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Oh…Sir! The Insult Simulator

Sich kreativ zu beleidigen, ist eine Kunstform und gehört auch zu einem gepflegten Streitgespräch. Besonders unter guten Freunden wirft man sich gerne die eine oder andere Beleidigung an den Kopf mit dem Wissen, dass es nicht ernst gemeint ist und man es deshalb nicht persönlich zu nehmen braucht. Das von uns gespielte Oh…Sir! The Insult Simulator ist ein ungewöhnlicher Titel, sofern man es als Videospiel betrachtet. Denn hier besteht das gesamte Gameplay daraus, dass sich zwei Duellanten möglichst kreativ beschimpfen.

Monty Python, nur ohne Inhalt

Oh…Sir! The Insult Simulator kostet gerade einmal 2,29 und zieht alleine durch den günstigen Preis sicherlich die Blicke im eShop auf sich. Aber dieser Preis spiegelt sich überall im Spiel wieder, was den Umfang betrifft. Neben dem Optionsmenü, könnt ihr gegen die CPU antreten (ein einzelnes Duell oder ein „Tournament“ bestehend aus 5 Duellen hintereinander) oder eure Freunde sowohl im lokalen Multi als auch online (jür jeweils 2 Spieler) herausfordern. Das war es auch schon. Startet ihr eine Partie, wählt ihr im Charakter Bildschirm zunächst eure Figur aus. Warum auch immer sind sogar reale Personen mit dabei wie zum Beispiel H.P. Lovecraft. Danach könnt ihr eines von 5 Szenarios wählen, also wo das Duell stattfinden soll. Wählt ihr den „Parrot Shop“ oder das Himmelsreich aus, fühlt sich jeder Fan von Monty Python sofort angesprochen. Da im Einleitungsdialog sogar Zitate aus den Sketchen bzw. aus dem Film „The Meaning of Life“ verwendet werden. Ach ja, an der Himmelspforte erscheinen außerdem die hinreißenden Arschtrompeten, die in Ritter der Kokosnuss vorkamen.

Das klingt soweit also ganz witzig, sofern man auf diesen englischen Humor steht und sofern man einigermaßen gut englisch kann. Denn das Spiel ist nur in englischer Sprache zu spielen. Spielt ihr ein Turnier erfolgreich durch, schaltet ihr einen neuen Charakter frei, riesig ist die Auswahl (11) aber nicht.

Das „Gameplay“ von Oh…Sir! The Insult Simulator

Beim Duellieren geht es darum, aus einer vorgebenden Anzahl an Satzbausteinen (also Subjekt, Konjunktionen, Teilsätzen mit Verben) Sätze zu bilden, die möglichst beleidigend sind. Von daher ist es immer ratsam, Familienmitglieder zu beleidigen wie zum Beispiel „Your Wife will soon hit the Bucket“, also deine Frau wird bald ins Gras beißen. Ein weiteres Monty Python Zitat kommt hier übrigens mit „farted in your general direction “ ebenfalls vor. Diese Satzbausteine werden in der Mitte angezeigt und beide Kontrahenten können sich aus diesem Fundus bedienen. Dazu hat jeder auf der L und R Taste jeweils weitere Wörter zur Verfügung, die nur vom Charakter selbst verwendet werden können. Drückt man den Y-Knopf können diese beiden Felder einmal ausgetauscht werden, wenn man an der Reihe ist. Diese Funktion lässt sich daher als eine Art Joker betrachten, wenn in der Mitte keine passende Satzbausteine mehr vorhanden sind. Es kommt aber recht häufig vor, dass ihr händeringend nach einem passenden Wort sucht. Denn die Auswahl in der Mitte ist mit 9 Plätzen nicht gerade üppig, zumal jedes genutzte Wort in einer Runde nicht mehr zur Verfügung steht.

Das wäre aber zu verschmerzen, wenn man nicht bereits nach der fünften Partie denken würde, „ich habe jeden Satzbaustein bereits gesehen“.

Um zu gewinnen, muss eurer Gegner die komplette Energie, die in einer Leiste ähnlich wie bei einem Fighting Game dargestellt wird, verloren haben. Je gelungener eurer gebildeter Satz ist, umso mehr Punkte erzielt ihr bzw. umso mehr bekommt eurer Kontrahent abgezogen.

  • Plattform: Switch (getestet), iOS, Android, Steam
  • Publisher: Good Shepherd Entertainment
  • Entwickler: Vile Monarch
  • Genre: Kommunikation, Simulation
  • Release: 18. Januar 2018
  • USK-Freigabe: 12
Sich kreativ zu beleidigen, ist eine Kunstform und gehört auch zu einem gepflegten Streitgespräch. Besonders unter guten Freunden wirft man sich gerne die eine oder andere Beleidigung an den Kopf mit dem Wissen, dass es nicht ernst gemeint ist und man es deshalb nicht persönlich zu nehmen braucht. Das von uns gespielte Oh...Sir! The Insult Simulator ist ein ungewöhnlicher Titel, sofern man es als Videospiel betrachtet. Denn hier besteht das gesamte Gameplay daraus, dass sich zwei Duellanten möglichst kreativ beschimpfen. Monty Python, nur ohne Inhalt Oh...Sir! The Insult Simulator kostet gerade einmal 2,29 und zieht alleine durch den günstigen Preis…

Was hat das Spiel sonst noch zu bieten? Richtig, nichts mehr, weswegen wir jetzt schon beim Fazit angelangt sind. Die Grundidee und auch die Darstellung der Charaktere als Karikaturen und dem englischen Humor (samt Sprachausgabe) ist ganz witzig, aber Oh...Sir! The Insult Simulator bietet einfach zu wenig Variabilität bei der Auswahl der Schimpfwörter und der Witz geht zu schnell verloren. Spielt ihr das Spiel am Fernseher ist die Darstellung des Textes übrigens einen Tick zu klein, was sich sowohl für das Solo- als auch Multiplayererlebnis negativ auswirkt. Ich würde das Spiel niemanden empfehlen, beleidigen kann man sich auch so und sogar besser durch den größeren Wortschatz. Dennoch, durch den schmalen Preis von 2,29 werden viele mal reinschauen wollen, aber spart euch selbst diese geringe Summe.

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