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Slice, Dice and Rice

In einem Duell zählt der alles entscheidende Moment. Wann ist der passende Zeitpunkt, aus seiner Deckung herausgehen, um den finalen Schlag loszulassen? In Slice, Dice and Rice von Dojo Games werdet ihr immer wieder aufs Neue mit dieser Frage konfrontiert. Damit willkommen zu diesem eher ungewöhnlichen Prügelspiel, bei dem bereits ein Treffer über einen Sieg oder eine Niederlage entscheidet. Wir haben uns die Switch-Version angesehen, zuvor ist der Titel auf dem PC und auf der PS4 erschienen.

Auf dem ersten Blick

Sobald man mal ins Hauptmenü gelangt ist (zuvor gibt es eine rund 20 Sekunden dauernde Ladezeit), findet ihr die üblichen Modi vor, die auch ein normales Beat’em Up zu bieten hat. Heißt, es gibt einen Einzel- und Mehrspielermodus. Letzterer könnt ihr im Versus gemeinsam auf dem TV austragen, oder ihr spielt eine Partie online gegen Spieler aus der ganzen Welt. Dazu gibt es noch das Dojo, in dem ihr euch mit jedem der acht Kämpfer im Spiel vertraut machen könnt. Auch lässt sich im Pausenmenü das Moveset einsehen und das Spiel gibt euch ein paar Tipps auf den Weg.

Im Singleplayer dagegen habt ihr als erstes nur die Auswahl mit Kojiro in die Kampfarena zu treten. Auf dem zweiten Blick und spätestens dann, wenn ihr eure ersten Schritte macht, fällt der Grafikstil ins Auge, der sehr comichaft rüberkommt und viel mit den Farben schwarz und weiß arbeitet. Andere Farben sind aber dennoch zu sehen, die dann so dem Spieler ins Auge springen, allen voran die zahlreichen Blutfontänen. Denn zimperlich geht es hier nicht zu Werke, sodass man hier sprichwörtlich den Kopf verlieren kann. Deswegen ist das Spiel auch ab 16 freigegeben.

Auf dem dritten Blick fällt auf, dass es keine Lebensleiste gibt wie es sonst üblich ist. Braucht es auch nicht, denn ein sitzender Schlag reicht ja schließlich. Dass durch diese Art und Weise ein Kampf häufig schnell vorbeigeht, versteht sich von selbst. Um jedoch das Duell zu gewinnen, müssen 4 Punkte erreicht werden, für jeden Sieg in einem Duell erhaltet ihr einen Punkt. Seid ihr in einem Duell siegreich, tretet ihr gegen den nächsten Kontrahenten an.

Überaus übersichtlich gestaltet sich auch eurer Moveset. Mit dem Analogstick oder dem Steuerkreuz führt ihr die typischen Bewegungen wie nach links und rechts, oder einen Dash aus und könnt springen, wenn ihr nach oben drückt. Ansonsten werden die vier Hauptknöpfe genutzt. Auf dem A-Knopf befindet sich der schwere Schlag, auf Y der waagerechte und dem X-Knopf der vertikale Schlag. Auf B könnt ihr parieren. Einen Schlag abzuwehren, hängt aber nicht nur vom richtigen Timing ab, sondern es ist auch nur bei den normalen Schlägen möglich. Einen schweren Schlag lässt sich nämlich nicht abwehren.

Da ein Schlag wie erwähnt bereits erwähnt über einen Sieg respektive Niederlage entscheiden kann, könnte man nun zu dem Schluss kommen, dass sich das gegenseitige Beobachten und die Beherrschung der eigenen Moves, Slice, Dice und Rice zu einem spannenden Spielerlebnis werden lassen. Dem ist leider nicht so.

Wenn ihr gegen die CPU antretet, kommt dieses Gefühl nie auf. Eher kommt hier das Motto zu tragen, wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Zumal ihr einfach nicht ersehen könnt, zu welchem Schlag eurer Gegner ansetzt. Da schwere Hiebe nicht geblockt werden können, hilft es euch wenig zu parieren.

Um Schläge eures Gegners wahrzunehmen, stellt euch das Spiel das sogenannte „Unagi“-System zur Seite. Das ist nichts Anderes, das für eine Millisekunde ein roter Kreis um euch erscheint, der anzeigen soll, dass eurer Kontrahent nun zuschlägt. Da dies jedoch super schnell vonstattengeht, braucht es schon Reflexe von die eines Luchses, um diese Hilfe überhaupt als solche wahrzunehmen.

Gegen einen menschlichen Gegner macht es schon deutlich mehr Spaß zu spielen, wenn man gemeinsam vor dem TV sitzt. Hier kommt schon eher das Gefühl von Taktieren auf. Jedoch, der Spaß ist nur von kurzer Dauer und wird kaum länger als eine Stunde anhalten, wenn überhaupt.

Das liegt vor allem am mageren Umfang. Acht Kämpfer und sechs Arenen gibt es, das war es bereits. Da ist es klar, dass man nach kurzer Zeit sehr schnell schon alles gesehen hat und außer zwei Spielmodi gibt es sonst nichts zu tun. Da hilft auch leider die ansprechende Optik samt gelungener Animationen der Kämpfer nicht drüber hinweg.

  • Plattform: Switch
  • Publisher: Arc System Works
  • Entwickler: Dojo Games
  • Genre: Kampf
  • Spieleranzahl: 1 – 2 Spieler (auch online spielbar)
  • Release: 06. September 2018
  • USK-Freigabe: 19
In einem Duell zählt der alles entscheidende Moment. Wann ist der passende Zeitpunkt, aus seiner Deckung herausgehen, um den finalen Schlag loszulassen? In Slice, Dice and Rice von Dojo Games werdet ihr immer wieder aufs Neue mit dieser Frage konfrontiert. Damit willkommen zu diesem eher ungewöhnlichen Prügelspiel, bei dem bereits ein Treffer über einen Sieg oder eine Niederlage entscheidet. Wir haben uns die Switch-Version angesehen, zuvor ist der Titel auf dem PC und auf der PS4 erschienen. Auf dem ersten Blick Sobald man mal ins Hauptmenü gelangt ist (zuvor gibt es eine rund 20 Sekunden dauernde Ladezeit), findet ihr die…

Als Startpreis werden für Slice, Dice and Rice stolze 17,99 verlangt, was für den dargebotenen Inhalt eindeutig zu viel ist. Die Präsentation ist gelungen und auch die Kernmechanik ist interessant, aber es fehlt dann doch eindeutig an Umfang. Dazu habt ihr nicht wirklich das Gefühl, die Bewegungen eures Gegners lesen zu können, um dann blitzschnell zuzuschlagen. Im eShop ist mit „One Strike“ übrigens ein ähnlich gelagertes Spiel enthalten, das deutlich billiger ist, auch wenn es grafisch weitaus weniger bietet.

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