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Xenoblade Chronicles 2: Torna: The Golden Country (DLC)

Torna: The Golden Country lautet der Name zum großen DLC, der nun für Xenoblade Chronicles 2 auf der Nintendo Switch erschienen ist. Diese Erweiterung ist sowohl im Zuge des Season Passes erschienen als auch in einer Handelsfassung. Das heißt ihr könnt mit dieser Version das Prequel spielen, ohne das Hauptspiel zu besitzen. Jedoch kostet die Retailversion mit 39,99 Euro zehn Euro mehr als der Season Pass. In diesem Test wollen wir also auch die Frage klären, ob auch Neulinge zugreifen können, ohne das Hauptspiel zu kennen.

Alrest: 500 Jahre früher

Auch in Torna: The Golden Country spielt das Geschehen auf der Welt Alrest. Diese Welt zeichnet sich mit einem Wolkenmeer aus, auf dem zum Teil riesige Titanen schwimmen. Lebendige Giganten, die als Kontinente dienen. In der Erweiterung seid ihr nur auf zweien unterwegs. Einmal auf Torna und auf Gormott, das bereits in Xenoblade 2 eine Rolle spielte. Laut einem Interview sollte die Geschehnisse von Torna ursprünglich im Hauptspiel zwischen Kapitel 7 und 8 stattfinden. Nur erkannte man in der Entwicklung, dass dieser Teil den Rahmen einfach sprengen würde. So blieb es bei Zwischensequenzen, die aus der Vergangenheit stammten und natürlich die Story voranbrachten.

Lora war bereits im Hauptspiel ein Thema. Nun lernt ihr sie aber richtig kennen und erfahrt, warum Jin ihr so viel bedeutet.

Auch in Torna ist eurer Gegenspieler Malos. Er ist eine Aegis, eine in menschenform verkörperte Waffe, geschaffen vom Architekten dieser Welt. Eines Tages gelang es Amalthus einem Mann aus Indol, den Weltenbaum zu besteigen. Dort traf er den Architekten und nahm 2 Aegis-Steine mit. Als er den ersten aktivierte, erschien Malos, der anders als die anderen sogenannten Klingen, nicht seinem Meister (in dem Fall Almathus) gehorcht, sondern der Überzeugung ist, die Menschheit hätte nichts Anderes verdient, als unterzugehen. Diesen Plan versucht er nun in dieser Geschichte umzusetzen.

Aufhalten möchten ihn Addam und seine Widerstandsarmee. Addam ist der vierte Thronfolger von Torna und er erhielt von Almathus als Geschenk den zweiten Aegis-Stein. Zum Vorschein kam Mythra, die im Gegensatz zu Malos Addam als Meister akzeptiert, auch wenn sie eine recht arrogante Persönlichkeit besitzt, da sie sich als Aegis als sehr mächtig ansieht, was auch im Grunde der Wahrheit entspricht.

Auch wenn Addam und Mythra eine wichtige Rolle in der Handlung einnehmen, sind sie nicht die Hauptfiguren. Denn zuallererst werdet ihr Lora und Jin kennenlernen, die als Söldner ihr Brot verdienen und im Spiel nach wenigen Metern, Addam und Mythra über den Weg laufen, sodass das Schicksal sie zusammenführt. Lora stammt aus ärmlichen Verhältnissen und Jin ist ihre Klinge und vielmehr ein treuer Gefährte seit 17 Jahren. Ihr erfahrt, dass sie auf der Suche nach ihrer Mutter ist. Addam willigt ein, nach ihr zu suchen und so kommt die Geschichte mehr und mehr in Gang.

Neben zwei Titanen zum Erkunden, samt vielen Gegnern, die ihr begegnen werdet, warten auch viele Quest aufs euch, die ihr mitunter auch erledigen müsst, damit das Ansehen, eure Beliebtheit steigt.

Hier sei auch gleich der größte Kritikpunkt angebracht. Zwei Mal müsst ihr eine Stufe des Ansehens erreichen, damit ihr die Hauptgeschichte weiterspielen könnt. Einmal Stufe 2 und dann nochmal Stufe 4. Das Problem ist hierbei das Tempo der Durchführung, denn besonders der Schritt von Stufe 2 auf 4 kommt ziemlich plötzlich. Erst Recht, wenn ihr Spieler seid, die sich zunächst auf die Haupthandlung stürzen und Nebenquest hauptsächlich später angehen wollen. Hier dagegen ist es ratsam, jede Nebenquest mitzunehmen, da ihr euer Ansehen so oder so erhöhen müsst.

Glücklicherweise sind viele der Nebenaufgaben interessant und deren Verdienste in Form von Erfahrungspunkten, Items und Gold lohnen sich. Ebenso gelangt ihr so automatisch in neue Gebiete, die ihr so vielleicht nicht entdecken würdet.

Jedoch wirkt dieser Umstand, dass das Ansehen mindestens auf Stufe 4 sein muss, wie eine Spielstreckung, um den Spieler Sachen erledigen zu lassen, damit er auch im Level ansteigt. Hier fällt dann wiederum auf, dass ihr nur auf 2 Titanen unterwegs seid und Gormott ist sogar um einen Abschnitt ärmer als im Hauptspiel. Ihr werdet also feststellen, dass ihr auf einer eher kleinen (im Vergleich zu Xeno 2) Spielwelt unterwegs seid. Jedoch muss das nichts Schlechtes bedeuten. Denn zum einen überzeugt Torna von seinen Landschaften vollkommen und zum anderen fühlt sich die Erweiterung um ein vielfaches entschlackter an. Das gilt auch für das Kampfsystem, das ein wenig modifiziert wurde, aber nun wohl leichter zu beherrschen ist.

Die „Diät“ fängt bereits beim managen eurer Party an. Es gibt insgesamt 9 Charaktere (3 Meister und 6 Klingen), diese 9 stellen dauerhaft eure Party dar. Es gibt keine weiteren Klingen, die ihr per Kernkristalle erst noch aus ihrem „Ei“ holt, trainieren und in eure Party packen müsst. Mit diesem festen Pool an Charakteren sind auch alle Elemente (Feuer, Wasser, Licht, Dunkel, Eis, Blitz, Stein und Blatt), die ihr im Kampf zum Aufbau von Ketten benötigt, vertreten.

Im Kampf zeigt euch nun kein kleines Elementsymbol mehr an, welche Spezialattacke ihr zum Aufbau einer Super Kombo braucht, sondern die dazugehörige Attacke wird namentlich eingeblendet. Ihr könnt also direkt sehen, welche Attacke beim Aufbau von I zu II bis hin zu III gebraucht wird. Insgesamt 16 Kombinationen gibt es, die erste gebt euch das Spiel mit Feuer, Feuer und Licht als Tutorial an die Hand.

Auch die Verwendung der Aktionen wie den Gegner ins Schwanken bringen, Umwerfen, Schleudern und Schmettern wurden hier vereinfacht. Ein weiterer Kniff ist, dass zwischen Meister und Klinge nun wechseln könnt, was auch für diverse Effekte nützlich ist. Aber das werdet ihr alles sehen, wenn ihr das Spiel spielt, deswegen spare ich mir eine ins zu sehr ins Detail gehende Erklärung. Die hatte ich bereits beim unseren Test von Xenoblade Chronicles 2 zum Besten gegeben.

Auch die Spielwelt legt (abseits der Gegner natürlich) euch viel weniger Steine in Form der „Field Skills“ in den Weg. Im Hauptspiel gab es zahlreiche Passagen, an denen ihr nur weiterkamt, wenn bestimmte Skills eurer Klingen eine gewisse Stufe erreicht haben. Hier beschränken sich diese Sachen hauptsächlich auf im Boden vergrabende Schatztruhen und wenige zum größten Teil optionale Geheimnisse.

Das kommt dem Spielfluss ungemein zu Gute. Das grafische Gewand bleibt natürlich vorhanden, aber wie schon erwähnt, kann Torna in seiner Gestaltung auf der ganzen Linie überzeugen. Und nach wie vor ist es in der Xenoblade-Serie ein Markenzeichen und ein erhabener Anblick, wenn man von Oben herab die Landschaften überblicken kann, die man zuvor durchlaufen hat.

Gleiches gilt auch für die Musik als auch für die englische Sprachausgabe. Dabei haben es sowohl neu geschriebene Stücke in das Spiel geschafft, als auch Remixe und Lieder aus Xenoblade Chronicles 2. Spielt ihr im Handheldmodus, fällt auch hier wieder auf, dass die Auflösung deutlich geringer ist. Spielbar bleibt es aber stets.

  • Plattform: Nintendo Switch
  • Publisher: Nintendo
  • Entwickler: Monolithsoft
  • Genre: Rollenspiel
  • Release: 21. September 2018 (Handelsfassung)
  • Spieleranzahl: 1
  • USK-Freigabe: 12
Torna: The Golden Country lautet der Name zum großen DLC, der nun für Xenoblade Chronicles 2 auf der Nintendo Switch erschienen ist. Diese Erweiterung ist sowohl im Zuge des Season Passes erschienen als auch in einer Handelsfassung. Das heißt ihr könnt mit dieser Version das Prequel spielen, ohne das Hauptspiel zu besitzen. Jedoch kostet die Retailversion mit 39,99 Euro zehn Euro mehr als der Season Pass. In diesem Test wollen wir also auch die Frage klären, ob auch Neulinge zugreifen können, ohne das Hauptspiel zu kennen. Alrest: 500 Jahre früher Auch in Torna: The Golden Country spielt das Geschehen auf…

Wollt ihr Torna durchspielen, dann könnt ihr locker unter 20 Stunden bleiben, was sich für Xeno-Verhältnisse einfach kurz anfühlt, obwohl man weiß, dass man es ja schließlich mit einem DLC zu tun hat. Wollt ihr jedes Geheimnis nachgehen schraubt sich die Spielzeit (gemessen an mir) auf über 30 Stunden. Da ich bereits im Hauptspiel aufgegangen bin (Spielzeit über 200 Stunden), habe ich natürlich auch Torna in vollen Zügen genossen. Wahrscheinlich kam mir auch deswegen das Erlebnis kurz vor. Die Geschichte ist überzeugend und gibt einen guten Einblick davon, wie es dazu kam, was wir 500 Jahre später in Xenoblade Chronicles 2 erleben. Jedoch werden hier (bewusst?) nicht alle Details verraten. Fans von Xeno 2 greifen bedenkenlos zu, mir hat es einfach wieder Spaß gemacht, in diese Welt einzusteigen. Aber auch Neulingen ist dieser Einstieg zu empfehlen, da die Spielwelt um ein vielfaches kompakter ausfällt und euch das Spiel nicht mit zig Sachen erschlägt, wie zum Beispiel das Managen von vielen, vielen Charakteren oder auch das leichter zugängliche Kampfsystem. Ihr werdet nach dem Erlebnis wahrscheinlich nach mehr verlangen, weil das Ende gefühlt zu früh kommt. Aber dann würde euch noch das Hauptspiel bevorstehen. Egal, wie man es dreht und wendet: Sowohl Neulingen als auch Veteranen bietet Torna: The Golden Country einen Mehrwert.

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