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Battery Jam

Der Boden in Battery Jam ist Lava. Zumindest befindet sie sich unter den Bodenplatten, auf denen ihr euch in diesem lokalen Mehrspielertitel bewegt. Battery Jam kommt vom Indie Entwicklerstudio Halseo und stellt deren Debüt dar. Zuerst erschien das Spiel auf Steam und danach also auf der Switch. Im Spielgeschehen werdet ihr in eine von acht Arenen geschickt und dann gilt es in dem mitunter chaotischem Geschehen, die Übersicht zu bewahren und durch das eigene Geschick – oder wahlweise als Team – zu gewinnen. Lassen wir die Spiele beginnen.

Ein Hauptgericht ohne Beilagen

Im Hauptmenü angekommen, habt ihr die Auswahl aus „Spielen“, „Tutorial“, „Optionen“ und den „Credits“. Das war es bereits. Das Tutorial zeigt euch ein Erklärungsvideo, worum es in einer Partie geht und wie ihr gewinnen könnt. Geht ihr auf Spielen, dann gibt es noch die Unterscheidung, ob jeder gegen jeder antritt, oder ob sich 2 Teams messen. Glücklicherweise gibt es für das Match selbst einige Stellschrauben, an denen ihr drehen könnt. Allen voran die Art und Weise festzulegen, wie ein Durchgang gewonnen wird (durch das Einfärben der Bodenplatten in eure Farbe, durch Kills oder durch Zerschmettern). Dazu lassen sich weitere Parameter festlegen wie lange ein Match dauert, ob es Teleporter gibt, wie viele Boomboxen vorkommen oder auch wie schnell die Spielgeschwindigkeit ist.

Spielt ihr alleine, lassen sich bis zu drei weitere Bots dazu schalten und deren Level (von leicht bis schwer) einstellen. Danach wird eine der acht Arenen ausgewählt, die sich in ihrer Form und darin unterscheiden, ob größere Blöcke als Hindernisse euren Weg versperren. Ansonsten bestehen die Arenen aus quadratischen Feldern, die grau eingefärbt sind.

Links oben explodiert gerade eine Boombox in Battery Jam

Farbe spielt also eine, wenn nicht die entscheidende Rolle in Battery Jam. Eure Spielfigur, die einem Roboter gleicht, hat ebenso eine bestimmte Farbe inne, das gleiche gilt natürlich auch für eure Kontrahenten. Ziel des Spiels ist es, nachdem die Zeit abgelaufen ist, die meisten Bodenplatten in der eigenen Farbe eingefärbt zu haben. Wir haben es also mit einem ziemlich simplen Spielprinzip zu tun, was jeder sofort verstehen sollte.

Der Kniff liegt jedoch im Gameplay, das eine gewisse Tiefe bietet, sodass ihr mehrere Optionen stets zur Auswahl habt, wie ihr das Ziel erreicht.

Der Punktestand wird jederzeit eingeblendet bei Battery Jam

Morphen, Schießen, Laufen, Schadenfreude

Alle grauen Felder, über die ihr lauft, werden in eure Farbe eingefärbt. Des Weiteren könnt ihr auf Knopfdruck eure Waffe einsetzen. Dadurch werden verschiedene Dinge beeinflusst. Trefft ihr einen Gegner, dann wird er für eine kurze Zeit bewegungsunfähig gemacht und ein wenig in die jeweilige Richtung gestoßen. Der Schuss kann auch aufgeladen werden, um die Wirkungen zu verstärken. Wenn ihr den A-Knopf drückt, dann dasht ihr nach vorne und dabei wird immer ein Feld übersprungen. Heißt also, ihr landet immer auf dem Übernächsten. Als weitere Fähigkeiten stehen euch noch zwei weitere Aktionen zur Verfügung: Das Herabsenken und das Erhöhen von Feldern um jeweils eine Stufe.

Auch das geschieht per Knopfdruck und während des Überquerens eines Feldes. Herabsinken bedeutet, dass die bereits erwähnte Lava zum Vorschein kommt. Durch das Anheben dagegen könnt ihr eine Mauer erschaffen.

Das sind eure grundlegende Aktionen, die alle das Ziel beinhalten, euch zu dienen oder euren Gegnern zu schaden, sodass ihr die meisten Felder einfärben könnt. Im Grundspiel erscheinen in jeder Arena auch zwei Boomboxen, die sich auf zwei Arten einsetzen lassen. Bei Beschuss sausen sie in einem hohen Tempo davon in alle vier Himmelsrichtungen, also je nachdem von welcher Seite ihr sie beschießt. Liegt ein Mitspieler genau in der Linie, wird er vom Block überrollt, sodass er neustartet. Euer Gegenspieler ist damit nicht nur für ein paar Sekunden aus dem Spiel genommen, sondern durch sein Ableben werden auch gleich mehrere Felder in eure Farben eingefärbt.

Es ist daher eine sehr gelungene Aktion, mit der Boombox euren Feind genau dann zu treffen, wenn er auf Feldern steht, die in seiner Farbe markiert sind. Denn dadurch erhält er einen großen Verlust, ihr dagegen einen großen Gewinn.

Trefft ihr niemanden mit der Box, explodiert sie nach ein paar Sekunden und ein größerer Bereich von Lava kommt zum Vorschein. Bestenfalls also passiert das in einem eingefärbten Gebiet eines Gegners, da er auch dadurch viele seiner eingefärbten Kacheln verliert. Nach Gebrauch spawnen die Boomboxen erneut in der Arena.

Besonders dann, wenn viel Lava in der Arena aufgetreten ist (durchs Herabsenken und den Boxen), kommt der Dash vermehrt zum Einsatz. Er dient nicht nur zur schnelleren Fortbewegung, sondern er lässt auch neue Felder in eurer Farbe entstehen, wenn ihr über die Lava dasht. Der Dash dient also auch dazu, Lücken zu füllen.

Um ein angehobenes Feld wieder auf das Originalniveau zu bringen, muss es beschossen werden. Eine solche Mauer bringt auch den Vorteil mit sich, dass zunächst jede Boombox an ihr hängen bleibt und ihr damit theoretisch einen von euch eingefärbten Bereich ummauern könnt. Theoretisch deshalb, weil eben das Spieltempo sehr hoch ist und mit der vollen Besetzung von vier Spielern sehr viel los ist auf dem Bildschirm und es darauf ankommt, flexibel auf das reagieren zu können, was gerade um euch herum geschieht.

Spielt ihr dagegen als Team lassen sich schon eher Taktiken verfolgen wie ein Spieler sichert durch Mauern die eigenen eingefärbten Felder, während der andere Spieler das gegnerische Team traktiert.

All das wird euch audiovisuell adäquat präsentiert. Das Hauptthema erinnert dabei dezent an das Opening Theme der Anime-Serie Cowboy Bebop (Tank!) und die Ingame-Musik kommt ebenfalls flott daher und passt daher zum Geschehen. Auch wenn die Spielfiguren bzw. das Roboterdesign recht generisch wirkt, ist die gesamte grafische Präsentation durch die satten Farben stimmig. Die Grafik passt also und eine Übersicht auf das Spielfeld bleibt stets vorhanden.

  • Plattform: Switch
  • Publisher: Halseo
  • Entwickler: Halseo
  • Genre: Action, Arcade, Party
  • Release: 03. Dezember 2018
  • Spieleranzahl: 1 – 4 Spieler
  • USK-Freigabe: 6
Der Boden in Battery Jam ist Lava. Zumindest befindet sie sich unter den Bodenplatten, auf denen ihr euch in diesem lokalen Mehrspielertitel bewegt. Battery Jam kommt vom Indie Entwicklerstudio Halseo und stellt deren Debüt dar. Zuerst erschien das Spiel auf Steam und danach also auf der Switch. Im Spielgeschehen werdet ihr in eine von acht Arenen geschickt und dann gilt es in dem mitunter chaotischem Geschehen, die Übersicht zu bewahren und durch das eigene Geschick - oder wahlweise als Team - zu gewinnen. Lassen wir die Spiele beginnen. Ein Hauptgericht ohne Beilagen Im Hauptmenü angekommen, habt ihr die Auswahl aus…

Was man bei Battery Jam hervorheben muss ist, dass es sich vom Gameplay her distinktiv anfühlt, also eigenständig ist und nicht wie der Klon von Spiel XY rüberkommt. Vor allem ist es interessant, dass das Spielgeschehen ohne Items auskommt. Alles was ihr im Spiel leisten könnt, hat eurer Charakter als Fähigkeiten inne und die gilt es dann zu nutzen. Das Gameplay ist flott und die vielen Einstellungsmöglichkeiten für eine Partie lassen Battery Jam zu einem spaßigen Erlebnis werden, was man immer wieder für eine Runde einschieben kann, sobald mit Freunden vor der Konsole sitzt. Schadenfreude ist hier eindeutig vorhanden, wenn man sich die Boomboxen um die Ohren haut oder auch, wenn man seinen Gegenspieler durch Beschuss in die Lava befördert. Jedoch muss an dieser Stelle klar erwähnt werden, dass das Spiel für Solospieler nahezu nichts bietet, außer das ihr das Spiel ein wenig kennenlernt, wenn ihr gegen Bots spielt. Einen Onlinemodus, um gegen Fremde oder eure Freunde anzutreten, existiert ebenfalls nicht. Da es außerdem jedoch rein Garnichts zum Freispielen gibt, geschweige denn irgendeine Form von Solo-Kampagne, beschränkt sich das Dargebotene eben nur auf den Multi mit acht Arenen. Daher ist meiner Meinung nach der Preis von 12,49 einen Tick zu hoch angesetzt für den gebotenen Inhalt. Deshalb kann ich hier auch keine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen, auch wenn Battery Jam zweifelsohne Spaß macht.

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