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Actraiser

Actraiser gehörte 1990 zu einem der ersten Titel für das gerade veröffentlichte Super Nintendo in Japan und erschien schließlich stolze 3 Jahre später auch in Europa. Das Spiel erhielt eine Mobile-Umsetzung (2004) und eine Veröffentlichung des Originals auf der Wii- Virtual Console (2007).

Entwickler des ungewöhnlichen Genremixes, bestehend aus Action und Strategie, war ein zu Publisher Enix gehörendes Entwicklerteam mit dem Namen “Quintet“. Ein Team, was man von Namen her nicht unbedingt kennen muss, obwohl diese Truppe einige herausragende Werke für das Super Nintendo hergestellt haben, wie z.B. Illusion of Time und Terranigma.
Leider hat man bis heute nichts mehr von dieser Truppe gehört.

Spielablauf:

In Actraiser übernehmt ihr gleich zwei Rollen, die jeweils die beiden unterschiedlichen Gameplayparts widerspiegeln. Als Gott ist es eure Aufgabe, das von Monstern verseuchte Land zu befreien, um damit eine Besiedlung der Menschen zu ermöglichen. In traditionellen 2D Action-Einlagen gilt es, einen Level, inklusive obligatorischen Endboss, zu absolvieren. So schlägt man sich also mit seinem Schwert durch die Gegner und Fallen versehenen Level und springt dabei zusätzlich wie bei einem Jump and Run von Plattform zu Plattform. Bei den Boss Fights ist es wichtig, sich die Laufwege und Angriffsmuster des Feindes ein zu prägen. Denn anders hat man kaum eine Chance ihn zu besiegen. Im Laufe des Spieles findet man spezielle Zaubersprüche, die als Extrawaffen zusätzlich im Kampf eingesetzt werden können. Ist der Levelboss besiegt, ist der Weg frei für die Besiedlung eines Gebietes durch die Menschen. Damit beginnt der “God-Simulations“-Part des Spieles.

Ihr fliegt als Engel in der Vogelperspektive über die Landschaft und müsst den Menschen bei ihrer Besiedlung helfen und vor Gefahren schützen. Verteilt auf der Karte existieren nämlich Monsterhöhlen, aus denen, in regelmäßigen Abständen, immer wieder Monster erscheinen. Die haben natürlich nichts Besseres zu tun, als die Häuser der Siedler zu zerstören, sie zu entführen oder gar zu ermorden. Zum Glück ist der kleine Götterbote mit Pfeil und Bogen ausgerüstet, um den Monstern klein bei zu kommen. Um eine Höhle zu versiegeln reicht es aus, wenn die Siedler zu ihr geführt werden. Sind alle Höhlen versiegelt kann sich die Population fast in Ruhe ausbreiten und weiter entwickeln. Wenn ihr ein gutmütiger Gott seid, werdet ihr immer wieder mit kleinen Geschenken, wie einem gefundenen Zauberspruch, belohnt. Ein Gebiet ist aber erst dann vollständig befreit, wenn eine weitere, in der Regel plötzlich aufkommende Gefahr, getilgt wird. Hier steigt man wieder in die Götterfigur und metzelt sich den Weg durch den 2D-Level. Damit wäre der grundlegende Spielablauf abgeschlossen. Ihr bewegt euch also mit Hilfe des Himmelpalastes zwischen den unterschiedlichen Ländern beliebig hin und her, ebnet den Weg der Siedler und beschützt diese soweit es geht.

Das Spiel heute:

Grafisch merkt man deutlich den Zahn, der an Actraiser nagt, an. Es ist deutlich zu sehen, dass das Spiel zu der ersten Software Welle des Super Nintendo angehört hat. Auch manche Soundeffekte wirken heutzutage eher ungeeignet und kommen etwas billig anmutend aus dem Lautsprecher. Ein Highlight dagegen ist der Soundtrack vom Komponisten Yuzo Koshiro. Seine beigesteuerten Stücke lassen sich als echte Klassiker bezeichnen, die es sogar Wert gewesen sind auf dem begleitenden Symphonie Konzert im Zuge der Games Convention 2004, aufgeführt zu werden. Trotz der biederen, aber immer noch zweckmäßigen Grafik, beweist ein Spiel wie Actraiser deutlich, dass ein gutes Spiel, auch nach über 17 Jahren, ein tolles Spielerlebnis bleibt.

Das einzigartige Gameplay bestehend aus Action und Strategiesequenzen macht immer noch den Reiz des Spieles aus. Erwartungsgemäß ist Actraiser kein Spiel der leichteren Sorte, vor allem die Sprung- und Kampfpassagen mit den Endgegnern verlangen einiges ab, dienen aber zugleich auch als Motivation, das Abentuer zu bestehen. Nur leider ist das Ende des Spieles, wo man eine Vielzahl bereits besiegter und dem eigentlichen Hauptfeind “Tanzra“ gegenübersteht, äußert hart ausgefallen. Bis zu diesem Zeitpunkt wird man aber sehr gut unterhalten, weshalb Actraiser in meiner Bestenliste, immer einen besonderen Platz einnehmen wird.

  • Plattformen
SNES, Wii  Virtual Console
  • Publisher
Enix
  • Entwickler
Quintet
  • Release
18. März 1993 (Europa)
  • USK-Freigabe
6
Actraiser gehörte 1990 zu einem der ersten Titel für das gerade veröffentlichte Super Nintendo in Japan und erschien schließlich stolze 3 Jahre später auch in Europa. Das Spiel erhielt eine Mobile-Umsetzung (2004) und eine Veröffentlichung des Originals auf der Wii- Virtual Console (2007). Entwickler des ungewöhnlichen Genremixes, bestehend aus Action und Strategie, war ein zu Publisher Enix gehörendes Entwicklerteam mit dem Namen “Quintet“. Ein Team, was man von Namen her nicht unbedingt kennen muss, obwohl diese Truppe einige herausragende Werke für das Super Nintendo hergestellt haben, wie z.B. Illusion of Time und Terranigma. Leider hat man bis heute nichts mehr…

Actraiser war es über die Jahre hinweg immer wieder Wert, eine Runde in die Konsole gesteckt zu werden. Bis heute gibbt es kaum Spiele, die einen solchen ungewöhnlichen Genremix zu bieten haben. Schade eigentlich, denn dieser Aspekt macht Actraiser so gelungen. Ich würde mich über ein Remake des ersten Teil sehr freuen. Leider wird das wohl nie geschehen.

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