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Killzone Shadow Fall

Am Ende des dritten Teils gelang es den Vektanern endlich die Oberfläche des Helghast Planeten zu zerstören. Aus einem Akt von Mitleid und Größenwahn gewährten sie den Überlebenden Asyl auf ihrem eignen Planeten. Dass der Frieden dadurch nicht lange gewahrt sein würde, dürfte niemanden überraschen.

Denn ähnlich wie zu Zeiten des kalten Krieges, steht eine Mauer zwischen den beiden Parteien. Die einen leben ein angenehmes und friedliches Leben, während die Situation auf der Gegenseite alles andere als rosig aussieht. Gedemütigt und getrieben von der schlechten Situation, beginnen die Übrigen Helghast zu rebellieren. Ein neuer Konflikt entbrennt, bei dem keine der beiden Parteien unschuldig ist.

In den Schuhen eines Elitesoldaten

In „Shadow Fall“ schlüpft ihr in die Schuhe des Elitesoldaten Lucas. Dieser wurde von einem Soldaten aufgezogen, nachdem sein Vater Opfer der Helghast wurde. Etliche Jahre später steht nun Lucas in der gleichen „New Helghast“ Zone, an dem sein Vater das Leben verlor, um dort einen Terroristen gefangen zu nehmen, der die übrigen Helghast zum Aufstand antreibt. Eine interessante Art die doch eigentlich beendete Geschichte von Killzone weiterzuspinnen.

Neben ausgezeichnet inszenierten Zwischensequenzen erhaltet ihr vor allem über die Funksprüche und Tonbandaufzeichnungen, die aus dem Lautsprecher des PlayStation 4-Controllers kommen (Wiimote lässt grüßen) Einblick in die düstere Welt von „Killzone Shadow Fall“. Leider kommt auch Lucas nicht über die Egoshooter übliche „1-Mann-Armee“-Persona hinaus. Ohne nennenswerte Begleitung oder Charakterentwicklung geht er einfach in der Masse der typischen Protagonisten unter. Spielerisch erwartet euch typische Killzone-Kost. Ihr begebt euch von einem begrenzten Gebiet zum nächsten und nehmt dabei jede Menge feindliche Soldaten aufs Korn.

Kleinere Rätsel lockern das Spielgeschehen nochmals etwas auf, sorgen allerdings nicht dafür, dass die Routine ausbleibt. Das Spiel wird zwar nie langweilig, jedoch überrascht es den Spieler leider auch nicht wirklich mit ausgefallen Ideen oder neuem Leveldesign. Das Waffendesign und Handling ist Entwickler Guerilla Games erneut gelungen. Zielen und schießen gehen gut von der Hand und die Wucht der Gewehre und Pistolen ist gut zu spüren.

Die KI der Gegner agiert großteils selbständig und intelligent. Helghast Soldaten nehmen euch bei Sichtung erbarmungslos aufs Korn und kreisen euch ein. Im späteren Spielverlauf rennen euch allerdings immer größere Massen entgegen, sodass eine wirkliche Taktik nicht zu erkennen ist und das Spiel zum Tontaubenschießen mutiert.

Mein Freund und ich

Wie bereits erwähnt, ist Lucas ohne nennenswerte Begleitung unterwegs. Zumindest ohne menschliche. Damit der Elitesoldat nicht ganz einsam durch die Ödnis stapft, hat er eine kleine Kampfdrohne im Gepäck die immer in seiner Nähe bleibt. Dank dem Touchpad des Controllers können dem kleinen Begleiter vier Kommandos gegeben werden. Die Befehle wie Seile abwerfen oder Gegner ausschalten sind ganz nett aber nicht überlebenswichtig.

Grafik & Sound

„Killzone Shadow Fall“ gehört definitiv zu den bestaussehendsten Next-Gen Launch-Games, die auf dem Markt sind. Hier hat man wirklich das Gefühl, ein Spiel auf einer neuen und fortschrittlicheren Maschine zu spielen und nicht nur einen schnöden Aufguss mit besserer Weitsicht. Charaktere sehen sehr detailliert aus und sind ausgezeichnet animiert. Die Framerate bleibt auch in den hitzigsten Gefechten konstant und gerät eher selten mal ins Stocken.

Schwieriger wird es hingegen bei den Lichteffekten. Diese wirken stellenweise schlechter als bei einem aktuellen oder sogar älteren Spiel der letzten Generation. Schatten sind grob aufgelöst und fallen nicht korrekt sondern „zittern“ umher. Auch einige Texturen sehen böse aus. In den weitläufigen Gebieten kann es natürlich mal vorkommen, dass nicht jeder Bereich umwerfend aussieht, jedoch kann man einen gewissen Standard an Qualität durchaus erwarten.

Multiplayer

Bei einem Killzone-Spiel darf natürlich der Multiplayer-Part nicht fehlen. In „Shadow Fall“ könnt ihr euch für eine von insgesamt drei wählbaren Klassen entscheiden und bis zu 24 Teilnehmer können dabei teilnehmen. Diese haben logischerweise verschiedene Fähigkeiten und ein eigenes Waffenarsenal. Je länger ihr spielt, desto stärker wird auch eure Spielfigur. Durch das Lösen kleinerer Miniaufgaben während der Multiplayergefechte ergattert ihr Aufrüstungsmöglichkeiten. Unterschiedliche Modi von Capture the Flag bis hin zum simplen Death Match gibt es natürlich auch.

  • Plattform: Playstation 4
  • Publisher: Sony
  • Entwickler: Guerilla Games
  • Genre: Ego Shooter
  • Release: 29. November 2013
  • USK-Freigabe: 18

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