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Ghosts ’n Goblins

Wer sagt, dass Super Ghoulst ‘n Ghost auf dem Super Nintendo eines der härtesten Spiele aller Zeiten ist, der hat wohl nie den Vorgänger Ghosts ‘n Goblins gespielt. 1985 trat es zunächst in den Spielhallen in Erscheinung, bevor es dann 1986 für zahlreiche Systeme umgesetzt wurde. Wir haben uns die NES-Version zu Gemüte geführt, die auf der Wii U-Virtual Console erschienen ist.

Nicht zu viel versprochen

Als Fan des SNES Nachfolgers brannte es mir eigentlich schon immer unter den Nägeln, den Vorgänger auf Herz und Nieren zu testen. Auch die Angry Videogame Nerd Episode leistete ihren Beitrag dazu. Und was soll ich sagen? Es wurde nicht zu viel versprochen.

Aber erst einmal der Reihe nach. Wieder einmal, oder sollen wir lieber sagen: Zum ersten Mal wird die  Prinzessin Prin Prin von Satan, Anführer der Dämonen, vor den Augen des Helden Arthur entführt  und der Ritter fackelt nicht lange und begibt sich auf das nahezu hoffnungslose Unterfangen, sie zu retten.  Da gerade einmal 6 Level existieren, kann man sich denken, wie vollgepackt diese mit Gemeinheiten sind. Arthurs Aktionen gestalten sich simpel.  Außer, dass er sich ducken kann, läuft er von links nach rechts, schießt seine Waffen ab und kann einen Sprung vollziehen, um Abgründe zu bewältigen. Auch wenn ihm mehrere Waffen, wie die bekannte Lanze oder die gehasste Fackel zur Verfügung stehen, kann ich dem gegebenen Rat des „Nerds“ nur beipflichten. Ihr benötigt das Messer und sonst im Grunde nichts. Aufgrund der Schnelligkeit des Wurfmessers ist es am besten geeignet, um die Gefahren zu meistern.  Das merkt ihr spätestens dann, wenn ihr umgeben von mehreren Gegnern seid oder wenn ein Endboss wie der Zyklop durch andere Geschosse einfach nicht kleinzukriegen ist.  Wenn Level 6 nicht mit dem Schild beendet werden müsste, bräuchtet ihr im gesamten Spiel keine andere Waffe.

Serientypisch besteht ein Level aus zwei Abschnitten, das heißt, wenn ihr es schafft, die „Mitte“ zu überqueren, dann startet ihr beim nächsten Ableben auch dort. Leichter wird das Spiel dadurch jedoch nicht. Auch wenn unendlich Continues zur Verfügung stehen, muss ich ehrlich sagen, ohne die Schnellspeicher- und Ladefunktion der Virtual Console, hätte ich das Spiel niemals geschafft. Ich wäre schlicht und ergreifend zu frustriert gewesen.  An manchen Stellen habe ich echt am laufenden Meter gespeichert und insgesamt sicherlich mehr als 200! Leben verloren.

Träge, unfair und altbacken

Damit lässt sich Ghost’n Goblins im Grunde zusammenfassen. Das Spiel ist in allen Belangen einfach deutlich schlechter als der Nachfolger. Die Steuerung fühlt sich träge und irgendwie eingeschränkt ein, sodass man meinen könnte, sie reagiert in Sprüngen sogar manchmal gar nicht und man endet im nächsten Loch. Deswegen wird es auch dementsprechend unfair, weil ihr im Grunde den Gegnermassen, die dagegen ihrer Bewegung frei sind, ausgeliefert seid. Stillstand bedeutet hier der Tod, dann werdet ihr erst recht aufs Korn genommen, selbst schon zu Beginn des Levels. Denn sofort stürmen euch Zombies, Fledermäuse oder andere Unholde entgegen. Aufgrund des Reichweite eurer Waffen werden besonders die Kämpfe gegen die roten Teufel zur Qual. Da es hier keinen Bogen gibt, sind Angriffe nach oben nicht vorhanden und dementsprechend nervenaufreibend wird es.  Spielt Level 3 und ihr wisst, was ich meine.

Ich habe nichts gegen schwere Spiele, aber wenn ich aufgrund der Steuerung als auch der Technik (ruckeln) in die Knie gezwungen werde, dann finde ich das unfair. Auch andere Tatsachen nerven. Ich habe in meinem zweiten Durchlauf (der üblich ist, um das Spiel zu beenden), eine halbe Stunde damit verbracht mir das Messer wiederzuholen, da ich die Fackel mehr oder weniger aufgezwungen bekommen habe.  Da es vollkommen willkürlich ist, welche Extrawaffen eure Feinde hinterlassen, war dieser Umstand sicherlich nicht Spielspaß fördernd. Am Ende war es der reine Wille sagen zu können, dass ich Ghost and Goblins, eines der härtesten Games des Planeten, geschafft habe. Im Nachhinein muss ich sagen, ich hätte es auch lassen und die mir die Zeit sparen können.

  • Plattformen
NES, Wii, Wii U
  • Publisher
Capcom
  • Entwickler
Capcom
  • Release
1986 (Wii U Mai 2013)
  • USK-Freigabe
freigegeben ab 12 Jahren

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