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DOOM (Switch-Version)

20 Jahre nach dem Erscheinen von Doom 64 schließt sich mit Doom für die Nintendo Switch ein Kreis. Denn solange ist es her, dass ein Teil der Serie eine Nintendo Heimkonsole beehrte. Nimmt man den portablen Charakter der Switch als Maßstab, dann ist es 15 Jahre her. 2002 erschienen nämlich Doom 1 und 2 für den GBA. Wie man also sehen kann, ist die Serie auf einer Nintendo-Konsole gar nicht so ungewöhnlich, auch wenn es gefühlt so sein mag. Ungewöhnlicher dagegen ist die Umsetzung an sich, da die Switch schließlich im Vergleich eine deutlich schwächere Hardware aufweist. Wie sich die Fassung nun schlägt, werden die folgenden Zeilen zeigen. Hier gehen wir explizit auf die Switch-Version ein. Den Test zur PS4-Version findet ihr hier samt Beschreibung des Spieles.

Was hat Doom auf der Switch zu bieten?

Doom erschien 2016 für PC, PS4 und Xbox One und die Switch-Version kommt mit fast allen Inhalten daher, wie die anderen Varianten. Was fehlt ist der Snap Map Editor für den Multiplayer, der es Spielern ermöglicht, im Baukastenprinzip eigene Maps für den Mulitiplayer zu erstellen. Ansonsten ist der Rest des Mehrspielermodus voll intakt. Gleiches gilt auch für den Singleplayer samt den Arcade Modus. Eine Frage, die bei der Portierung immer wieder in den Raum geworfen wird ist: Warum sollte man sich eine technisch schwächere Version zulegen? Wenn es auf der Xbox, PS4 und dem PC doch in hoher Auflösung und 60 Bildern pro Sekunde läuft.

Zu den Eckdaten. Doom auf der Switch soll in der Performance 720p und 30 Bilder pro Sekunde bieten. Die Realität sieht da etwas anders aus und variiert vor allem in Bezug auf die Auflösung im Handheldmodus. Denn hier schwankt sie mitunter ganz schön, sodass das Spielgeschehen verschwommen wirkt, als wenn man Tränen in den Augen hat und deswegen nicht klar gucken kann. Die Auflösung wechselt anscheinend ganz so wie es ihr passt, damit das Spielgeschehen möglichst flüssig bleibt. Aber richtig vorhersagen, wann es der Fall ist oder nicht, lässt sich nicht, aber ihr werdet es beim Spielen bemerken.

Dennoch wird dadurch der Spielfluss nicht beeinträchtigt, denn auch im Handheldmodus spielt sich Doom sehr gut. Hatte ich anfangs gedacht, dass es in Sachen Komfort mit den Joy-Cons nicht so gut klappt (was in einigen Reviews auch gesagt wird), wurden diese Bedenken schnell zerstreut. Denn das Spielen im Handheld klappt bei mir gut und ich habe große Hände.

Angeschlossen an den Fernseher empfehle ich – wie fast immer – einen Pro Controller, denn mit ihm in den Händen fühlt sich das Geschehen am besten an. Im Docked Modus werden schon eher konstant die 720p gehalten. In beiden Spielarten kommt es jedoch zu merklichen Bildrateeinbrüchen, auch wenn diese zum Glück nur an manchen Stellen im Spiel passieren. Und meistens dann, wenn in Sachen Geometrie, Effekten und Gegneraufkommen sprichwörtlich die Hölle los ist. Unspielbar wird das Spiel dadurch aber nicht, denn diese Einbrüche halten nicht für lange an (bestes Mittel dagegen, Gegner töten, je weniger auf dem Bildschirm, umso flüssiger) Im großen Rest des Spieles fühlt sich Doom aber flüssig auf der Switch an.

Auch im Mehrspielermodus kommt es bei den größeren Karten zu Rucklern, aber auch hier wird es dann nicht unspielbar. Lags gibt es aber leider auch, wenn die Verbindungsqualität der Spieler schlecht ist. Hoffentlich wird Entwickler Panic Button durch Patches in diesen Bereichen noch für Optimierung sorgen können. Auch ein auffälliger Soundbug ist im Spiel enthalten, der dann ebenfalls ausgemerzt werden sollte. Dieser kann sozusagen immer auftreten, ohne den genauen Auslöser zu kennen. Er ist aber nicht zu übersehen, oder vielmehr zu überhören. Denn in einem Moment auf den anderen setzen die Soundeffekte entweder ganz aus oder sind nur noch sehr leise zu hören. Was dagegen hilft ist, entweder den letzten Checkpoint neuzuladen, oder zu sterben (worauf es ja dann auf das gleiche hinausläuft).

  • Plattform: Switch (getestet), PlayStation 4, Xbox One, PC
  • Publisher: Bethesda Softworks
  • Entwickler: Panic Button, id Software
  • Genre: Ego-Shooter
  • Release: 10. November 2017
  • USK-Freigabe: 18
20 Jahre nach dem Erscheinen von Doom 64 schließt sich mit Doom für die Nintendo Switch ein Kreis. Denn solange ist es her, dass ein Teil der Serie eine Nintendo Heimkonsole beehrte. Nimmt man den portablen Charakter der Switch als Maßstab, dann ist es 15 Jahre her. 2002 erschienen nämlich Doom 1 und 2 für den GBA. Wie man also sehen kann, ist die Serie auf einer Nintendo-Konsole gar nicht so ungewöhnlich, auch wenn es gefühlt so sein mag. Ungewöhnlicher dagegen ist die Umsetzung an sich, da die Switch schließlich im Vergleich eine deutlich schwächere Hardware aufweist. Wie sich die…

Ist Doom technisch schwächer als auf den anderen Systemen? Ja. Spielt das eine Rolle? Hier müsst ihr differenzieren. Inhaltlich ist Doom ein sehr gelungener Ego-Shooter im klassischen Gewand, aber mit Neuerungen, die das „Rip and Tear“-Gameplay auszeichnen. Es macht einfach Spaß, die Gegner auseinander zu nehmen und dabei stets in Bewegung zu sein, auf Vorsprünge zu klettern und auch von Plattform zu Plattform zu springen (Springen klappt übrigens richtig gut). Gefallen hat mir auch sehr das Leveldesign mit den großen Karten und vielen Geheimnissen, die sich entdecken lassen und den Spieler belohnen, wenn er aufmerksam die Umgebung erkundet. Auch am Multiplayer habe ich sehr viel Spaß. Das schnelle Gameplay kommt hier ebenfalls voll zur Geltung. Das Klassensystem bietet zwar nichts neues, es macht aber dennoch Spaß aufzusteigen und neue Ausrüstungsgegenstände und Waffen freizuschalten. Spielmodi sind reichlich vorhanden und die Karten sehen allesamt sehr gut aus und sind abwechslungsreich gestaltet. Etwas vergleichbares existiert auf der Switch sonst nicht. Das gilt für den Multi als auch für den Singleplayer. Habt ihr ein anderes System zuhause und seid dem Genre an sich nicht abgeneigt, dann holt es für PC, PS4 oder Xbox One, sofern ihr Doom noch nicht habt. Jedoch, mögt ihr den portablen Faktor der Switch mit all seinen Vorzügen, dann ist die Switch-Version bereits deswegen eine Überlegung wert. Seid ihr hauptsächlich im Nintendolager unterwegs, dann macht ihr ebenfalls mit einem Kauf alles richtig, weil ihr wohl kaum wegen eines grafisch besseren Aussehens einen PC, oder eine Konkurrenzkonsole kaufen werdet. Zumal Doom auch auf der Switch klasse aussieht und sich trotz der Schwankungen in der Performance sehr gut spielen lässt.

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