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Sega Ages: Out Run

Out Run gilt als Klassiker des Rennspielgenres, wurde von Sega Legende Yu Suzuki (Shenmue-Reihe, Virtua Fighter, Daytona USA und viele mehr) erschaffen und der Automat kam 1986 in die Spielhallen. Über die Jahre sind viele Umsetzungen erschienen und vor uns liegend haben wir nun die Switch-Fassung im Zuge der Sega Ages-Serie. Ob Out Run auch heute noch eine Spritztour wert ist, wollen wir nun erörtern.

Mit über 200 km/h gegen die tickende Uhr

Out Run lässt sich als klassisches Arcade Rennspiel bezeichnen. Euer Ziel ist es, vom Start aus das Ende zu erreichen und dabei sitzt euch die Zeit im Nacken. Ist diese abgelaufen, heißt es Game Over. Neue Zeit gutgeschrieben bekommt ihr, sobald ihr einen Streckenabschnitt bewältigt. Out Run zeichnet sich durch seine verschiedenen Wege zum Ziel aus. Der Startpunkt ist immer am Strand, am Ende dieses Abschnitts habt ihr die Wahl aus zwei verschiedenen nächsten Abschnitten. Biegt nach links oder rechts ab und schon gelangt in den nächsten Bereich. Das werdet ihr dann noch vier weitere Male tun und dann nach insgesamt 5 Streckenabschnitten das Ziel erreichen. Sofern euch vorher nicht die Zeit ausgeht, werdet ihr für jeden „Out Run“ weniger als 15 Minuten brauchen. Ihr werdet also recht schnell alles gesehen haben, trotz der verschiedenen Wege.

Alle Wege führen zu einem Ziel in Out Run. Links ist der Startpunkt

Grafisch wird das geboten, wie damals Rennspiele dargestellt wurden, durch eine scrollende Strecke im Pixel-Look. Je nachdem wie sich der Untergrund „verformt“, werden auch An- und Abstiege simuliert, also das euch das Gefühl vermittelt wird, dass ihr ab/aufwärts fahrt. Abseits der Strecke treten auch Objekte auf, gegen die ihr eher nicht crashen solltet, weil es dann ein paar Sekunden dauert, bis ihr weiterbrettern könnt. Heizen ist das passende Stichwort, denn um die volle Geschwindigkeit zu erreichen, müsst ihr manuell einen Gang höher schalten. Aber nur zwei Gänge zu bedienen sollte nicht allzu kompliziert sein, oder?

In den Kurven ist es durchaus ratsam, vom Gas zu gehen. Neben dem Streckenverlauf müsst ihr auch auf den Verkehr in Form von PKW und LKW achtgeben. Denn hier lässt es sich leicht mit den anderen Verkehrsteilnehmern kollidieren. Interessant ist, dass selbst LKW mit rund 200 Km/h über die Strecken heizen, was es gar nicht mal so leichtmacht, sie zu überholen.

Bäume und andere PKW sind die Gefahren, gegen die ihr Out Run crashen könnt und damit wertvolle Zeit verliert

Extras

Wie es für die Sega Ages-Reihe üblich ist, hat Entwickler M2 dem Spielerlebnis einige Quality of Life Verbesserungen gegeben. Heißt, es werden euch Stellschrauben angeboten, die es einem leichter machen, ein Spiel von damals besser genießen zu gönnen, da bekanntlich besonders Arcade Games schwere Brocken gewesen sind, schließlich sollten die Automaten mit Münzen von den Spielern gefüttert werden. Die Hilfen habe ich auch nach einer Weile in Anspruch genommen. Zunächst habe ich Out Run so gespielt, wie es die Grundeinstellungen hergeben. Nur gelang es mir da nicht, weiter als zum dritten Streckenabschnitt zu gelangen, denn schon ein Crash kann dafür sorgen, dass euch die Zeit abläuft.

Wäre es nicht möglich, eurer Zeitkonto und den Schwierigkeitsgrad zu verändern (sehr leicht bis schwer), dann würde mein Fazit zum Spiel recht negativ ausfallen. So jedoch sind diese Stellschrauben sehr willkommen und lassen keinen Frust aufkommen. Weitere Hilfen wie zum Beispiel eine bessere Handhabung in Kurven lassen sich außerdem freischalten, jedes Mal, wenn ihr ein Rennen komplettiert.

Dazu erwarten euch Verbesserungen in der Darstellung. Es werden 60 Bilder pro Sekunde geboten (wahlweise könnt ihr es auch in den Original 30 Bildern pro Sekunde spielen), es gibt einen Widescreensupport und diverse Grafikfilter können ebenfalls eingestellt werden, um wiederum dem Original nahezukommen.

Vor Beginn jeder Fahrt wählt ihr ein Musikstück im Autoradio aus. Alle Lieder überzeugen durch ihre Kompositionen, die den 80er Flair perfekt einfangen. Das Original bot mit Magical Sound Shower, Last Wave and Passing Breeze drei Musikstücke. In der Switch-Fassung bekommt ihr noch ein paar mehr geboten. Neben beide der 3DS-Versionen hinzugefügten Stücke, sind exklusiv auf der Switch vier weitere spendiert wurden.

Abgerundet wird das Paket mit der Möglichkeit, auch via Gyrosteuerung Out Run zu bedienen. Zudem gibt es Onlineranglisten, sodass ihr euch mit anderen Fahrern messen könnt.

  • Plattform: Nintendo Switch
  • Publisher: SEGA
  • Entwickler: M2
  • Genre: Rennspiel, Arcade
  • Release: 10. Januar 2018
  • Spieleranzahl: 1
  • USK-Freigabe: 0
Out Run gilt als Klassiker des Rennspielgenres, wurde von Sega Legende Yu Suzuki (Shenmue-Reihe, Virtua Fighter, Daytona USA und viele mehr) erschaffen und der Automat kam 1986 in die Spielhallen. Über die Jahre sind viele Umsetzungen erschienen und vor uns liegend haben wir nun die Switch-Fassung im Zuge der Sega Ages-Serie. Ob Out Run auch heute noch eine Spritztour wert ist, wollen wir nun erörtern. Mit über 200 km/h gegen die tickende Uhr Out Run lässt sich als klassisches Arcade Rennspiel bezeichnen. Euer Ziel ist es, vom Start aus das Ende zu erreichen und dabei sitzt euch die Zeit im…

Auch Out Run kostet wie die anderen Sega Ages Spiele schmale 6,99 Euro. Für eine Runde zwischendurch ist Out Run immer geeignet, erst Recht, wenn euch der Ehrgeiz packt, im Onlineranking vorne mit dabei zu sein. Dass Out Run bei vielen als Klassiker und als wegweisend gilt, kann ich nun nach dem erstmaligen Spielen durchaus nachvollziehen. Dennoch würde ich nicht so weit gehen, anzugeben, dass es sich um einen Klassiker handelt, den ihr unbedingt nachholen müsst.

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