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Gamescom 2016: Messebericht Teil 3

Auch am dritten und letzten Tag der gamescom (was Termine bei den Publishern angeht) lachte wieder Mal die Sonne vom Himmel. Ähnlich gut wie das Wetter war auch der erste Titel, den wir an diesem Tag angespielt haben. Dabei handelte es sich um South Park: The Fractured But Whole oder wie es hierzulande heißt „Die rektakuläre Zerreißprobe. Das Anspielen ließ keinen Zweifel aufkommen, auch das zweite Rollenspiel, das ebenfalls wieder von der Feder der Serienmacher Matt Stone und Trey Parker stammt, wird für alle Fans genau das richtige sein. Der Humor wird perfekt eingefangen, sodass man sich hier sofort heimisch fühlt. Dazu erhält das Kampfsystem gegenüber Teil 1 etwas mehr Tiefgang, da nun auf mehreren Ebenen (Reihen) gekämpft wird. So spielen Abstände und wie man zum Gegner steht eine wesentlich größere Rolle. Teil 2 der South Park Rollenspiele wird am 6. Dezember über Ubisoft erscheinen.

South Park: The Fractured But Whole

South Park: The Fractured But Whole

Wenden wir uns nun eher simpleren und martialischen Dingen zu. Auch wenn bei Injustice 2 keine Fetzen fliegen, geht es hier doch mit den Figuren aus dem DC Universum brachial zur Sache. Daniel sagt zum Beat‘ em Up:

Warner Bros. – Injustice 2

Die NetherRealm Studios haben mit „Mortal Kombat X“ hervorragende Arbeit geleistet. Es wird also wieder Zeit DCs größte Bösewichte und Helden gegeneinander antreten zu lassen. Neben einem erweiterten Kampfsystem konnten wir uns vor allem ein Bild von den weitläufigen Kampfarenen ein Bild machen, die über mehrere Ebenen verfügen. Ihr beginnt beispielsweise einen Kampf in einer Bar und werdet anschließend herausgeschleudert, über einen Zug geprügelt und landet schließlich vor dem Daily Planet.

Interessant sind auch die verschiedenen Ausrüstungsgegenstände, die ihr nach und nach freischalten könnt. Diese geben euch verschiedene Fähigkeiten oder verbessern eure Attribute. Ähnlich zu Mortal Kombat X-Moves gibt es auch (weniger blutige) Finisher, die eurem Gegenüber erheblichen Schaden zufügen können. Neben bekannten Modi wie Arcade oder Training wird es auch wieder einen ausführlichen Storymodus geben, der die Geschichte des ersten Spiels weiterspinnen wird.“

Nachdem wir im Versusmode liebevoll miteinander umgegangen sind, stand der nächste Termin bei Koch Media an.

Sniper Ghost Warrior 3 bietet im dritten Teil zum ersten Mal eine Open World. Von eurer Basis aus, die einer versteckten Höhle liegt, könnt ihr verschiedene Aufträge annehmen und eure Ausrüstung (Waffen, Gadgets) zusammenstellen. Materialen für die Herstellung lässt sich in der Flora und Fauna finden, ebenso indem ihr eure Gegner oder anderes Mobiliar lootet. Zuerst wurde eine Mission präsentiert und dann konnten wir selbst Hand anlegen. Anhand der Präsentation wurde darauf eingegangen, dass man das Spiel auf drei Arten spielen kann. Entweder als Sniper-Schütze (mit realistischen Ansatz, zum Beispiel spielt der Wind auf weiten Entfernungen eine wesentliche Rolle), der Stealth-(Ghost) Aspekt, also möglichst nicht gesehen werden (eine Anzeige zeigt an, ob ihr für den Feind sichtbar seid). Oder eben doch als Warrior rumlaufen, wild ballernd und damit die Aufmerksamkeit auf sich ziehend. Jeder Weg kann zum Erfolg führen, muss aber nicht. Also bleibt es dem Spieler überlassen, wie er agiert. Das interessante am Missiondesign ist zusätzlich, das ihr nicht nur infiltrieren, sondern auch exfiltrieren, also wieder heil herauskommen müsst, damit die Mission als Erfolg verbucht wird.

Während SGW 3 durchaus eine taktische Note besitzt, wirkt dagegen Killing Floor 2 wie das reinste Gemetzel. Gut, das ist es auch. Trotzdem spielt das Ausrüsten der Waffen und Sekundärwerkzeugen eine große Rolle, um sich den Wellen von Gegnern zur Wehr zu setzen. Hier haben 4 Leute in einem Team gespielt und die Maps sind darauf ausgelegt, dass man Welle um Welle meistern muss. Nach einer Runde lässt sich die Ausrüstung neu zusammenstellen, was natürlich Geld kostet. Wie es üblich in solchen Spielen ist, wird jede Runde härter, sodass Teamarbeit besonders gefragt ist und genau das macht den Reiz aus, sich einer Überzahl von Zombies und anderen Kreaturen gegenüberstellen und ihnen alles was man hat, entgegen zu setzen.

Nach dieser Actioneinlage blieben wir weiterhin bei Koch Media und zogen nur ein paar Türen weiter. Denn Square Enix hatte wieder Mal hier ihr Quartier bezogen. Da die Zeit wieder mal nicht ausreichte, war es beim Überblick des Lineups nur möglich, näher auf die drei Titel Deus Ex: Mankind Divided, Final Fantasy XV und Rise oft he Tomb Raider einzugehen. Deus Ex ist bereits die Tage erschienen und wird alle Fans der ersten Abenteuers von Adam Jensen erneut zufrieden stellen. FF 15 dagegen wurde ja erneut um ein paar Monate bis November verschoben für einen weiteren Feinschliff. Daniel hat zu Lara Crofts PS4 Umsetzung des letztjährigen Xbox One Exklusivtitels und zu Dragon Quest: Builders folgendes zu sagen:

Square Enix – Rise of The Tomb Raider

Nachdem es fast ein Jahr gedauert hat, bekommen nun auch die PlayStation 4 Spieler Laras neues Abenteuer zu spielen. Pünktlich zum 20. Geburtstag gibt es eine (zumindest auf Disk und in dieser Form) exklusive Edition für PlayStation 4 Spieler. Die Updates und Extras gibt es zwar auch für Xbox One Spieler, allerdings „nur“ in digitaler Form“.

Neben Extra-Kostümen dürfte vor allem Laras Anwesen mit Zombiemodus und der PS exklusive Laras Anwesen-im-VR-Modus interessant sein. Das Spiel wird in einer Standard- als auch in einer sehr schicken Special-Edition verfügbar sein.

Rise of The Tomb Raider erscheint am 11. Oktober 2016 für PlayStation 4 und PC. Die Inhalte sind ab dann auch digital für Xbox One verfügbar.

Square Enix – Dragon Quest Builders

Von vorne herein – ja es sieht „ähnlich“ aus wie „Minecraft“ – und es verfügt auch über gewisse Bauelemente. Jedoch sind diese nicht so tiefgehend und der Fokus liegt eher auf den Dragon Quest typischen RPG- und Quest Elementen. Das Spiel behält seinen unvergleichlichen Charme und Akira Toriyamas bekannten und beliebten Artstyle. Es erinnert, wenn dann eher an Atlus „3D Dot Hero“.

Termintechnisch endete die gamescom mit Yooka-Laylee im Grunde so, wie sie am Dienstag angefangen hatte. Nach dem Interview am Donnerstag, konnten wir nun selbst Hand anlegen, leider nur für 20 Minuten. Das altbekannte Problem die Zeit. Immerhin hatten wir das Glück, kurzfristig noch einen Termin zu bekommen.

Wenn ihr insbesondere Banjo-Kazooie mochtet, dann wird euch der aktuelle Trailer vermutlich ebenso ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert haben, ein Gefühl von Nostalgie. Genau das erhält man auch beim Spielen, sodass Yooka-Laylee sich wie ein typischer Rare-Plattformer anfühlt, nur eben in einem deutlich schöneren Gewand. Und das merkt man an allen Ecken und Kanten. Das fängt bei den Animationen der Helden an und hört bei den Bewegungen der Gegner auf. Dazu versetzte der Soundtrack von Grant Kirkhope einem direkt ins Banjo Feeling. Bewegt haben wir das neue dynamische Duo in der ersten Welt Tribalstack Topics. Die Welt wurde für die Demo angepasst. Das heißt, dass das Bewegungsrepertoire der beiden schon recht fortgeschritten gewesen ist. Dazu wurden manche Inhalte wie Figuren, einzusammelndes und ein Boss wegen Spoilergefahr entfernt. Sofern Yooka-Laylee nicht zu einem berühmt berüchtigten Collectathon verkommt, dann dürfen sich alle Fans von 3D Jump and Runs auf das Frühjahr 2017 freuen, wenn es für Wii U, Xbox One und PS4 erscheint. Denn Playtonics erstes Game hat Hitpotential.

Nachlese:

Marvelous Entertainment – Fate/EXTELLA: The Umbral Star


Fate/EXTELLA: The Umbral Star basiert auf einer japanischen Anime-Reihe und knüpft an die Geschehnisse von Fate/Extra an. Das Gameplay lässt sich in kurzen Worten als Massenschlacht beschreiben. Unzählige Gegner stürmen auf euch zu und ihr könnt in bester Musou-Tradition auf sie eindreschen und mit jeder Menge Waffen und bildschirmfüllenden Finishern gehörigen Schaden anrichten. Optisch bietet das Spiel den Look aus dem Anime. Etwas langweilig haben leider die ganzen Gegner gewirkt, die äußerst faul mit dem Copy & Paste Prinzip ins Spiel integriert worden sind. Wenn ihr 40 Gegner bekämpft und alle gleichzeitig mit denselben Animationen zu Boden gehen, wirkt das Spielgeschehen einfach lieblos. Fans der Serie und von Musou-Titeln könnte es dennoch gefallen.

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