wieder aufgeladen.

  • Plattform: Nintendo Switch
  • Publisher: Huey Games
  • Entwickler: Four5sixpixels
  • Genre: Action, Arcade, Shooter
  • Spieleranzahl: 1
  • Release: 11. Mai 2018
  • USK-Freigabe: 0
Hyper Sentinel ist bewusst an den C64/Spectrum-Klassiker Uridium angelehnt. Andrew Hewson zeichnete sich 1986 unter anderem für das Shoot’em Up verantwortlich. Warum das hier erwähnt wird liegt daran, dass sein Sohn Rob der Leiter des Entwicklerstudios Four5sixpixels ist, die Hyper Sentinel entwickelt haben. Vater Andrew hat ebenfalls mitgearbeitet. Gute Voraussetzungen also? Das soll der Test nun darlegen. Von links nach rechts in Dauerschleife Würde man das Geschehen herauszoomen, so würde man feststellen, dass das Shoot’em Up auf einem einzigen Bildschirmausschnitt gespielt wird. Ihr steuert ein Kampfraumschiff, welches von alleine fliegt und bestimmt die Richtung und könnt feuern. Ihr fliegt also…

All das führt dazu, dass Hyper Sentinel wenig unterhaltsam ist. Dabei würde es schon viel bringen, wenn man die Geschwindigkeit des Raumschiffes selbst regulieren könnte, um die Volle Kontrolle zu erlangen. Ich will die Arbeit, die in das Spiel gesteckt wurde nicht schmälern. Aber da der Titel auch noch 11,99 Euro (Originalpreis) kostet, sage ich erst Recht, Finger weg, es gibt im eShop viele bessere Shoot’em Ups.

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