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Demon’s Crest

Das Sammeln von Videospielen ist manchmal durchaus ein sehr kostspieliges Hobby. Titel mit einer hohen Nachfrage und relativer Rarität lassen die Preise gerne explodieren. Vor allem auf dem SNES sind zur Zeit einige im Umlauf. Eines dieser Spiele ist Demon’s Crest, das 1995 (Japan, USA 1994) auch hierzulande erschien. Wer keine Lust darauf hat für das Spiel mit vollständiger Verpackung an oder über 200 Euro auf den Tisch zu blättern, dem kann seit dem 15. 01 2015 geholfen werden. Denn an diesem Datum erschien Demon’s Crest auf der Wii U Virtual Console. Damit herzlich Willkommen zu diesem Retro-Test.

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Demon’s Crest ist der dritte Teil einer Reihe, die auf dem Gameboy 1990 (Gargoyle’s Quest) begann und dann auf dem NES 1992 (Gargoyle’s Quest II)fortgeführt wurde. In allen drei Teilen spielt Firebrand die Hauptrolle. Nebenbei fungiert dieser rote Gargoyle auch als Gegner in der Ghost and Goblins-Serie und sorgt aufgrund seines willkürlichen Bewegungsmusters, für Frustrationen unter den Spielern, die mit Held Arthur gegen ihn antreten.

Hier in dieser Dämonenwelt jedoch spielen die Menschen überhaupt keine Rolle. Die Geschichte des Spieles ist schnell erzählt. Der Dämon Phalanx ist auf der Suche nach den Namensgebenden Crests, die ihn zum ultimativen Dämon werden lassen sollen. Sein Ziel ist klar, er will zum Herrscher über alle Dämonen werden und Firebrand wird zum Gejagten, da er die Crest, bzw. das Element Feuer inne hat. Neben Feuer gibt es noch Erde, Wasser, Luft, Himmel und Zeit). Firebrand macht aus der Not eine Tugend, indem er die Crests selbst sammelt, um damit Phalanx zu besiegen.

Das Spiel bietet drei verschiedene Abspänne, je nachdem wie erfolgreich ihr bei eurer Suche gewesen seid. Das vollkommene Ende wird euch präsentiert, wenn ihr das Spiel zu 100% schafft. Das heißt, ihr müsst die Lebensleiste auf Maximum bringen, alle Crest, Urnen, Zauberrollen und Talismane gefunden haben. Heute normal, damals eher ungewöhnlich, ist die offene Welt-Struktur, die auch schon in den ersten beiden Teilen zum Einsatz gekommen ist. Dabei fliegt ihr mit Firebrand über die für das SNES typische Mode 7 Weltkarte und könnt so dann die einzelnen Level ansteuern. Die Level sind zwar linear aufgebaut, bieten aber auch geheime Wege und somit auch alternative Ausgänge. Die Ausgänge werden dabei jeweils von einem Boss bewacht. Nach einem Sieg bekommt ihr entweder ein Upgrade für die Lebensleiste , eine neue Attacke, oder gar eine Crest. Diese erweitern Firebrands Fähigkeiten und lassen ihn auch die Gestalt wechseln. Als Erd-Dämon kann er Erdhaufen oder Statuen aus dem Weg rammen, als Wasser-Dämon sich im feuchten Nass aufhalten inklusive schwimmen und als Luft-Dämon fliegen. Als Feuer-Dämon kann er zwar auch beliebig lange in der Luft bleiben, aber nicht dabei per Flügelschlag aufsteigen.

Back Tracking Deluxe

Zunächst sind auf der Weltkarte 4 Level betretbar, dazu gesellen sich in der Stadt und außerhalb Shops, in denen ihr Zauber oder Tränke einkaufen könnt. Die Anzahl ist aber begrenzt, besitzt ihr nur eine Urne, kann auch nur 1 Trank gekauft werden. Gerade die Gensir-Tränke dienen dazu, euer Überleben zu sichern. Also lohnt es sich, die Level abzugrasen, um alle Urnen zu finden. Auch wenn das bedeutet, ein Level zig Mal zu betreten, wird es euch von großem Nutzen sein. Schließlich ist der Schwierigkeitsgrad erwartet hoch und wer keine Lust hat, alle Boss Fights zu perfektionieren, der hat lieber ein paar Tränke parat. Da die Level alle nicht so lang sind – in der Kürze liegt die Schwierigkeitswürze! – dauert es auch nicht lange, sie von Anfang bis Ende zu durchlaufen. Auf dem Weg werdet ihr an der einen oder anderen Stelle automatisch vorbeikommen, an der ihr seht, dass eine bestimmte Fähigkeit benötigt wird.

Sind die ersten 4 Stationen erfolgreich bewältigt, kann es bereits zum Showdown mit Phalanx gehen. Dann aber bekommt man nur ein sehr unzufriedenes Ende und unvollständigen Bossfight vors Gesicht. Also lieber zumindest noch die beiden neuen Level 5 und 6 ansehen.

Schaurig schön

Die düstere Atmosphäre wird mit Hilfe der Grafik und dem Soundtrack gekonnt in Szene gesetzt und versetz euch in die Welt der Dämonen, die keinen Platz für Nettigkeiten bietet. So lassen sich in der Stadt als Detail Skelette beobachten, die aus dem Fenster eines heruntergekommenen Hauses baumeln. Allein der erste Level saugt euch mitten in das Spiel hinein. Der Start ist ohnehin mit dem direkten Bossfight gegen den Untoten Drachen ein Highlight. Danach geht es dann direkt schaurig schön weiter mit Nebelschwaden und Fackeln, die im Hintergrund leuchten. Dazu gesellen sich die tollen Animationen Firebrands und einiger Gegner.

Der Soundtrack von Horiyama Toshihiko ist dazu jederzeit passend und bietet viele prägende Melodien.

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Abstriche in der Grafik gibt es aber auch, wenn die Action auf dem Bildschirm dazu führt, dass das Spiel keine flüssige Bildrate auf die Beine stellt. 2-3 Level haben stellenweise leider dieses Problem.

Wer das Spiel zu 100% lösen möchte, muss sämtliche Level abgrasen, da es vor allem auch versteckte Räume gibt, die man leicht übersehen kann. Von daher kann die Suche etwas mühselig werden. Auch das „Kopfnuss“-Minispiel, das zwingend für die 100% geschafft werden muss, um ein Lebensupgrade zu erhalten, kann einen zur Weißglut bringen. Mindestens genauso stark wie mancher Bossfight oder gar mehr. Die letzte Stufe von Phalanx und der Kampf gegen den aller letzten Endgegner haben es dann nochmal so richtig in sich. Sie gehören zu den härtesten Fights, die ein 2D-Spiel zu bieten hat. Immerhin werdet ihr zu diesem Zeitpunkt alles bei euch haben, sodass euch alle 5 Urnen, Zaubersprüche und Talismane zur Unterstützung an der Seite stehen. Und wenn das nicht reicht, hat man ja, heutzutage das Glück, besagte Stelle nachzulesen oder sich auf Youtube anzusehen. Auch die Schnellspeicher-Funktion auf der Wii U Virtual Console zieht der Bestie ein paar Zähne. Trotzdem, spielen müsst ihr immer noch selbst!

  • Plattformen
SNES, Wii U Virtual Console
  • Publisher
Capcom
  • Entwickler
Capcom
  • Genre
Action-Adventure
  • Release
März 1995
  • USK-Freigabe
freigegeben ab 6 Jahren
Das Sammeln von Videospielen ist manchmal durchaus ein sehr kostspieliges Hobby. Titel mit einer hohen Nachfrage und relativer Rarität lassen die Preise gerne explodieren. Vor allem auf dem SNES sind zur Zeit einige im Umlauf. Eines dieser Spiele ist Demon’s Crest, das 1995 (Japan, USA 1994) auch hierzulande erschien. Wer keine Lust darauf hat für das Spiel mit vollständiger Verpackung an oder über 200 Euro auf den Tisch zu blättern, dem kann seit dem 15. 01 2015 geholfen werden. Denn an diesem Datum erschien Demon’s Crest auf der Wii U Virtual Console. Damit herzlich Willkommen zu diesem Retro-Test. . .…

Demon’s Crest war eines dieser Spiele, was ich bereits zu SNES-Zeiten ins Auge gefasst hattee, aber dann doch nicht in die Finger bekam. Erst 2014 habe ich mir das SNES-Modul zugelegt. Durchgespielt habe ich es zum ersten Mal jedoch jetzt auf der Wii U. Ich habe mich sofort zurecht gefunden und die Spielmechanik eines 2D Actionspiels plus Action-Adventure Einschlag haben mir sehr gut gefallen. Wenn ihr also Gamer aus dieser Zeit seid, die beiden Vorgänger kennt, oder auf Games wie Mega Man X oder Castlevania steht, dann ist Demon’s Crest eine weitere Reise in die Vergangenheit mehr als wert. Aber auch wenn ihr diese Games nie gespielt habt und erst via Virtual Console die Klassiker nachholt, handelt es sich bei Demon’s Crest um einen gutes Spiel.

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One comment

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  1. […] mehreren Plattformen, darunter das NES und Commodore 64. Ebenfalls auf dem SNES ist das Spin-Off Demon’s Crest […]

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