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Umihara Kawase BaZooKa!

Dass Umihara Kawase eine Videospielreihe aus Japan ist, war mir nicht bekannt. Ebenso, dass sie seit 1994 existiert und auf dem SNES ihren Anfang nahm. Ihr übernehmt häufig die Rolle der Sushi Köchin Kawase Umihara und im letzten Switch-Abenteuer hatten wir es mit einem 2,5D Jump and Run zu tun. Das Gameplay besteht natürlich aus den klassischen Zutaten wie von Plattform zu Plattform zu springen und dabei auch Gegner zu bekämpfen. Das geschieht auf eine eher ungewöhnliche Weise, denn mit im Gepäck hat die Chefköchin ihre Angel. Mit der lassen sich Feinde nicht nur einfangen und anziehen, sondern sie dient auch als eine Art Angelharken, um zum Beispiel Wände zu erklimmen. Vieles von diesen Elementen ist auch in Umihara Kawase Bazooka enthalten, nur dieses Spiel fokussiert sich auf die Action auf einem Bildschirm. Wir können es also als Arena Multiplayer Titel einstufen, was wir uns für die Nintendo Switch angesehen haben.

Einfangen und Abschießen

Unterteilt in Stages geht es darum, eine bestimmte Anzahl an Gegnern, die in Wellen auf den Bildschirm gelangen abzuschießen. Das geschieht mit der simplen Mechanik der Angel. Wirft sie aus, um passende Gegner und Gegenstände (passend deshalb, da sich nicht alles einfangen lässt) zu sich zu ziehen und damit einzusammeln, um sie dann als Bazooka-Geschoss wieder loszuwerden. Und da versteht sich von selbst, dass das Geschoss dazu dient, Widersacher aus dem Weg zu räumen, die sich nicht einfangen lassen. Ist die erforderliche Anzahl erfüllt, ist die Stage gemeistert. Insgesamt gibt es 40 in vier Welten inklusive Boss Stage am Ende einer Welt.

Hier seht ihr den Überblick der Stages in Umihara Kawasa BaZooka! Weitere Spieler können jederzeit einsteigen

Für so einen Titel üblich habt ihr reichlich Auswahl an verschiedenen Charakteren, rund 20 erwarten euch. Das dient nicht nur dafür, um sie optisch auseinanderzuhalten, sondern jeder Charakter hat eigene Fähigkeiten, die per L-Taste (Supergeschoss) sowie durch den A- und X-Knopf ausgeführt werden. Im Falle von Gin wäre es auf A das Werfen einer Sub Weapon und auf X eine Ausweichrolle nach vorne. Alle drei extra Aktionen beanspruchen die Fähigkeitenleiste, die sich von alleine wieder auffüllt. Der Einsatz der Fähigkeiten ist also mehr oder weniger begrenzt bzw. sie lassen sich nicht konstant am Stück ausführen. Natürlich überschneiden sich bei 22 Mitstreitern die Eigenschaften, aber so wird zumindest der Eindruck erweckt, dass sie individuell sind.

Was alle zusätzlich können ist ein Doppelsprung, da die Stages auch aus Plattformen bestehen, daher müsst ihr auch nach oben gelangen, um die dort platzierten Gegner zu beseitigen. Je mehr ihr auf einmal aufs Korn nehmen könnt, umso höher fallen eure verdienten Punkte aus und so entsteht auch eine Kombo.

Wenn der Bildschirm in Umihara Kawase BaZooka! so nit Chain-Anzeigen gefüllt ist, dann wisst ihr,dass ihr eine gute Kombo habt

Multiplayer Freuden?

Da es sich schließlich um ein Arena Spiel handelt, versteht sich von selbst, dass ihr gemeinsam oder gegeneinander mit 1-4 Spielern vor der Konsole antreten könnt. Dabei stehen euch die gleichen 40 Stages zur Verfügung, sodass ihr Umihara Kawase Bazooka auch zusammen durchspielen könnt. Habt ihr keine Freunde parat, könnt ihr auch online gegen andere Spieler aus der Welt antreten.

Nur die Frage aller Fragen ist, ob ihr das auch tun solltet? Um es kurz zu machen: Nein.

Umihara Kawase Bazooka hat mir von der ersten Sekunde an keinen Spaß gemacht, was hauptsächlich an Spielgefühl liegt. Was meine ich damit? Das Steuern der Charaktere fühlt sich ziemlich steif und deshalb nicht geschmeidig an und das bei einem Spiel, bei dem es wichtig ist, die volle Kontrolle über eure Spielfigur zu haben. Sprünge auf höhere Plattformen können unnötig kompliziert sein, da das Sprunggefühl zum einen ungenau ist, dass man Höhen schwer abschätzen kann und zum anderen ist es mühsam, dass man sich häufig dann an Plattformen hochziehen muss anstatt, dass man einfach draufspringen kann. Bei jedem Treffer eines Gegners wird eurer Charakter fast in Zeitlupe zurückgeschleudert für mindestens 3 Sekunden, was sehr unbeholfen aussieht und die gesamte Action unglaublich verlangsamt.

Ob die nächste Welle Awesome ist, sei mal dahingestellt

Das Spielprinzip ist zwar unkompliziert und daher geeignet für so eine Art von Arenaspiel, nur wie bereits gesagt lässt das langsame Spieltempo keinen wirklichen Spielfluss aufkommen. Und da würde ich behaupten, dass es bei mehr Spielern vor dem Bildschirm auch keinen Unterschied macht, weil sie über ähnliche Probleme klagen würden, wie ich es gerade tue.

Die Präsentation stößt dann ebenfalls negativ auf wie ein saurer Hering. Mobile Game Ästhetik der üblen Sorte würde ich es jetzt mal umschreiben. Einfach nicht schön anzuschauen in allen Belangen, was Animationen, Effekte und Umgebungen anbelangt. Dazu ist der Umfang mit 40 Stages ziemlich mager und da das Gameplay keinen Spielspaß auslöst, hat sich die Motivation, Highscores aufzustellen auch vollkommen erledigt.

  • Plattform: Nintendo Switch (getestet, auch auf PS4 erhältlich)
  • Publisher: ININ Games
  • Entwickler: Studio Saizensen
  • Genre: Action, Arcade, Party
  • Spieleranzahl: 1-4 Spieler (auch online spielbar)
  • Startpreis 29,99 Euro
  • USK: 6
  • Release: 29. September 2020

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